Ganzheitliche Finanzberatung für Geschäftsinhaber

Strategische Finanzberatung für KMU. Geschäftlich und privat.

Unternehmerinnen und Unternehmer wollen vor allem eines: Ihr Geschäft soll florieren. Dafür stellen sie vieles hinten an, unter anderem den Aufbau eines Privatvermögens, aber auch Fragen zu den Themen Vorsorge oder Nachfolge. Andreas Gerber und Andreas Arni von der Credit Suisse zeigen im Gespräch auf, wie die Bank Firmen strategisch begleitet und dabei das Wesentliche im Blick behält.

Die Credit Suisse positioniert sich schon seit einiger Zeit als «Bank für Unternehmer». Waren Sie das nicht schon immer?

Andreas Gerber: Die Credit Suisse wurde im Jahr 1856 von Alfred Escher gegründet, einem der grössten Unternehmer seiner Zeit. Darum gehört das Unternehmertum seit jeher zur DNA unserer Bank. Was wir heute «Bank für Unternehmer» nennen, geht aber viel weiter: Ein Firmeninhaber ist ja immer auch eine Privatperson. Mit unserer «Bank für Unternehmer»-Strategie verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz bei der Betreuung von Unternehmerinnen und Unternehmern.

Andreas Arni: Das bedeutet, wir decken neben den typischen KMU-Lösungen wie Finanzierungen, Leasing, Zahlungsverkehr oder Internationalisierung auch alle Themen ab, die gleichzeitig Geschäftliches und Privates tangieren: den Aufbau des Unternehmens- sowie des privaten Vermögens, die Altersvorsorge, die Optimierung der steuerlichen Situation, die Nachfolgregelung. Früher verhinderten bankinterne Barrieren eine solche Gesamtbetrachtungsweise. Diese Barrieren gibt es nicht mehr.

Haben Sie für die ganzheitliche Betrachtung ein anschauliches Beispiel?

Gerber: An der Nachfolgeregelung kann man das gut aufzeigen: Sagen wir, ein Geschäftsinhaber entscheidet sich, die Firma an seine Tochter weiterzugeben. Davor möchte er einen Teil des Firmenvermögens herauslösen und für sich selbst beziehen. Damit benötigt die Tochter als neue Mehrheitsaktionärin eine Finanzierung zum Erwerb der Aktien – dies decken wir über das Firmenkundengeschäft ab. Ihr Vater erhält einen bestimmten Betrag ausgezahlt und hilft der Tochter mittels Stehbetrag bei der Aktienfinanzierung. Hier sind wir nun schon automatisch auf der privaten Ebene. Er bekommt also das Geld. Was macht er nun damit? Wie geht er seine Vorsorge an? Wie kann er seine Steuern optimieren – für das Unternehmen und für ihn privat?

Arni: Früher wäre der Geschäftsinhaber von einem Firmenkundenberater und einem Privatkundenberater der Bank separat betreut worden – wahrscheinlich, ohne dass diese miteinander kommuniziert hätten. Die Beratungsstrategie richtete sich am internen Aufbau der Bank aus und in vielen Banken ist das noch heute so. Die Credit Suisse hat die Nachteile eines solchen Modells erkannt und ihre Strategie vor einigen Jahren geändert – mit Erfolg. Wir orientieren uns nun an den gesamten Bedürfnissen des Kunden.

Gerber: Es geht uns darum, einen Dialog auf Augenhöhe zu führen. Wir wollen den Unternehmer verstehen, seine Herausforderungen begreifen. Nur so können wir in jeder Situation die richtige Lösung auf den Tisch bringen – sei es für die Bedürfnisse der Firma oder für jene, die sein privates Vermögen betreffen.

Wie zeigt sich die geänderte Strategie der Bank intern?

Arni: Firmenkunden- und Privatkundenbereich sitzen sehr nah beisammen und betreuen viele Geschäftsinhaber im Team. Die Abteilungen sind sehr durchlässig, weil die zuständigen Berater eng miteinander kommunizieren. Das überzeugt unsere Kunden und wir werden deshalb oft gleich zum strategischen Partner des KMU. Dieses profitiert dann auch von einer Reihe an Zusatzleistungen.

In welcher Phase eines Unternehmens beginnt idealerweise eine ganzheitliche Bankbetreuung?

Arni: Das ist ganz unterschiedlich. Theoretisch beginnt sie mit der Firmengründung, aber kleinere Firmen haben anfangs oft sehr überschaubare Bedürfnisse: Zahlungsverkehr, Kreditkarte, ein Konto – mehr braucht es nicht. Sobald das KMU aber wächst und profitabel wird, stellt sich auch die Frage der privaten Finanzplanung.

Gerber: Dazu muss man wissen, dass die meisten Inhaber nicht liquide sind: Profite werden oftmals gleich wieder investiert. Wir sehen aber häufig Geschäftsführer, die gar keine Zeit haben, sich darüber weiterführende Gedanken zu machen, denn das Tagesgeschäft dominiert.

Arni: Es lohnt sich sehr, von Zeit zu Zeit die eigene Vermögensstrategie zu überdenken und zusammen mit einem Experten Optionen prüfen zu lassen. Es ist ja eine Art Risikoabwägung gegenüber sich selber, gegenüber der Familie und dem Unternehmen.

Was sind in Bezug auf das erwähnte Risiko die wichtigsten Punkte?

Gerber: Neben einer gut organisierten Nachfolgeregelung sind das sicherlich steuerliche Fragen und die Altersvorsorge. Unternehmer haben ihre Vorsorgegelder gerne im Unternehmen. Das ist verständlich, aber man kann das Risiko nicht wegdiskutieren. Jedes Geschäft beinhaltet Risiken, die nicht immer voraussehbar sind. Darüber muss sich der Unternehmer bewusst sein und prüfen, ob es andere Vorsorgelösungen gibt, die nicht denselben Risikozyklen ausgesetzt sind wie seine Firma.

Arni: Das ist ein wichtiger Punkt. Die Credit Suisse hat Ende 2018 eine neue 1e-Vorsorgelösung für KMU lanciert, die es Geschäftsinhabern ermöglicht, eine unabhängige zweite Säule aufzubauen. Auch im Hinblick auf die Optimierung von Steuern kann es sinnvoll sein, eine langfristige Strategie zu verfolgen und nicht alle Gelder im Unternehmen zu lassen.

Sie haben vorhin Zusatzdienstleistungen erwähnt, in deren Genuss Ihre Kunden kommen. Was meinten Sie damit?

Gerber: Dazu gehört beispielsweise unser Netzwerk. Als regional agierende, aber international tätige Bank verfügen wir über ein bedeutendes Netzwerk, das für viele Firmen sehr hilfreich sein kann. Eines der besten Beispiele ist der Swiss Venture Club (SVC), mit dem wir im Zweijahresrhythmus in sieben Regionen der Schweiz Unternehmer vor einem grossen Publikum und mit grosser Medienwirksamkeit für ihre Leistung auszeichnen. Allein in Zürich haben wir beim Prix SVC jeweils 2500 Gäste, darunter auch Investoren. Und das Netzwerk wird genutzt.

Arni: Wir pflegen auch eine sehr aktive Unternehmer-Community, über die sich Inhaber von KMU treffen können. Es gibt Fachveranstaltungen, soziale Events, man besichtigt andere Unternehmen, erzählt seine Story, erhält Feedback, knüpft Kontakte.

Gerber: Meines Wissens sind wir auch die einzige Bank, die etwas für die Verwaltungsräte tut. Am sogenannten Chairman’s Table geben wir KMU-Verwaltungsräten regelmässig die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen.

Gibt es auch Netzwerke für Start-ups?

Arni: Absolut. Wir veranstalten Fundraising Events für junge Gründer, zu denen auch erfahrene Unternehmer eingeladen werden. Diese stellen nicht nur Geld, sondern auch ihr Know-how zur Verfügung, indem sie beispielsweise im Verwaltungsrat Einsitz nehmen und ihre Netzwerke teilen. Diese Anlässe finden sehr grossen Zuspruch.

Gerber: Es ist eine echte Win-win-Situation. Das Start-up erhält eine Finanzierung und Know-how, der Unternehmer die Chance, in etwas zu investieren, an das er glaubt.
Wir fördern Start-ups aber auch mit unserem Engagement des TOP 100 Swiss Startup Award. Hier werden die 100 zukunftsträchtigsten Start-ups ausgezeichnet, die jünger als fünf Jahre sind.

Bieten Sie weitere Netzwerkmöglichkeiten für Unternehmer?

Arni: Eine wichtige interne Plattform haben wir noch nicht erwähnt: unsere Firmenbörse. Manchmal haben wir Kunden ohne Nachfolger. Für diese können unsere Kundenberater auf der Plattform nach einem Match suchen.

Gerber: Veränderte Rahmenbedingungen erfordern Agilität, Anpassungsvermögen und Kundenorientierung. Wenn der Unternehmer frühzeitig strategisch vorgeht, kann seine Firma viele Generationen überleben. Die von Alfred Escher gegründete Credit Suisse ist das beste Beispiel dafür.

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