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Allgemeine Information

Garantien und Bürgschaften

Erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Garantiearten und ihre Bedeutung.

Arten von Garantien

Offertgarantie (Bid Bond)

Offertgarantien werden häufig im Rahmen öffentlicher Ausschreibungen verlangt. Die Offertgarantie soll ein Unternehmen davon abhalten, eine Offerte einzureichen und den ihm erteilten Auftrag anschliessend nicht anzunehmen/auszuführen. Der Käufer will sich damit gegen die Einreichung unseriöser und unqualifizierter Angebote absichern.

Die Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Garantie ist üblicherweise die schriftliche Erklärung des Begünstigten, dass der Bieter im Anschluss an die Zuschlagserteilung den entsprechenden Vertrag nicht innerhalb der dafür festgesetzten Zeit unterschrieben hat und/oder die vorgeschriebene Erfüllungsgarantie nicht beigebracht hat.

Erfüllungsgarantie (Performance Bond)

Die Erfüllungsgarantie dient als Sicherstellung für allfällige Kosten, die dem Käufer entstehen können, falls eine Lieferung oder Leistung nicht vertragsgemäss oder nicht rechtzeitig erfolgt.

Als Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Garantie gilt üblicherweise die schriftliche Erklärung des Begünstigten, dass der Verkäufer seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht fristgemäss oder ordnungsgemäss nachgekommen ist.

Anzahlungsgarantie (Advance Payment Guarantee)

Die Anzahlungsgarantie dient als Sicherstellung für die Rückerstattung einer vom Käufer geleisteten Vorauszahlung, sofern der Verkäufer die bestellte Ware nicht oder nicht vertragsgemäss liefert.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Garantie ist üblicherweise die schriftliche Erklärung des Begünstigten, dass der Verkäufer seine vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäss oder vertragsgemäss erfüllt hat.

Gewährleistungsgarantie (Warranty Bond)

Die Gewährleistungsgarantie dient als Sicherstellung dafür, dass die bestellte Ware die zugesagten/vereinbarten Eigenschaften aufweist.

Die Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Garantie ist üblicherweise die schriftliche Erklärung des Begünstigten, dass der Exporteur seinen vertraglichen Gewährleistungsverpflichtungen nicht vertragsgemäss nachgekommen ist.

Konnossementsgarantie (Letter of Indemnity, LOI)

Transportdokumente, genannt Konnossemente, können verloren gehen oder in der Postbeförderung eine Verspätung erleiden. Der Frachtführer kann schadenersatzpflichtig werden, wenn er eine Warensendung aushändigt, ohne dafür die Originalkonnossemente erhalten zu haben. Der durch die Garantie zu deckende Schaden kann dadurch entstehen, dass der Vorleger der Konnossemente die Herausgabe der Ware verlangt, die bereits gegen Übergabe einer Bankgarantie an einen Dritten ausgeliefert worden ist. In diesem Zusammenhang können Gerichts-, Anwalts- und sonstige Kosten entstehen. Im Allgemeinen wird vereinbart, dass die Garantie zwischen 100 und 200% des Warenwertes deckt und so den Frachtführer für allfällige Kosten absichert.

Abhängig vom individuellen Garantietext ist die Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Garantie die schriftliche Erklärung des Begünstigten, dass der unter der Garantie verlangte Betrag der Deckung von Kosten und/oder Schadenersatzansprüchen dient, die aufgrund der Auslieferung der Ware ohne Vorlage der Originalkonnossemente entstanden sind.

Zahlungsgarantie

Die Zahlungsgarantie soll dem Verkäufer die Sicherheit geben, dass der Kaufpreis zum vereinbarten Termin gezahlt wird. Eine Zahlungsgarantie kann als Alternative zum Akkreditiv eröffnet werden. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die Zahlungsgarantie nicht die gleiche Sicherheit für den Käufer bietet wie ein Dokumentarakkreditiv. Die verlangten Dokumente unter einer Bankgarantie werden lediglich gemäss den in der Garantie erwähnten Angaben geprüft, die nicht im gleichen Masse erfolgt, wie in einem Akkreditiv.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Garantie ist üblicherweise die schriftliche Erklärung des Begünstigten, die seine Vertragspflichten vollständig erfüllt  aber bei Fälligkeit keine Zahlung erhalten zu haben.

Kreditsicherungsgarantie

Die Kreditsicherungsgarantie dient als Sicherstellung für eine Kreditrückzahlung. Ein Kredit ist oft an Sicherheiten geknüpft, die vom Kreditnehmer selbst oder von einem Dritten beizubringen sind.

Diese Garantie kann üblicherweise durch den Begünstigten in Anspruch genommen werden, indem er schriftlich erklärt, dass der Kredit vom Kreditnehmer bei Fälligkeit nicht zurückbezahlt worden ist

Mietgarantie

Die Mietgarantie dient als Sicherstellung der Zahlungen im Rahmen eines Mietvertrages. Sie ist entweder ausschliesslich auf die Leistung von Mietzinszahlungen beschränkt oder umfasst sämtliche aus dem Mietverhältnis geschuldeten Zahlungen (z.B. Instandstellungskosten nach Beendigung des Mietverhältnisses).

Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Garantie durch den Begünstigten ist üblicherweise seine schriftliche Erklärung, dass der Mieter die vertraglichen Verpflichtungen aus dem Mietvertrag nicht oder nicht vertragskonform erfüllt hat.

Bestätigte Anweisung

Eine bestätigte Anweisung ist eine unwiderrufliche Verpflichtung der Bank, dem Begünstigten (d.h. dem Gläubiger) eine bestimmte Summe zu einem bestimmten Zeitpunkt für Rechnung des Auftraggebers zu zahlen.

 

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