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Stellungnahme der Credit Suisse zur heutigen Mitteilung der SBVg betreffend Vorauszahlung der Schweizer Banken an Grossbritannien im Rahmen der Vergangenheitsregularisierung

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) hat heute zum Stand der Umsetzung des Quellensteuerabkommens zwischen der Schweiz und Grossbritannien informiert. Gemäss der SBVg kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Garantiezahlung der Banken nicht oder nur zu einem geringen Teil wieder rückvergütet wird, dies aufgrund deutlich tiefer als erwartet ausfallender Kundenzahlungen zur Vergangenheitsregularisierung im Rahmen des Abkommens. Die Credit Suisse geht von einer Belastung ihres Ergebnisses (nach Steuern) von höchstens CHF 90 Mio. aus, welche im zweiten Quartal 2013 verbucht werden.

Gestützt auf das Quellensteuerabkommen zwischen der Schweiz und Grossbritannien, das im Oktober 2011 unterzeichnet wurde und am 1. Januar 2013 in Kraft trat, haben die Schweizer Banken eine gemeinsame Vorauszahlung von CHF 500 Mio. geleistet, um Kundenzahlungen bei der Vergangenheitsregularisierung über einen Mindestbetrag von CHF 800 Mio. zu garantieren. Wie von der SBVg mitgeteilt, sind die nicht deklarierten Vermögen von zur Zahlung verpflichteten britischen Staatsbürgern jedoch deutlich geringer als ursprünglich von den Schweizer Banken angenommen. Dies ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, unter anderem auf Selbstdeklarationen von britischen Kontoinhabern, entweder direkt bei der UK HM Revenue & Customs oder über Verfahren zur Steuerdeklaration in anderen Jurisdiktionen. Der ursprünglich avisierte Umfang an Kundenvermögen wurde zudem reduziert durch den hohen Anteil an „Resident non-Domiciled“ Personen mit beschränkter Steuerpflicht in Grossbritannien.

Gemäss dem gesetzlich verankerten Verteilschlüssel für den garantierten Betrag würde die Credit Suisse 20% der endgültigen Kosten tragen. Die Credit Suisse geht deshalb von einer Belastung ihres Ergebnisses (nach Steuern) von höchstens CHF 90 Mio. aus, welche im zweiten Quartal 2013 verbucht werden. Sollten nachfolgende Zahlungen diesen Betrag reduzieren, wird sich dies positiv auf künftige Quartalsergebnisse auswirken