«escher 2021»: die traditionelle Ziegelei Gasser Ceramic

Tradition und Innovation, im Ton vereint

Obwohl Gasser Ceramic auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblickt, ist das Unternehmen nicht in der Zeit stehen geblieben. Im Gegenteil: Die Ziegelei verbindet Tradition und Handwerk gekonnt mit Innovation.

Der Grossvater legte den Grundstein für Gasser Ceramic

Als junger Mann heuert Louis Gasser im idyllischen Rapperswil im Kanton Bern bei einer kleinen Handziegelei an und rettet diese 1918 vor dem Niedergang. Um seinen Traum von einer eigenen Ziegelei zu realisieren, musste sich Louis Gasser zuerst aber gegen seinen Vater durchsetzen. Denn dieser hatte keine Freude daran, dass sein Sohn in dieses Geschäft einsteigen wollte. «Mein Urgrossvater besass ebenfalls eine Ziegelei und sah in Louis einen Konkurrenten», erzählt Rudolf Gasser, Mitinhaber und CEO von Gasser Ceramic, die Geschichte seines Grossvaters.

Trotz Abraten seines Vaters hielt Louis Gasser jedoch an seinen Plänen fest und legte somit den Grundstein für das Familienunternehmen, das heute in der dritten Generation durch Rudolf und seinen Cousin Hans Gasser geführt wird. Ein wesentlicher Wert, der dabei von Generation zu Generation weitergegeben wurde, ist die Qualität. «Unser Anspruch ist es, in jedem Aspekt, sei es beim Produkt, beim Service oder bei der Beratung, die Besten zu sein», sagt Rudolf Gasser.

Die Ziegelei setzt auf den Standort Schweiz

Dank diesem Anspruch hat sich das KMU in der Schweiz mittlerweile zum Marktführer bei Tonprodukten gemausert. «Von der Rohstoffsuche über die Gewinnung bis zum Abbau und zur Produktherstellung machen wir alles selbst und in der Schweiz», erklärt Rudolf Gasser. Dies kommt dem Unternehmen vor allem in Krisenzeiten, wie beispielweise während der Corona-Pandemie, zugute. Denn das Unternehmen ist nicht von langen Lieferketten abhängig und war dadurch stets lieferfähig – und das zum gleich bleibenden Preis.

Neben dem Hauptsitz in Rapperswil BE betreibt Gasser Ceramic vier weitere Produktionsstätten in der West- und Deutschschweiz. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Tonprodukten spezialisiert. Das sind hauptsächlich Tondachziegel und Backsteine für verschiedenste Einsatzbereiche. Zum Beispiel die Photovoltaik-Lösung Panotron, die Ziegeldach und Stromgewinnung ästhetisch und nachhaltig vereint.   

Bei der Innovation Elon Musk einen Schritt voraus

Genau das macht die Einzigartigkeit des Familienunternehmens aus: die Kombination von traditionellen Werten, Marktnähe, Weitsicht und dem Anspruch, überdurchschnittlich gute Systeme zu bieten. «Wir wollten nicht irgendeine Photovoltaik-Lösung, sondern die schönste. Mit unserer Panotron-Linie haben wir genau das erreicht», zeigt sich Rudolf Gasser stolz. Und nicht nur das.

Der Solarziegel ist auch über die Landesgrenzen hinaus einzigartig. «Unsere Solarziegel gab es bereits, bevor Elon Musk mit seinen Solar-Panels auf den Markt kam», sagt der Geschäftsführer von Gasser Ceramic. Neben der Photovoltaik-Lösung hat das Unternehmen beispielsweise mit dem Einsteinmauerwerk «Capo», dem weltweit ersten Wärmedämmstein mit Schafswollefüllung, ein weiteres innovatives Produkt im Köcher.

Wir waren Elon Musk einen Schritt voraus.

Rudolf Gasser, Mitinhaber und CEO Gasser Ceramic

Ziegel in der Produktionshalle von Gasser Ceramic

Ziegel in der Produktionshalle von Gasser Ceramic

Gesellschaftswandel verlangt neue Produkte und Systeme

Dass die Welt auf der «Grünen Welle» reitet, kommt Gasser Ceramic entgegen. Immerhin beschäftigt sich die Ziegelei mit der Verarbeitung eines der wohl ältesten Baumaterialien überhaupt – des Lehms, dessen Ursprung 25 Millionen Jahre zurückgeht.

Lehm respektive Tonprodukte scheinen in den letzten Jahren neben Beton, Stahl, Glas und Holz etwas in den Hintergrund gerückt zu sein. Das stimmt nur bedingt. «Tonprodukte werden gut nachgefragt – vielleicht nicht bei urbanen Bauprojekten, aber überall dort, wo Wohngesundheit und Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle spielen.»

Gasser Ceramic wird als Familienunternehmen weitergeführt

Rudolf Gasser hat keine Angst, dass irgendwann keine Nachfrage nach Tonprodukten mehr bestehen wird. «Die Vorteile von gebranntem Ton werden auch in der Gebäudehülle der Zukunft eine wichtige Rolle spielen», sagt Rudolf Gasser.

Und solange es diese Vorteile gibt, wird auch Gasser Ceramic noch lange bestehen – und das weiterhin als Familienunternehmen. «Die Nachfolge ist geplant, und es sieht so aus, als würde das Unternehmen in zehn Jahren von der vierten Generation in der Familie geführt werden. Das freut mich riesig und macht mich stolz», blickt Rudolf Gasser in die Zukunft.

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