Überschüssige Liquidität anlegen. Negativzinsen vermeiden.

Überschüssige Liquidität anlegen. Negativzinsen vermeiden.

In Zeiten von Negativzinsen sorgt überschüssige Liquidität in Form hoher Bargeldbestände für Kosten. Beim Liquiditätsmanagement müssen daher viele Unternehmen umdenken. Gezieltes Anlegen der Liquidität bietet spannende Alternativen zum Bankkonto.

Überschüssige Liquidität auf dem Bankkonto verursacht Zusatzkosten

Unternehmen, die in guten Phasen liquide Mittel aufbauen, können später oft davon profitieren. Beispielsweise zur Vorsorge für schlechtere Zeiten oder um sofort flüssige Mittel bereitzuhaben, wenn sich unerwartet eine strategische Chance bietet. Das Einbehalten von Gewinnen ist daher auch in vielen KMU eine bewährte und beliebte Massnahme.

Doch die historisch tiefen Zinsen stellen viele Unternehmen vor eine neue Herausforderung: Sie müssen sich die Frage stellen, was sie mit den Geldbeständen machen sollen. Denn bleibt das Kapital einfach auf dem Bankkonto liegen, wird es ab einem Schwellenwert mit Minuszinsen belastet und verursacht somit zusätzliche, aber vermeidbare Kosten. Es lohnt sich deshalb, bei den nicht betriebsnotwendigen Mitteln Alternativen zu Cash zu prüfen.

Liquiditätsmanagement mit Finanzanlagen optimieren

Finanzanlagen im Geschäftsvermögen können die negativen Folgen der Minuszinsen ausgleichen. Dafür wird zunächst die überschüssige Liquidität im Unternehmen genau definiert. Diese hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise vom Liquiditätsbedarf für den allgemeinen Geschäftsgang, von der Ausschüttungspolitik, vom Kapitalbedarf für geplante Investitionen oder auch von den benötigten strategischen und operativen Reserven.

Anschliessend kann die Anlagestrategie gewählt werden. Hierbei gilt es, die Besonderheiten und Unterschiede zu privaten Investments zu beachten. Anlageentscheide im Geschäftsvermögen sollten einer internen Anlagerichtlinie folgen, die den Geschäftsgang und die Unternehmensziele berücksichtigt. Ausserdem sind umfangreiche Buchführungspflichten bei jeder Transaktion und die steuerlichen Unterschiede zu Privatanlangen zu beachten. So sind Kapitalgewinne im Geschäftsvermögen beispielsweise nicht steuerfrei, handkehrum können Verlustvorträge bis zu sieben Jahre lang mit allfälligen Gewinnen verrechnet werden.

Anlagen von überschüssiger Liquidität unterscheiden sich von Privatanlagen

Für Anlagen von überschüssiger Liquidität stellen sich besondere Anforderungen

Quelle: Credit Suisse

Die richtigen Anlageinstrumente für überschüssige Liquidität wählen

Bei der Wahl der Instrumente, mit denen die Anlagestrategie umgesetzt wird, müssen verschiedene Punkte beachtet werden. Einerseits sollten sie möglichst sicher sein, sodass mit dem Geschäftsvermögen keine unnötigen Risiken eingegangen werden. Andererseits sollten sie möglichst Liquidität gewährleisten, damit sie bei Bedarf schnell aufgelöst und in Bargeld verwandelt werden können. Eine ausführliche Beratung hilft, die optimalen Anlageinstrumente für die spezifische Situation eines Unternehmens zu identifizieren und so die beste Lösung für die Investition der überschüssigen Liquidität zu finden.

Drei Alternativen zu Bargeldbeständen:

  • Währungsgeschäfte wie beispielsweise Dual Currency Deposits eignen sich besonders für international tätige Unternehmen, da sie nicht nur die Kosten der Negativzinsen eliminieren, sondern gleichzeitig auch die Währungsbedürfnisse des Unternehmens berücksichtigen. Die verwendeten Währungen sollten dabei dem Geschäftsbedarf entsprechen, um maximalen Nutzen zu generieren.
  • Defensive Fonds verursachen wenig Zeitaufwand für Unternehmen und tragen dazu bei, die Negativzinsen zu kompensieren und mittelfristig bei geringem Risiko kleine Erträge zu erzielen. Über diese Produkte erhalten Investoren Zugang zu institutionellen Anlagemöglichkeiten, die einzelnen Anlegern nicht zugänglich sind.
  • Individuelle Mandatslösungen und Fonds mit Mischvermögen eröffnen Unternehmen das gesamte Spektrum an Anlagelösungen. Experten legen die überschüssige Liquidität flexibel gemäss den individuellen Risiko/Rendite-Anforderungen des Unternehmens an. Unter Berücksichtigung verschiedener Renditequellen wird ein strikter und nachhaltiger Anlageprozess angewendet. Das bietet die Möglichkeit, mit einer sorgfältigen Risikoüberwachung und einem gründlichen Risikomanagement Erträge zu erzielen.

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