Protektionismus: Schweizer KMU trotzt Handelshemmnissen

Entgegen dem Protektionismus: PIEGA Switzerland setzt stark auf Export.

Trotz Protektionismus exportieren – die Firma PIEGA Switzerland zeigt, wie das geht. Geschäftsführer Manuel Greiner erzählt im Video, auf welche Handelshemmnisse PIEGA als Schweizer KMU im Export trifft und wie die Firma trotz Exporthürden Erfolg erzielt.

Export ist für Schweizer KMU zentral

Spricht man von einem Schweizer Präzisionsunternehmen, das aus Leidenschaft für Musik entstand, dann muss es die PIEGA SA sein. Die Firma hat sich im Bereich Consumer Electronics über die letzten drei Jahrzehnte zum führenden Schweizer Hersteller von Lautsprechern im mittleren bis gehobenen Preissegment etabliert. Die PIEGA-Lautsprecher zeichnen sich durch hohe Qualität und elegantes Design aus. So verwundert es nicht, dass das Unternehmen seine hochwertigen Produkte längst nicht mehr nur in der Schweiz vertreibt.

«Wir exportieren etwa 70 Prozent unserer Produkte», sagt Manuel Greiner, Geschäfts­führer der PIEGA SA. «Der Schweizer Markt ist extrem wichtig für uns, aber natürlich auch limitiert. Um zu adäquaten Preisen produzieren zu können, brauchen wir die Produktionsmenge aus dem Export.» Traditionell ist Europa Hauptmarkt für PIEGA, neben Deutschland und Österreich insbesondere Benelux und Skandinavien. «In den letzten Jahren ist jedoch Asien als Markt für unsere Produkte stark gewachsen», so Manuel Greiner. Vor allem Hongkong habe als Zielmarkt extrem dazugewonnen.

PIEGA SA: erfolgreich im Export trotz Protektionismus

Manuel Greiner, CEO der PIEGA SA, spricht über Herausforderungen im Export und erklärt, wie das Unternehmen Handelshürden sowie Protektionismus überwindet.

Protektionismus und Handelshürden belasten den Handel

Mit wachsendem Export treffe das Unternehmen aber auch zunehmend auf Herausfor­derungen im Handel. Diese haben sich aufgrund von Handelshürden und zunehmendem Protektionismus verstärkt. Insbesondere hohe Zollabgaben und neue Gesetzgebungen in den Exportdestinationen würden PIEGA den Handel erschweren. Wo das Unternehmen konkret auf Handelshemmnisse stösst und wie es damit erfolgreich umzugehen weiss, erzählt der Geschäftsführer im Video.

Ein Schweizer KMU entsteht: Aus Passion wird Unternehmertum

Der Erfolg und der hohe Exportanteil von PIEGA lassen kaum darauf schliessen, dass dieses Unternehmen seine Anfänge in einer Garage fand. Die PIEGA SA wurde 1986 von Kurt Scheuch, Leo Greiner und Christian Schmid gegründet. Leise Töne sind Kurt Scheuchs und Leo Greiners Passion, ebenso die lauten – solange sie kristallklar sind. Diese Liebe zu gutem Klang brachte die beiden zusammen und liess daraus PIEGA wachsen. Beide Gründer hatten vorher unabhängig voneinander Lautsprecher gebastelt und diese im erweiterten Freundeskreis verkauft: Kurt Scheuch war bekannt für Laut­sprecher mit hoher Tonqualität und Leo Greiner für ästhetische Modelle.

Christian Schmid war es, der die beiden ermunterte, sich zusammenzutun und aus der geteilten Passion ein professionelles Geschäft zu machen. Die Idee sei prima, meinte Leo Greiner damals, doch sie hätten kein Geld. Daran sollte es aber nicht scheitern. Der Vater von Christian Schmid bürgte bei der Schweizerischen Volksbank für die Jungunter­nehmer. 1986 begannen Kurt Scheuch und Leo Greiner im Keller von Leo Greiners Haus, gemeinsam Produkte zu entwickeln. Drei Jahre später zogen sie an den heutigen Firmensitz in Horgen und bald schon hatten sie sich von der Bank emanzipiert, da sie keine Kredite mehr benötigten.

Mit der richtigen Finanzierung trotz Handelshemmnissen wachsen

Dank innovativem Unternehmertum wuchs die Firma schnell heran und machte sich auch international einen Namen. Seit 2018 führen nun Leo Greiners Söhne, Manuel und Alexander Greiner, gemeinsam mit Thomas Müller das Unternehmen in zweiter Generation. Für ein gesundes Wachstum trotz erschwerten Exportbedingungen sei aber auch der richtige Finanzpartner wichtig. «Die Zusammenarbeit mit der Credit Suisse schätzen wir sehr. Wir haben einen regen Austausch mit unserem Kundenberater, der uns auch kurzfristig bei unerwarteten Problemen zu Hilfe kommt. Die Bank geht dabei gänzlich auf unsere individuellen Bedürfnisse ein», sagt Manuel Greiner.