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Ergebnis der Credit Suisse Group für das dritte Quartal 2013:

Ergebnis der Credit Suisse Group für das dritte Quartal 2013 widerspiegelt gute Profitabilität im Private Banking & Wealth Management; hohe Erträge im Aktiengeschäft und weitere Verbesserungen der Kapital- und Kosteneffizienz mindern Auswirkungen der geringeren Kundenaktivität im Anleihengeschäft

Drittes Quartal 2013:
- Bereinigte* Ergebnisse: Vorsteuergewinn (Kernergebnis) von CHF 930 Mio., den Aktionären zurechenbarer Reingewinn von CHF 698 Mio. und Eigenkapitalrendite von 7%
- Ausgewiesene Ergebnisse: Vorsteuergewinn (Kernergebnis) von CHF 685 Mio., den Aktionären zurechenbarer Reingewinn von CHF 454 Mio. und Eigenkapitalrendite von 4%

Erste neun Monate 2013:
- Bereinigte* Ergebnisse: Vorsteuergewinn (Kernergebnis) von CHF 4’473 Mio. gegenüber CHF 3’797 Mio. in den ersten neun Monaten 2012, den Aktionären zurechenbarer Reingewinn von CHF 3’201 Mio. und Eigenkapitalrendite von 11%
- Ausgewiesene Ergebnisse: Vorsteuergewinn (Kernergebnis) von CHF 4’017 Mio., den Aktionären zurechenbarer Reingewinn von CHF 2’802 Mio. und Eigenkapitalrendite von 9%

Weitere Fortschritte bei der Umsetzung des Kapitalplans und der Reduzierung des Leverage Exposure per Ende des dritten Quartals 2013:
- Look-through Swiss Core Capital Ratio verbesserte sich auf 11,4%; Quote des harten Kernkapitals (CET1) nach Basel III (look-through) erhöhte sich auf 10,2%; Quote des harten Kernkapitals (CET1) plus Kapitalpuffer bestehend aus Pflichtwandelanleihen mit hohem Trigger von 13,2% (look-through) erfüllt die in der Schweiz ab 2019 geltende Anforderung von 13%; Quoten berücksichtigen Abgrenzung in den ersten neun Monaten 2013 für die Ausschüttung einer Bardividende
- Swiss Leverage Exposure seit drittem Quartal 2012 um 16% auf CHF 1’184 Mia. reduziert, Ziel für Ende 2013 bereits übertroffen; Look-through Swiss Total Capital Leverage Ratio auf angepasster Basis auf 3,5% verbessert
Ergebnisse der Divisionen für das dritte Quartal 2013:
- Private Banking & Wealth Management: Ausgewiesener Vorsteuergewinn von CHF 1’018 Mio.; höhere Profitabilität und Fortschritte in der Kostenkontrolle bei anhaltend tiefen Zinsen und saisonal bedingt geringer Kundenaktivität; Netto-Neugelder von CHF 8,1 Mia. mit hohen Zuflüssen im Asset Management bei Produkten mit hoher Marge und aus den Emerging Markets sowie im UHNWI-Kundensegment
- Investment Banking: Vorsteuergewinn von CHF 229 Mio.; gutes Ergebnis im Aktiengeschäft infolge weiterhin führender Marktposition konnte Auswirkungen der schwierigen Bedingungen am Anleihenmarkt nicht wettmachen; anhaltend gute Kapital- und Kostendisziplin mit einer Reduzierung der risikogewichteten Aktiven unter Basel III um USD 31 Mia. gegenüber drittem Quartal 2012; Gesamtaufwand 14% tiefer als im Vorjahresquartal; Vorsteuergewinn in den ersten neun Monaten 2013 mit CHF 2’283 Mio. um 34% höher als im Vorjahreszeitraum; gute Rendite nach Steuern auf das unter Basel III zugeteilte Kapital in den ersten neun Monaten 2013 von 13% gegenüber 9% im Vorjahreszeitraum

Schaffung einer nicht strategischen Einheit in jeder Division mit dem Ziel, verstärkt in den Ausbau renditestarker Geschäftsfelder zu investieren:
- Beschleunigte Reduzierung von Kapital und Kosten, die derzeit in nicht strategischen Aktivitäten gebunden sind
- Klare Abgrenzung von nicht strategischen Aktivitäten, um Ressourcen auf laufende Geschäfte und Wachstumsbereiche zu verschieben
- Reduzierung des Anteils der risikogewichteten Aktiven der Gruppe im Investment Banking auf rund 50% und Freisetzung von Kapital für das künftige Wachstum im Private Banking & Wealth Management; Anpassung des langfristigen Ziels für die Reduzierung der risikogewichteten Aktiven der Gruppe nach Basel III auf rund CHF 250 Mia. (look-through, ohne Berücksichtigung von Währungseffekten)
- Nicht strategische Einheit im Investment Banking wird bestehendes Abwicklungsportfolio im Anleihengeschäft umfassen sowie Aktivitäten im Zusammenhang mit einer umfangreichen Restrukturierung des Zinsgeschäfts und Kosten für Rechtsstreitigkeiten aus ehemaligen Geschäften
- Schaffung einer ähnlichen Einheit im Private Banking & Wealth Management, einschliesslich abzuwickelnder Aktivitäten der ehemaligen Division Asset Management, Abwicklungskosten und Kosten für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus bestimmten grenzüberschreitenden Geschäften (vor allem USA) und im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus weiteren kleineren Märkten

Weitere Fortschritte bei der Kostenreduktion:
- Annualisierte Kostenreduktion in den ersten neun Monaten 2013 von CHF 3,0 Mia.; gute Fortschritte im Hinblick auf das Kostenreduktionsziel für Ende 2015, das von CHF 4,4 Mia. auf über CHF 4,5 Mia. gegenüber der angepassten* annualisierten Kostenbasis für das erste Halbjahr 2011 angehoben wurde

Die Credit Suisse Group hat heute ihre Ergebnisse für das dritte Quartal 2013 und die ersten neun Monate 2013 bekannt gegeben.

Brady W. Dougan, Chief Executive Officer, sagte: «Durch unsere anhaltende Kostendisziplin sowie unser effizientes Kapitalmanagement ist es uns gelungen, die Auswirkungen der schwierigen Marktbedingungen im dritten Quartal 2013 abzufedern, die sich in vielen unserer Geschäftsbereiche in einer geringen Kundenaktivität niederschlugen.»

Er fügte hinzu: «In den letzten zwei Jahren haben wir umfangreiche Massnahmen ergriffen, um unser Geschäftsmodell an die sich verändernden Marktbedingungen und an die regulatorischen Anforderungen anzupassen – etwa indem wir seit Januar 2013 die Basel-III-Vorschriften anwenden. Im dritten Quartal haben wir unsere Look-through Swiss Core Capital Ratio weiter verbessert und erreichten einen Wert von 11,4% nach 10,4% per Mitte 2013. Gleichzeitig haben wir unser Swiss Leverage Exposure um CHF 74 Mia. auf CHF 1’184 Mia. reduziert und erfüllen per Ende des dritten Quartals 2013 mit einer angepassten Quote des harten Kernkapitals (CET1) plus Kapitalpuffer bestehend aus Pflichtwandelanleihen von 13,2% (look-through) die in der Schweiz ab 2019 geltende Anforderung von 13%.»

Brady Dougan sagte weiter: «An diese Fortschritte wollen wir anknüpfen und das Wachstum in renditestarken Geschäftsfeldern, insbesondere im Private Banking & Wealth Management, vorantreiben. Dazu beschleunigen wir die Umsetzung unserer bestehenden Abwicklungsstrategie und verbessern die Offenlegung, indem wir für unsere beiden Divisionen jeweils eine nicht strategische Einheit schaffen. Dank der klaren Abgrenzung der nicht strategischen Einheiten können wir mehr Zeit und Ressourcen in die weiterzuführende Geschäftstätigkeit und in Wachstumsinitiativen investieren. Die weitere Verkürzung der Bilanz inklusive der Ausserbilanzgeschäfte wird zusammen mit der fortgesetzten Reduktion der risikogewichteten Aktiven Kapital für das künftige Wachstum im Private Banking & Wealth Management freisetzen und es uns ermöglichen, Kapital in erheblichem Masse an die Aktionäre zurückzuführen. Dies trägt entscheidend dazu bei, eine ausgeglichene Kapitalzuordnung zwischen unseren Divisionen zu erreichen.»

Das Ergebnis der Division Private Banking & Wealth Management kommentierte er wie folgt: «Während wir gute Fortschritte im Hinblick auf unsere Kostenreduktionsziele machten, schmälerten das anhaltend tiefe Zinsumfeld sowie die geringe Kundenaktivität das Ergebnis im Private Banking & Wealth

Management. Den weiterhin starken Netto-Neugeldzufluss von CHF 8,1 Mia. im Berichtsquartal erzielten wir in erster Linie im Asset Management bei Produkten mit hoher Marge, in den Emerging Markets und im UHNWI-Kundensegment. Abflüsse wurden hingegen im grenzüberschreitenden Geschäft in Westeuropa verzeichnet. Während wir unsere regionalen Aktivitäten in bestimmten kleineren Märkten neu ausrichten, investieren wir gleichzeitig verstärkt in Wachstumsbereiche. Dabei wollen wir insbesondere unsere Aktivitäten in wichtigen Emerging Markets Asiens und Lateinamerikas ausbauen, aber auch in Teilen des Nahen Ostens und Osteuropas. Weitere Marktanteile wollen wir zudem im UHNWI-Kundensegment hinzugewinnen. Ferner erweitern wir, insbesondere in Asien, unsere digitale Privatbank um neue Produktangebote sowie Dienstleistungen im Bereich Portfolioanalyse, Research und Transaktionen. Gleichzeitig sind wir weiterhin gut aufgestellt, um von der Marktkonsolidierung zu profitieren.»

Zum Ergebnis der Division Investment Banking sagte er: «Auch wenn wir im Aktiengeschäft und im Bereich Anleihenemissionen ein gutes Ergebnis erzielten, haben im Investment Banking die schwierigen Bedingungen im Anleihenmarkt Spuren im Ergebnis hinterlassen. Das Ergebnis widerspiegelt aber auch unsere anhaltend gute Kosten- und Kapitaldisziplin. So ist es uns dank unserem guten Kostenmanagement gelungen, den Personalaufwand im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 24% zu senken. Der Geschäftsaufwand verringerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 14%. Wir bildeten im dritten Quartal 2013 zudem weitere Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von CHF 128 Mio. Seit dem dritten Quartal 2012 haben wir die risikogewichteten Aktiven um weitere USD 31 Mia. auf USD 169 Mia. reduziert und damit unser für Ende 2013 vorgesehenes Ziel bereits erreicht. Das Investment Banking erzielte in den ersten neun Monaten 2013 eine Rendite nach Steuern auf das unter Basel III zugeteilte Kapital von 13% gegenüber 9% im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg ist der anhaltenden Verlagerung von Kapital zu renditestarken Geschäftsfeldern mit hohem Marktanteil sowie der verbesserten Kosteneffizienz zu verdanken. Im Rahmen dieser Verlagerung restrukturieren und vereinfachen wir derzeit unser Zinsgeschäft. Damit steigern wir dessen Profitabilität, tragen dem veränderten regulatorischen Umfeld Rechnung und stellen uns auf die erwarteten Veränderungen der Marktstruktur ein.»

Private Banking & Wealth Management im dritten Quartal 2013 mit einem Nettoertrag von CHF 3’320 Mio. und einem Vorsteuergewinn von CHF 1’018 Mio.
- Nettoertrag blieb im Vergleich zum Vorjahresquartal nahezu unverändert; den Erlösen aus strategischen Veräusserungen stand ein tieferer Zinserfolg gegenüber
- Netto-Neugelder im Private Banking & Wealth Management von CHF 8,1 Mia. im dritten Quartal 2013; den weiterhin hohen Zuflüssen im Asset Management bei Produkten mit hoher Marge, aus den Emerging Markets und im UHNWI-Kundensegment standen Abflüsse im grenzüberschreitenden Geschäft in Westeuropa gegenüber
- Gute Fortschritte im Hinblick auf das Kostenreduktionsziel für Ende 2015 von CHF 950 Mio. mit Einsparungen von CHF 350 Mio. per Ende des dritten Quartals 2013 nach CHF 200 Mio. per Ende des zweiten Quartals 2013 gegenüber der angepassten* annualisierten Kostenbasis für das erste Halbjahr 2011
- Verbessertes Aufwand-Ertrags-Verhältnis von 68% gegenüber 69% im zweiten Quartal 2013, ohne Berücksichtigung der damals verbuchten Kosten im Zusammenhang mit dem Quellensteuerabkommen mit Grossbritannien
- Bruttomarge im Bereich Wealth Management Clients betrug 105 Basispunkte nach 110 Basispunkten im dritten Quartal 2012; Rückgang ist auf die nachteiligen Auswirkungen des anhaltenden Niedrigzinsumfelds zurückzuführen
- Rendite nach Steuern auf das unter Basel III zugeteilte Kapital von 26% in den ersten neun Monaten 2013 dank reduzierter Kosten und stabiler Erträge

Investment Banking im dritten Quartal 2013 mit einem Nettoertrag von CHF 2’552 Mio. und einem Vorsteuergewinn von CHF 229 Mio.
- Der Nettoertrag sank gegenüber dem dritten Quartal 2012, da das anhaltend gute Aktiengeschäft und eine hohe Emissionstätigkeit im Anleihengeschäft die Auswirkungen der schwierigen Marktbedingungen, insbesondere am Anleihenmarkt, nicht wettmachen konnten
- Anhaltender Fokus auf Kosteneffizienz: Reduzierung des Gesamtaufwands gegenüber dem dritten Quartal 2012 um 14%; weitere Rückstellungen von CHF 128 Mio. für Rechtsstreitigkeiten
- Deutliche Verbesserung der Kapitaleffizienz: Reduzierung der risikogewichteten Aktiven um USD 31 Mia. gegenüber dem dritten Quartal 2012 auf USD 169 Mia.
- Gute Rendite nach Steuern auf das unter Basel III zugeteilte Kapital von 13% in den ersten neun Monaten 2013 gegenüber 9% im Vorjahreszeitraum

Schaffung einer nicht strategischen Einheit in jeder Division
Die Credit Suisse schafft für ihre beiden Divisionen jeweils eine nicht strategische Einheit, um die Reduzierung von Kapital und Kosten mit Bezug zu nicht strategischen Aktivitäten zu beschleunigen und Ressourcen auf laufende Geschäfte und Wachstumsbereiche zu verschieben. Diese Einheiten werden innerhalb der jeweiligen Division separat geführt und ihre Finanzkennzahlen werden ab dem vierten Quartal 2013 im Quartalsbericht ausgewiesen.

Im Investment Banking umfasst die nicht strategische Einheit das bestehende Abwicklungsportfolio im Anleihengeschäft sowie Aktivitäten aus der Restrukturierung des Zinsgeschäfts, in erster Linie verbleibende nicht Basel-III-konforme Positionen und kapitalintensive strukturierte Positionen. Dazu kommen auch Kosten für Rechtsstreitigkeiten aus früheren Geschäftsaktivitäten sowie andere kleinere nicht strategische Positionen.

Im Private Banking & Wealth Management werden in der nicht strategischen Einheit verschiedene Positionen und Kosten mit Bezug zu Aktivitäten zusammengefasst, die bekanntermassen restrukturiert oder verkauft werden: Positionen der ehemaligen Division Asset Management; die Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus dem grenzüberschreitenden Geschäft mit Kunden in kleineren Märkten; Abwicklungskosten und Kosten für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus bestimmten grenzüberschreitenden Geschäften, vor allem dem ehemaligen US-Offshore-Geschäft; Auswirkungen der Restrukturierung des Onshore-Geschäfts in Deutschland.

Mit dem Modell der strategischen Einheiten innerhalb der Divisionen statt in einer separaten Einheit wird das Know-how des leitenden Managements weiterhin genutzt. Gleichzeitig werden die Finanzkennzahlen dieser Einheiten innerhalb der Divisionen separat ausgewiesen, um die Transparenz zu erhöhen. Eine angemessene Governance-Struktur wird den Abbau dieser Positionen und Kosten beschleunigen. Die Schaffung der nicht strategischen Einheiten dürfte zu einer weiteren Reduktion der Gesamtbilanz und der risikogewichteten Aktiven führen und damit Kapital freisetzen für das künftige Wachstum im Private Banking & Wealth Management sowie für die weitere Kapitalrückführung an die Aktionäre. Insgesamt werden diese Massnahmen wesentlich dazu beitragen, dass die Kapitalzuordnung zwischen den beiden Divisionen ausgeglichener wird.

Strukturelle Veränderungen im Zinsgeschäft
Die Credit Suisse restrukturiert und vereinfacht ihr Zinsgeschäft, um dessen Profitabilität zu steigern. Angesichts der jüngsten Entwicklungen, insbesondere der strengeren regulatorischen Auflagen in Bezug auf die Leverage Ratio und der zunehmenden Bedeutung des elektronischen Handels im Markt, halten wir eine Anpassung des Geschäftsmodells im Zinsgeschäft für sinnvoll. Bei Cash-Produkten konzentriert sich die Credit Suisse auf den elektronischen Handel von liquiden Produkten mit grossem Handelsvolumen. Der Bereich Zinsderivate wird auf einfachere Produkte ausgerichtet, die meist über eine Clearingstelle als zentrale Gegenpartei verrechnet werden. Gleichzeitig bleibt das Zinsgeschäft für Finanz- und Firmenkunden weiterhin ein Schwerpunkt. Diese Restrukturierung dürfte umfangreiche Ressourcen freisetzen und eine Reduzierung des Swiss Leverage Exposure um USD 60 Mia. und eine Reduzierung der risikogewichteten Aktiven um USD 7 Mia. ermöglichen.

Aktueller Stand der Kostenmassnahmen
Die Credit Suisse erzielte per Ende des dritten Quartals 2013 gegenüber der angepassten* annualisierten Kostenbasis für das erste Halbjahr 2011 Kosteneinsparungen von CHF 3,0 Mia. Die Bank hat heute ihr Kostenreduktionsziel bis Ende 2015 von CHF 4,4 Mia. auf insgesamt über CHF 4,5 Mia. angehoben, da die Schaffung der nicht strategischen Einheiten zusätzliche Einsparungen ermöglichen sollte. Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der Neuausrichtung belasteten das dritte Quartal 2013 mit CHF 38 Mio., die im Corporate Center verbucht wurden.

Kapital und Refinanzierung
Die Look-through Swiss Core Capital Ratio der Credit Suisse betrug 11,4% per Ende des dritten Quartals 2013. Bei der Berechnung dieser Quote wurde eine anteilige Abgrenzung für die erwartete Ausschüttung einer Bardividende für das Geschäftsjahr 2013 berücksichtigt. Per Ende des dritten Quartals 2013 wies die Credit Suisse eine Quote des harten Kernkapitals (CET1) nach Basel III (look-through) von 10,2% aus, nach 9,3% im Vorjahresquartal. Per Ende des dritten Quartals 2013 lag die Quote für das harte Kernkapital (CET1) nach Basel III bei 16,3%, was einer Zunahme um 1,0 Prozentpunkte gegenüber dem zweiten Quartal 2013 entspricht und auf die Reduzierung der risikogewichteten Aktiven zurückzuführen ist.

Per Ende des dritten Quartals 2013 wies die Credit Suisse eine Eigenkapitalquote gemäss den Anforderungen für das harte Kernkapital (CET1) plus Kapitalpuffer bestehend aus Pflichtwandelanleihen mit hohem Trigger von 13,2% (look-through, auf angepasster Basis) aus und erfüllt damit die Schweizer Vorgabe für 2019 von 13%.

Die Credit Suisse will das Leverage Exposure, das heisst die Bilanz inklusive Ausserbilanzpositionen, bis Ende 2013 stärker als zunächst vorgesehen reduzieren – auf CHF 1’070 Mia statt auf CHF 1’190 Mia. Grund dafür sind die Auswirkungen der Schaffung der nicht strategischen Einheiten in den Divisionen. Per Ende des dritten Quartals 2013 wies die Credit Suisse ein Swiss Leverage Exposure von CHF 1’184 Mia. aus, nach CHF 1’258 Mia. per Ende des zweiten Quartals 2013. Die Look-through Swiss Total Capital Leverage Ratio der Credit Suisse verbesserte sich auf angepasster Basis auf 3,5%. Per Ende des zweiten Quartals 2013 lag die Quote bei 2,7%.

Ferner hat die Credit Suisse ihr langfristiges Ziel hinsichtlich der Reduzierung der risikogewichteten Aktiven (look-through) für Ende 2015 von zuvor CHF 285 Mia. auf rund CHF 250 Mia. angepasst (ohne Berücksichtigung von Währungseffekten), um der Schaffung der nicht strategischen Einheiten in den Divisionen Rechnung zu tragen. Per Ende des dritten Quartals 2013 beliefen sich die risikogewichteten Aktiven der Bank (look-through) auf CHF 261 Mia.

Bezüglich ihrer Liquidität verfolgt die Credit Suisse weiterhin eine konservative Strategie. Sie verfügte per Ende des dritten Quartals 2013 über eine geschätzte langfristige Net Stable Funding Ratio (NSFR) von über 100%, basierend auf dem derzeitigen FINMA-Regelwerk, und eine kurzfristige Liquidität, welche die Anforderungen der Schweizer Vorschriften übertrifft.

Integriertes Geschäftsmodell
Die Erträge aus der divisionsübergreifenden Zusammenarbeit betrugen im dritten Quartal 2013 CHF 1’097 Mio. Das entspricht 20% des Nettoertrags der Gruppe im dritten Quartal 2013.

Private Banking & Wealth Management
Das Private Banking & Wealth Management mit den global ausgerichteten Bereichen Wealth Management Clients und Asset Management sowie dem Bereich Corporate & Institutional Clients verzeichnete im dritten Quartal 2013 einen Vorsteuergewinn von CHF 1’018 Mio. und einen Nettoertrag von CHF 3’320 Mio. Der Verkauf der ETF-Sparte und des Secondary-Private-Equity-Geschäfts Strategic Partners wurde im dritten Quartal 2013 abgeschlossen. Dies führte zu einem Kapitalbeteiligungsgewinn von CHF 237 Mio.

Der Nettoertrag blieb im Vergleich zum Vorjahresquartal nahezu unverändert. Den höheren sonstigen Erträgen und leicht höheren Kommissions- und Gebührenerträgen stand ein tieferer Zinserfolg gegenüber. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2013 verringerte sich der Nettoertrag leicht. Den tieferen transaktions- und leistungsabhängigen Erträgen und leicht tieferen wiederkehrenden Kommissions- und Gebührenerträgen standen höhere sonstige Erträge gegenüber.

Der Geschäftsaufwand betrug CHF 2’268 Mio. und sank damit um 3% gegenüber dem dritten Quartal 2012 und um 8% gegenüber dem zweiten Quartal 2013. Grund dafür war in erster Linie ein geringerer Personalaufwand und eine Aufwandsrückstellung von CHF 100 Mio. im zweiten Quartal 2013 im Zusammenhang mit dem Quellensteuerabkommen zwischen der Schweiz und Grossbritannien. Für Kreditrisiken wurden im dritten Quartal 2013 auf einem Kreditbuch von CHF 214 Mia. neue Rückstellungen von CHF 34 Mio. verbucht.

Der Bereich Wealth Management Clients verzeichnete im dritten Quartal 2013 einen Vorsteuergewinn von CHF 510 Mio. und einen Nettoertrag von CHF 2’146 Mio. Der Nettoertrag blieb im Vergleich zum Vorjahresquartal nahezu unverändert. Den höheren wiederkehrenden Kommissions- und Gebührenerträgen stand ein tieferer Zinserfolg gegenüber. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2013 sank der Nettoertrag um 8% infolge deutlich tieferer transaktions- und leistungsabhängiger Erträge, die auf eine saisonal bedingt geringere Kundenaktivität nach einem sehr guten zweiten Quartal 2013 zurückzuführen war. Die Bruttomarge lag im dritten Quartal 2013 bei 105 Basispunkten und damit fünf Basispunkte tiefer als im Vorjahresquartal. Dies ist vorwiegend auf ein weiterhin widriges Zinsumfeld und auf den Anstieg der durchschnittlichen verwalteten Vermögen zurückzuführen. Die Bruttomarge verringerte sich gegenüber dem zweiten Quartal 2013 um sechs Basispunkte, hauptsächlich infolge tieferer transaktions- und leistungsabhängiger Erträge.

Der Bereich Corporate & Institutional Clients, der Firmen- und institutionellen Kunden in der Schweiz und Banken weltweit umfassende Finanzdienstleistungen anbietet, verzeichnete im dritten Quartal 2013 einen Vorsteuergewinn von CHF 240 Mio. und einen Nettoertrag von CHF 512 Mio. Der Nettoertrag blieb im Vergleich zum Vorjahresquartal nahezu unverändert. Den höheren wiederkehrenden Kommissions- und Gebührenerträgen standen ein tieferer Zinserfolg und tiefere transaktions- und leistungsabhängige Erträge gegenüber. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2013 verringerte sich der Nettoertrag leicht infolge saisonal bedingt geringerer Handels- und Verkaufserträge und geringerer Erträge aus integrierten Lösungen. Der Geschäftsaufwand wurde gegenüber dem Vorjahresquartal um 9% reduziert, stieg jedoch leicht gegenüber dem zweiten Quartal 2013. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich im dritten Quartal 2013 auf 51%, nach 56% im Vorjahresquartal, stieg jedoch gegenüber dem zweiten Quartal 2013 um 2,0 Prozentpunkte. Im dritten Quartal 2013 wurden auf dem Kreditbuch von CHF 62 Mia. Rückstellungen für Kreditrisiken von CHF 13 Mio. verbucht, was von einem gut diversifizierten Kreditportfolio und einem wirksamen Risikomanagement zeugt.

Der Bereich Asset Management verzeichnete im dritten Quartal 2013 einen Vorsteuergewinn von CHF 268 Mio. und einen Nettoertrag von CHF 662 Mio. Der Nettoertrag stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 7% und gegenüber dem zweiten Quartal 2013 um 18%, was auf im dritten Quartal 2013 verbuchte Kapitalbeteiligungsgewinne von CHF 237 Mio. aus dem Verkauf der ETF-Sparte und des Secondary-Private-Equity-Geschäfts Strategic Partners zurückzuführen ist.

Dem Private Banking & Wealth Management flossen im dritten Quartal 2013 Netto-Neugelder von CHF 8,1 Mia. zu. Der Bereich Wealth Management Clients verzeichnete Netto-Neugelder von CHF 3,2 Mia.; den anhaltend hohen Zuflüssen aus den Emerging Markets und aus dem UHNWI-Kundensegment standen anhaltende Abflüsse im grenzüberschreitenden Geschäft in Westeuropa gegenüber. Der Bereich Corporate & Institutional Clients wies einen Netto-Neugeldzufluss von CHF 0,5 Mia. aus. Der Bereich Asset Management verzeichnete im dritten Quartal 2013 Netto-Neugelder von CHF 3,8 Mia., die insbesondere den Zuflüssen aus den Emerging Markets und bei Kreditprodukten zu verdanken waren.

Investment Banking
Das Investment Banking verzeichnete im dritten Quartal 2013 einen Nettoertrag von CHF 2’552 Mio. und einen Vorsteuergewinn von CHF 229 Mio. Das Ergebnis widerspiegelt das insbesondere im Anleihenhandel schwierige Geschäftsumfeld. Gegenüber dem Vorjahresquartal verringerte sich der Nettoertrag um 20%. Die höheren Erträge im Aktienhandel konnten die tieferen Erträge im Anleihenhandel sowie im Emissions- und Beratungsgeschäft nicht wettmachen. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2013 verringerte sich der Nettoertrag um 25%, wobei alle drei Geschäftsbereiche einen tieferen Ertrag verzeichneten.

Der Ertrag im Anleihenhandel belief sich auf CHF 833 Mio. und verringerte sich damit gegenüber dem Vorjahresquartal um 42%, was auf geringere Erträge in den meisten Bereichen des Anleihengeschäfts zurückzuführen ist. Gegenüber dem zweiten Quartal 2013 verringerte sich der Ertrag im Anleihenhandel um 34% infolge einer saisonal bedingten Abschwächung in den meisten Geschäftsbereichen, die durch die geringere Kundenaktivität aufgrund steigender Zinsen und einer Spread-Ausweitung beschleunigt wurde.

Der Ertrag im Aktienhandel belief sich auf CHF 1’065 Mio. und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahresquartal um 8%. Dies ist auf die weiterhin führende Marktposition und die günstigen Bedingungen am Aktienmarkt zurückzuführen. Nach einem sehr guten Ergebnis im zweiten Quartal 2013 verringerte sich der Ertrag im Aktienhandel im Berichtsquartal um 20%, was auf einen saisonal bedingten Abschwung zurückzuführen ist.

Das Emissions- und Beratungsgeschäft verzeichnete gegenüber dem Vorjahresquartal einen um 18% tieferen Ertrag von CHF 705 Mio. – dies insbesondere aufgrund geringerer Erträge aus Aktienemissionen und aus dem Beratungsgeschäft, die vom weiterhin sehr guten Ergebnis bei Anleihenemissionen nicht ausgeglichen werden konnten. Gegenüber dem zweiten Quartal 2013 sank der Ertrag um 22% infolge tieferer Erträge aus dem Anleihen- und Aktienemissionsgeschäft sowie dem Beratungsgeschäft entsprechend den branchenweit tieferen Volumen.

Gegenüber dem Vorjahresquartal sank der Personalaufwand um CHF 348 Mio. bzw. 24%, was auf eine niedrigere ermessensabhängige leistungsbezogene Vergütung und auf niedrigere aufgeschobene Vergütungen aus Vorjahren zurückzuführen ist. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2013 verringerte sich der Personalaufwand um CHF 337 Mio. oder 23%. Grund dafür war eine niedrigere ermessensabhängige leistungsbezogene Vergütung. Der übrige Geschäftsaufwand sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 3%, hauptsächlich aufgrund tieferer Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und tieferer Dienstleistungsgebühren, und blieb gegenüber dem zweiten Quartal 2013 nahezu unverändert.

Das Investment Banking weist per Ende des dritten Quartals 2013 risikogewichtete Aktiven nach Basel III von USD 169 Mia. aus und hat damit die Zielvorgabe von weniger als USD 175 Mia. risikogewichtete Aktiven nach Basel III per Ende 2013 bereits erfüllt.

Corporate Center
Das Corporate Center verzeichnete im dritten Quartal 2013 einen Vorsteuerverlust von CHF 562 Mio. Darin enthalten sind auch Fair-Value-Verluste auf eigene Verbindlichkeiten von CHF 68 Mio., negative Bewertungsanpassungen (Debit Valuation Adjustments, DVA) im Zusammenhang mit bestimmten Verbindlichkeiten aus strukturierten Schuldtiteln von CHF 99 Mio. und Fair-Value-Gewinne auf Stand-alone-Derivate von CHF 4 Mio. Der Verlust aus diesen Posten belief sich im dritten Quartal 2013 auf insgesamt CHF 163 Mio. Im Vorjahresquartal hatte das Corporate Center einen Vorsteuerverlust von CHF 1’071 Mio. und im zweiten Quartal 2013 einen Vorsteuerverlust von CHF 140 Mio. ausgewiesen. Das Ergebnis für das dritte Quartal 2013 berücksichtigt ferner eine Nettobelastung von CHF 189 Mio. infolge einer Umklassierung in aufgegebene Geschäftsbereiche von Erträgen und Aufwendungen aus dem Verkauf unserer ETF-Sparte und des Secondary-Private-Equity-Geschäfts Strategic Partners sowie aus dem angekündigten Verkauf des Bereichs Customized Fund Investment Group (CFIG), die im Private Banking & Wealth Management verbucht wurden.

* Die bereinigten Ergebnisse und die angepasste annualisierte Kostenbasis sind Nicht-GAAP-Finanzkennzahlen. Eine Überleitung der bereinigten Ergebnisse zu den am ehesten vergleichbaren US-GAAP-Kennzahlen ist in Anhang A «Reconciliation to underlying results – Core Results» dieser Medienmitteilung enthalten. Weitere Informationen zur Berechnung der angepassten annualisierten Kostenbasis finden sich in der Folienpräsentation zu den Ergebnissen des dritten Quartals 2013.

Für die Angaben in dieser Medienmitteilung gilt: Die Erträge und Aufwendungen sowie die Gewinne aus der Veräusserung von Geschäftsbereichen im Private Banking & Wealth Management werden in der Erfolgsrechnung der Gruppe als aufgegebene Geschäftsbereiche klassifiziert. Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit diesen Veräusserungen sind in den Ergebnissen der Division berücksichtigt, nicht jedoch in den bereinigten Ergebnissen. Siehe dazu «Format of presentation and changes in reporting» in «I – Credit Suisse results – Core Results – Information and developments» im Quartalsbericht zum dritten Quartal 2013.