Abschaffung Inhaberaktien: Bereinigung der Aktionariatsstruktur als Chance

Teilabschaffung von Inhaberaktien. Unternehmen müssen jetzt handeln.

Die Abschaffung von Inhaberaktien in der Schweiz ist in vollem Gange. Nicht kotierte Aktiengesellschaften mit Inhaberaktien müssen jetzt handeln. Was das Gesetz verlangt, wie Unternehmen richtig reagieren und welche Lösungen die Credit Suisse bietet.

Schweiz setzt partielle Abschaffung von Inhaberaktien um

Am 1. November 2019 ist das Bundesgesetz zur Umsetzung der Empfehlungen des Globalen Forums über Transparenz und Informationsaustausch für Steuerzwecke in Kraft getreten. Aus dem neuen Gesetz gehen folgende Bestimmungen hervor:

  • Die Neuausgabe von Inhaberaktien ist seit 1. November 2019 untersagt.
  • Bestehende Inhaberaktien müssen umgewandelt werden.
  • Ausnahmen bestehen für Publikumsgesellschaften und für Inhaberaktien in Form von Bucheffekten.

Was bedeutet die neue Gesetzeslage für Unternehmen mit Inhaberaktien?

Für Aktiengesellschaften und deren Verwaltungsräte besteht damit dringender Handlungsbedarf. Bis spätestens am 30. April 2021 müssen die betroffenen Unternehmen bestehende Inhaberaktien, die nicht unter das Ausnahmeregime fallen, in Namenaktien umwandeln oder neu in Form von Bucheffekten ausgeben.

Ausschlaggebend ist, dass Aktiengesellschaften die Umwandlung rechtzeitig angehen – ist dies noch nicht erfolgt, so sollten die Verantwortlichen unverzüglich Massnahmen ergreifen. Denn die notwendigen Schritte wie die Einsammlung bestehender Zertifikate oder die Statutenänderung an einer ordentlich einberufenen Generalversammlung sind sehr zeitaufwendig. Um die geforderten Änderungen im Handelsregister rechtzeitig vornehmen zu können, müssen die Verantwortlichen aus diesen Gründen mit bis zu sechs Monaten Vorlaufzeit planen.

Schritt für Schritt: So verläuft die Umwandlung bestehender Inhaberaktien

Die wichtigsten Schritte bei der Umwandlung von Inhaberaktien

So gehen nicht kotierte Aktiengesellschaften die Umwandlung der Inhaberaktien an.

Quelle: Credit Suisse

Vorbereitung ist die halbe Miete

Um die Umsetzung der neuen Bestimmungen effizient und korrekt durchzuführen, ist eine gute Vorbereitung zentral. Nur so findet sich die für das Unternehmen optimale Lösung, welche die gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Wichtige Fragen, die sich Unternehmer stellen sollten, sind:

  • Was ist die Ausgangslage meines Unternehmens?
  • Wie ist mein Aktionariat ausgestaltet?
  • Wer kann mich unterstützen?
  • Wie führe ich mein Aktionariat in Zukunft?

Warten auf Umwandlung der Inhaberaktien von Gesetzes wegen ist keine Option

Wer die erforderlichen Handlungen zu spät angeht und den gesetzlichen Termin verpasst, den dürften unangenehme Konsequenzen erwarten: Inhaberaktien, werden automatisch in Namenaktien umgewandelt. Die entsprechenden Statutenänderungen müssen dennoch nachvollzogen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist das Handelsregister für Änderungen gesperrt. Die Anpassung kann folglich nur noch auf dem Gerichtsweg erfolgen. Daher gilt umso mehr: Pünktlich ankommen bedingt, sich rechtzeitig auf den Weg zu machen.

Wir unterstützen Sie gerne. Von der Analyse bis zur Umsetzung einer professionellen Lösung.

Beratung vereinbaren This link target opens in a new window