Zahlungsverkehr: innovative Produkte im Digital Banking

Digitaler Zahlungsverkehr – Effizienzgewinne für Unternehmen

Die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs schreitet voran. Mit digitalen Lösungen bieten Finanzinstitute ihren Kunden einfachere und sichere Zahlungsmodalitäten – so auch die Credit Suisse. Von QR-Rechnungen, eBill und Co.

Angebot im Zahlungsverkehr wächst kontinuierlich

Effizienz und Sicherheit sind für Schweizer Unternehmen in vielerlei Hinsicht zentral. Gerade alltägliche Prozesse möchten Unternehmerinnen und Unternehmer schnell, einfach und sicher handhaben können. Die fortschreitende Digitalisierung kommt diesem Bedürfnis nach und bietet die Grundlage für ausgeklügelte Innovationen, die Unternehmen wichtige Aufgaben erleichtern.
 

Die Credit Suisse als Bank für Unternehmer legt grossen Wert auf die Weiterentwicklung von Prozessabläufen, die auf die neusten Entwicklungen am Markt und auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ausgelegt sind. Das umfassende Angebot im Zahlungsverkehr reicht von Basislösungen bis hin zu den komplexesten Multibanking-Cash-Management-Instrumenten und deckt jedes Kundenbedürfnis. Die Credit Suisse Experten begleiten Unternehmerinnen und Unternehmer in der Evaluierungsphase von der Bedarfsanalyse bis zur Implementierung der passenden Lösung.

Digitaler Zahlungsverkehr bietet Unternehmen innovative Lösungen.

Innovative digitale Zahlungslösungen sollen den Zahlungsverkehr künftig noch schneller, zuverlässiger und sicherer machen. Hierfür sind ausgereifte Systeme und fortschrittlich denkende Dienstleister zentral. Schweizer Unternehmen sowie deren Endkunden dürften Rechnungsstellungen und Zahlungen in naher Zukunft bedeutend einfacher durchführen können. Mehr Transparenz im Prozess ermöglicht den Nutzern der digitalen Infrastruktur zudem eine bessere Übersicht über den Geldfluss.

Betreiberin der Infrastruktur für den Schweizer Finanzplatz ist SIX. Das Unternehmen verbindet Finanzinstitute, Dienstleister und Konsumenten und bietet ihnen innovative, kundenorientierte Produkte. «Mit der Digitalisierung möchten wir die technischen Grundlagen der Teilnehmenden am Schweizer Finanzplatz vereinheitlichen», sagt Jürg Schneider, Leiter Media Relations bei SIX. «Hierfür stehen wir im ständigen Austausch mit den Banken, darunter auch die Credit Suisse, um sowohl deren Bedürfnisse als auch die ihrer Kunden zu ermitteln.»

Über innovative Lösungen im Zahlungsverkehr und welche Vorteile diese Schweizer Unternehmerinnen und Unternehmern bieten, spricht Boris Brunner, Leiter Account & Partner Management bei SIX, im Interview.

Herr Brunner, am 30. Juni 2020 wird die QR-Rechnung schweizweit eingeführt. Was bedeutet diese neue Zahlungsmodalität für Schweizer Unternehmen?

Die QR-Rechnung bringt mehrere Vorteile mit sich. Beispielsweise kann der Rechnungssteller die QR-Rechnung selber auf weisses Papier drucken und je nach Bedürfnis mit digitalen Lösungen ergänzen. Heute sind auf Rechnungen zudem zahlreiche Informationen abgedruckt, die dann mit dem QR-Code direkt ins Buchhaltungssystem übernommen werden können. Der Empfänger hingegen braucht im E-Banking keine Nummern mehr von der Rechnung abzutippen, was die Fehlerquote und den Aufwand bei Zahlungen deutlich verringert.

Welche Voraussetzungen muss ein Unternehmen zur Anwendung der QR-Rechnung erfüllen?

Grundsätzlich stellt die QR-Rechnung keine neuen Voraussetzungen an ein Unternehmen. Falls das Unternehmen heute eine Software zur Zahlung der Einzahlungsscheine nutzt, ist diese bis zum 30. Juni 2020 anzupassen. Für die Erstellung der QR-Rechnung braucht es ebenfalls eine Anpassung der Software. Diese kann aber auch später nachgeholt werden.  

Sie sagten, die QR-Rechnung diene als Bindeglied in der Überführung zur Rechnungsstellung mit eBill. Wieso nicht direkt eBill für die ganze Schweiz einführen?

Das Schwierigste bei der Digitalisierung ist immer, die Gewohnheiten der Nutzer zu ändern. Den ersten Einzahlungsschein gab es vor mehr als 110 Jahren und den Einzahlungsschein, wie wir ihn heute nutzen, kennt die Schweiz bereits seit etwa 20 Jahren. Eine Umstellung sollte also schrittweise erfolgen und bedarf immer etwas Zeit. Die QR-Rechnung hält sich an bekannte Muster des heutigen Einzahlungsscheins und verbindet sie mit digitalen Elementen. Daher ist die Einführung der QR-Rechnung ein günstiger Zeitpunkt, um Produkte zur Rechnungsstellung sowie deren Prozesse neu zu bewerten und gegebenenfalls anzupassen.

Welchen konkreten Vorteil sehen Sie für Unternehmen bei der Lösung eBill?

Einerseits eliminiert eBill die Fehlerquote für Rechnungsempfänger. Andererseits ist diese Lösung zeitsparend, sicher und umweltfreundlich. Weiter, und genau das sehe ich auch als grossen Vorteil für Firmenkunden, werden Zahlungen mit eBill in Zukunft für mehrere Personen zugänglich. Jede befugte Person wird also via E Banking auf eBill die Rechnungen einsehen oder auslösen können.

Welche weiteren digitalen Anwendungen dürfen Schweizer Unternehmen im Zahlungsverkehr erwarten?

Derzeit bereits im Pilotbetrieb zwischen den Banken und SIX, für die Benutzer aber schon komplett ausgereift, befindet sich b.Link. Dies ist eine Anwendung des Open Banking. Mit b.Link stellt SIX dem Schweizer Finanzplatz eine Plattform mit standardisierten Schnittstellen für den Datenaustausch (API) zwischen Banken und Third Party Providers (TPP), also Software- und Serviceanbietern, zur Verfügung. Über dieses Netzwerk tauscht man beispielsweise Zahlungsverkehrsdaten untereinander aus, um so innovative Lösungen für Kontoinformationen und Zahlungseinlieferungen anzubieten.  

Was bietet eine solche Plattform Firmenkunden?

Nun, als einheitliche Lösung für die Schweiz ist b.Link sehr effizient und stellt den standardisierten Datenaustausch sicher. Während heute vereinzelte Banken, darunter auch die Credit Suisse, eine Multibanking-Lösung im Online Banking anbieten, ist b.Link als einheitliche Lösung für Kunden viel einfacher zu nutzen. Kunden werden zukünftig jederzeit eine Übersicht über all ihre Bankbeziehungen haben und somit eine umfangreiche Transparenz über Konto- und Zahlungsinformationen erlangen.

Zu mehr Transparenz verhilft auch der gpi Payment Tracker Service?

Genau. SWIFT-Auslandzahlungen werden im Interbank-Zahlungsverkehr gpi-fähig gemacht. Sowohl Finanzinstitute wie auch deren Kunden können mit dem SWIFT gpi Payment Tracker Service mehr und aktuelle Detailinformationen im Zahlungsprozess einsehen.  

Mit Digital Banking Harmonie im Schweizer Zahlungsverkehr schaffen

Zukünftig möchte SIX weiter an der Harmonisierung des Schweizer Zahlungsverkehrs arbeiten. «Unser Ziel ist es, die Infrastruktur zu vereinheitlichen und somit für Banken und deren Kunden den Geldfluss zu vereinfachen», so Jürg Schneider von SIX. Das Unternehmen treibt seine Lösungen stetig voran, um das Angebot gemeinsam mit den Banken zu erweitern.

Diesen Prozess unterstützt auch die Credit Suisse, deshalb arbeitet sie eng mit SIX zusammen. So beteiligt sich die Bank beispielsweise am Projekt b.Link an vorderster Front und ist ebenfalls dem Service SWIFT gpi angeschlossen sowie bei der Weiterentwicklung von eBill stark engagiert. Effizienz, Transparenz und Sicherheit für die Kunden stehen dabei immer an erster Stelle.

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