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Allgemeine Information

Garantien und Bürgschaften

Erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Bürgschaftsarten und ihre Bedeutung.

Arten von Bürgschaften

Mehrwertsteuer-Bürgschaft

Im Zusammenhang mit dem Eintrag von schweizerischen Filialen ausländischer Unternehmen verlangt die Eidgenössische Steuerverwaltung eine Sicherstellung. Diese kann durch Errichtung eines Bardepots, Hinterlegung von Wertschriften oder durch Stellen einer Solidarbürgschaft erfolgen.

Zollbürgschaft

Die Zollbürgschaft dient zur Sicherung von Zollgebühren und wird zugunsten der Zollbehörde ausgesellt. Sie kommt zur Anwendung, wenn Waren vorübergehend in ein Land eingeführt werden. In Anspruch genommen wird sie, wenn weder die Wiederausfuhr innert der gesetzten Frist nachgewiesen wird noch die Zahlung der dann fällig werdenden Zollgebühren erfolgt ist.

Bürgschaft für "Carnet ATA"

Für den temporären Import von Waren in ein Drittland - beispielsweise zu Ausstellungszwecken - kann die Handelskammer gemäss internationalem Zollabkommen sogenannte Carnet ATAs ausstellen. Die fallweise geforderte Deckung kann in Form eines Bardepots oder einer Solidarbürgschaft einer Schweizer Bank geleistet werden. Diese Bürgschaftsart wird zugunsten der Handelskammer ausgestellt.

Bauhandwerkerbürgschaft

Gemäss Norm des schweizerischen Ingenieur- und Architekten Vereins (SIA), kann der Bauherr für mögliche Garantieleistungen des Handwerkers/Unternehmers 10% der Abrechnungssumme zurückbehalten. Damit der Handwerker über den vollen Rechnungsbetrag verfügen kann, wird dem Bauherrn eine entsprechende Bankbürgschaft ausgestellt. Gestützt auf die Bürgschaft wird der Bauherr den vollen Rechnungsbetrag begleichen. Bauhandwerkerbürgschaften sind üblicherweise auf zwei Jahre ab Erstellung, beziehungsweise Ablieferung des Werkes befristet.

Wechselbürgschaft (Aval)

Unter einer Wechselbürgschaft (Aval) versteht man eine Verpflichtung, die durch blosse Unterschrift auf der Vorderseite beziehungsweise durch einen ausdrücklichen Vermerk auf der Rückseite des Wechsels oder auf einem Zusatzpapier gegeben wird. Bei der Unterschrift muss vermerkt werden, dass die Wechselbürgschaft für den Bezogenen geleistet wird, ansonsten gilt sie nach Art. 1021 OR für den Wechselaussteller. Der Wechselbürge haftet mit dem Bezogenen solidarisch, das heisst, dass er belangt werden kann, sobald der Bezogene bei Fälligkeit des Wechsels seiner Zahlungsverpflichtung nicht nachkommt.

Die Bank verpflichtet sich als Wechselbürgin zugunsten der bezeichneten Partei zur pünktlichen Zahlung eines Wechsels. Voraussetzung ist in der Regel, dass der Wechsel bei der bürgenden Bank zahlbar ist.

 

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