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Die Schweizer KMU-Wirtschaft 2018 in robuster Verfassung

Der globale Wettbewerb, Wechselkursschwankungen und die Digitalisierung beschäftigen die Schweizer KMU auch im Jahr 2018. Gemäss internationalen Rankings schneidet die Schweiz als eines der konkurrenzfähigsten Länder gut ab. Wie schätzen die KMU selbst die Wettbewerbsfähigkeit ein? Die KMU-Studie der Credit Suisse klärt auf.

Schweizer KMU schätzen den Standort Schweiz

Die Schweiz schlägt sich laut internationalen Ranglisten im weltweiten Wettbewerb gut und zählt zu den konkurrenzfähigsten Ländern der Welt. Im «IMD World Competitiveness Ranking» von 2018 belegt die Schweiz Rang fünf. Doch wie schätzen die Schweizer KMU die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz ein und wo positionieren sie sich selbst im globalen Wettbewerb? Die Credit Suisse stellte über 1000 Unternehmen in der Schweiz diese und weitere Fragen im Rahmen ihrer KMU-Studie.

Das Ergebnis ist grundsätzlich erfreulich: Die Schweizer KMU sehen die Schweiz als durchaus wettbewerbsfähigen Standort. Dies trotz Herausforderungen, denen sich die KMU stellen müssen und die sie laufend zur Weiterentwicklung zwingen. Dazu gehört unter anderem die zunehmende Konkurrenz im internationalen Wettbewerb. So steigt beispielsweise die Präsenz der Schwellenländer auf dem Markt, die sich zunehmend als ernstzunehmende Mitbewerber entpuppen. Erfahren Sie im Video, wie die Schweizer KMU die Herausforderungen meistern und wie nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz wirklich ist.

Schweizer KMU-Studie 2018 – die spannendsten Fakten

Erfahren Sie im Video mehr zum internationalen Wettbewerb und darüber hinaus, wie die Schweizer KMU trotz Wechselkursschwankungen und zunehmender Digitalisierung ihre Wettbewerbsposition halten möchten. 

Wechselkursschwankungen: Wie stark sind Schweizer KMU betroffen? 

Die langfristige Entwicklung des Frankens dürfte für die Wettbewerbsfähigkeit vieler Schweizer KMU ein wichtiger Faktor sein. Zwar haben sich die Währungsturbulenzen und der Frankenschock 2015 rückblickend weniger stark als befürchtet auf die KMU ausgewirkt. Ein starker Franken könnte aber auch in Zukunft eine Herausforderung für die Wettbewerbsfähigkeit der KMU sein.

Die Befragung der Schweizer KMU zeigt, dass KMU mit bedeutender ausländischer Konkurrenz die Wechselkursschwankungen eher als eine Herausforderung einschätzen als KMU, die keine ausländischen Mitbewerber haben. Auch fühlen sich Schweizer KMU, die mehr als 33 Prozent Auslandumsätze erwirtschaften, deutlich stärker von den Schwankungen betroffen. KMU ohne Auslandumsätze hingegen weniger. Knapp 60 Prozent letzterer sehen in den Wechselkursschwankungen gar keine Herausforderung.

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KMU mit Auslandkontakt sind viel stärker betroffen

Quelle: Credit Suisse KMU-Umfrage 2018

Digitalisierung: Risiko oder Chance für die KMU?

Die vierte industrielle Revolution erfasst den ganzen Globus und ist auch für die Schweizer KMU ein wichtiges Thema. Denn die Digitalisierung ist ein sicherer Treiber des nationalen und globalen Wettbewerbs. Die Schweizer KMU sehen die Digitalisierung aber eher positiv. Knapp 50 Prozent der KMU sind überzeugt, dass die Digitalisierung ihrem Unternehmen hilft, effizienter zu werden. Nur 16 Prozent der befragten KMU empfinden die Digitalisierung als Risiko für ihr Unternehmen. Ein Drittel glaubt, auf absehbare Zeit nicht von der Digitalisierung betroffen zu sein. Deren Einschätzung mag durchaus zutreffend sein, aber vermutlich unterschätzt ein Teil dieser KMU die Wucht des technologischen Wandels.

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KMU sehen in Digitalisierung vor allem Chancen

Quelle: Credit Suisse KMU-Umfrage 2018

Optimistisch ist auch Vincenzo Montinaro, CEO des Textilunternehmens AG Cilander. Er sieht die Digitalisierung als grosse Chance. «Mithilfe der Digitalisierung sollen Fortschritte in der Technologie ermöglicht sowie Energie- und Prozesseffizienz gesteigert werden», erklärt der CEO in der KMU-Studie. Die AG Cilander investiert gerade in die Modernisierung ihrer Werke, mitunter in die Digitalisierung.

Vicenzo Montinaro und zwei weitere Geschäftsführer von Schweizer KMU, die für die Studie interviewt wurden, sind sich einig: Der Standort Schweiz hat viele Vorteile. Besonders das hohe Ausbildungsniveau und das Fachwissen der Arbeitskräfte sprechen für die Alpenrepublik. Welche weiteren Auswirkungen und Veränderungen die gegenwärtigen Herausforderungen mit sich bringen, ist aber schwer vorherzusagen. In der KMU-Studie 2018 der Credit Suisse wird deutlich, dass ein hoher Grad an Innovation eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltig hohe Wettbewerbsfähigkeit ist.