Export: Deutschland und die USA sowie weitere wichtige Länder

Export in reife Märkte. Fünf wichtige Länder auf einen Blick.

Die Schweiz ist ein Exportland. Ein Grossteil der Exporte geht nach Deutschland, dicht gefolgt von den USA. Auch Frankreich, Kanada und Japan bieten grosses Potenzial. Erfahren Sie, wie sich die Exporte in diese Länder entwickelt haben und was Sie beim Export beachten sollten.

Schweizer Exporte wachsen stark

In den letzten 20 Jahren sind die Schweizer Exporte stark gestiegen. Vergangenes Jahr exportierte die Schweiz Waren im Wert von 233 Milliarden Schweizer Franken, 1998 waren es erst 109 Milliarden. Die meisten Exporte gehen nach Deutschland, gefolgt von den USA und Frankreich. Deutlich geringere Anteile an den Schweizer Exporten haben Kanada und Japan. Für die Zukunft dürften diese beiden Länder aber bedeutsam sein. Kanada weist eine hohe Wachstumsdynamik auf. Japan ist insbesondere für den gesundheitsnahen Bereich und für Luxusgüter spannend.

Exportwachstum 1998–2018

Schweizer Exporte nach Destinationen

Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse 

Export nach Deutschland ist für die Schweiz zentral

Als mit Abstand wichtigstem Handelspartner gebührt Deutschland hohe Aufmerksamkeit. Ein Fünftel aller Schweizer Exporte geht ins nördliche Nachbarland. Besonders für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie), die Teile für die Autoindustrie zuliefert, ist Deutschland wichtig. Zurzeit durchlebt die deutsche Autoindustrie zwar eine Schwächephase, trotzdem dürften die Schweizer Exporte in den nächsten Jahren weiter zulegen.

Zu beachten ist beim Export nach Deutschland allerdings der hohe Wettbewerbsdruck. Schweizer Exporteure müssen sich klar positionieren und ein Alleinstellungsmerkmal ausweisen können. Gefragt sind innovative Produkte, die sowohl die Digitalisierung berücksichtigen wie auch den zunehmenden Wunsch nach Nachhaltigkeit.

Exporte in die USA wachsen überdurchschnittlich

In die USA werden nicht nur die zweitmeisten Schweizer Produkte exportiert, die Exportumsätze dorthin sind in den letzten 20 Jahren auch besonders stark gestiegen – um über 6 Prozent jährlich. Deshalb waren die USA in den vergangenen Jahren ein wichtiger Wachstumstreiber für den Schweizer Handel. Zwei Drittel der Exporte in die Vereinigten Staaten machen Waren aus den Sparten Pharma und Medizintechnik aus. Doch auch für andere Schweizer Branchen sind die USA wichtig.

Wie in Deutschland ist allerdings auch beim Export in die USA der Wettbewerbsdruck hoch. Gleichzeitig sind die Staaten ein riesiger Markt. Das birgt Chancen, aber auch Gefahren. Eine vertiefte Markt- und Kundenanalyse ist für Schweizer Exporteure zwingend.

Exporte nach Frankreich sind rückläufig

Frankreich belegt knapp vor Italien Platz 3 in der Schweizer Ausfuhrstatistik, kommt aber im Vergleich zu Deutschland nur auf gut ein Drittel des Exportvolumens. Für die Pharmaindustrie wie auch die Chemiebranche ist unser westliches Nachbarland jedoch bedeutsam. Seit der Wirtschaftskrise vor zehn Jahren sind die Exporte allerdings rück­läufig. Auch in den nächsten Jahren dürfte der französische Industriesektor kaum zum Wachstum zurückfinden.

Nischen für ein neues Produkt können aber immer noch gefunden werden. Neben einer an Frankreich angepassten Geschäftsstrategie ist auch eine gute Preisstrategie wichtig. Zwar wird «Swissmade» geschätzt, doch der Preis entscheidet ebenso.

Export nach Kanada hat noch viel Potenzial

Kanada rangiert zwar mit einem Exportvolumen von 3,7 Milliarden Franken nur auf Platz 14 der wichtigsten Schweizer Exportländer, doch stiegen die Exporte in den letzten 20 Jahren um jährlich 7,5 Prozent. Das Land dürfte daher an Bedeutung gewinnen. Zwei Drittel der Exporte stammen aus der Pharmaindustrie. In den letzten Jahren konnten sie stark zulegen. Auch der Export von Medizintechnikgeräten, Uhren und Autoteilen wächst.

Angesichts der wirtschaftlichen Grösse exportiert die Schweiz bislang aber wenig nach Kanada. Entsprechend besteht für Schweizer Exporteure noch zusätzliches Wachs­tumspotenzial.

Exporte nach Japan stehen im Zeichen einer alternden Bevölkerung

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist Japan die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt. Allerdings hat sich das Wirtschaftswachstum aufgrund der alternden Bevölkerung ver­langsamt. Auch das Wachstum der Schweizer Exporte nach Japan wurde gebremst. Diese sind zuletzt allerdings wieder stärker gestiegen.

Die Überalterung in Japan bietet denn auch Chancen, insbesondere für die Pharma- und für die Medizintechnikindustrie. Beide Wirtschaftszweige sind für die Hälfte der Schweizer Exporte ver­ant­wortlich. Auch Luxusgüter wie Uhren und Produkte aus der MEM-Industrie sind gefragt.

Wünschen Sie Unterstützung beim Exportieren in reife Märkte?

Termin vereinbaren This link target opens in a new window
Wir helfen Ihnen gerne weiter. Rufen Sie uns unter der Telefonnummer +41 (0)800 88 88 71 an.