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Allgemeine Information

Akkreditiv

Bei den Akkreditivarten wird nach der Benützungsart des Akkreditivs unterschieden.

Arten von Akkreditiven

Sicht

Beim Sichtakkreditiv erfolgt die Zahlung an den Verkäufer unmittelbar nach der Einreichung der vorgeschriebenen Dokumente bei der ermächtigten Bank, sofern die Akkreditivbedingungen eingehalten worden sind. Den Banken wird aber eine angemessene Prüfungszeit, die nicht mehr als 5 Werktage nach Erhalt der Dokumente beträgt, zugestanden. 

Aufgeschobene Zahlung

Beim Akkreditiv mit aufgeschobener Zahlung erfolgt die Zahlung an den Verkäufer nicht bei Einreichung der Dokumente, sondern erst zu einem im Akkreditiv vorgesehenen späteren Zeitpunkt (ohne Wechsel).

Im Fernen Osten wird diese Akkreditivart auch als "Usance L/C" bezeichnet. 

Akzept

Beim Akzeptakkreditiv erfolgt die Zahlung an den Verkäufer nicht bei Einreichung der Dokumente, sondern erst zu einem im Akkreditiv vorgesehenen späteren Zeitpunkt (mit Wechsel).

Der Verkäufer kann von der Bank, die den Wechsel akzeptiert hat, oder von einer anderen Bank, eine Diskontierung verlangen und somit den Wechselbetrag abzüglich Wechseldiskont zu irgend einem Zeitpunkt nach Dokumenteneinreichung beziehen.

Der Verkäufer kann von der Bank, die den Wechsel akzeptiert hat, oder von einer anderen Bank, eine Diskontierung verlangen und somit den Wechselbetrag abzüglich Wechseldiskont zu irgend einem Zeitpunkt nach Dokumenteneinreichung beziehen.   

Negoziierung

Gemäss den ERA 600 (Einheitliche Richtlinien und Gebräuche für Dokumenten-Akkreditive, Revision 2007, Art. 2) bezeichnet Negoziierung den Ankauf von Wechseln (die auf eine andere Bank als die benannte Bank gezogen sind) und/oder von Dokumenten aus einer konformen Dokumentenvorlage durch die benannte Bank unter Vorleistung oder Übernahme einer Verpflichtung zur Vorleistung von Geldmitteln an den Verkäufer vor oder an dem Bankarbeitstag, an dem der Rembours an die benannte Bank fällig ist.

Leider wird diese Akkreditivart international gesehen nicht einheitlich interpretiert und unterschiedlich angewendet.

Besondere Arten

Übertragbar

Das übertragbare Akkreditiv ist auf die Bedürfnisse des internationalen Handels ausgerichtet. Es ermöglicht dem Zwischenhändler, den Anspruch aus einem Akkreditiv an einen Lieferanten zu übertragen, und erlaubt ihm so die Abwicklung von Geschäften mit begrenztem Einsatz eigener Mittel.

Standby

Standby Akkreditive sind garantieähnliche Instrumente, welche ihres dokumentären Charakters wegen den ERA (Einheitliche Richtlinien und Gebräuche für Dokumenten-Akkreditive) unterstellt sind. Standby Akkreditive können auch unter den ISP98 (International Standby Practices) ausgestellt werden.

Wird die garantierte Leistung nicht erbracht, kann der Verkäufer die Zahlungspflicht der Bank auslösen, indem er eine Erklärung, der Akkreditiv-Auftraggeber habe seine Verpflichtungen nicht erfüllt, zusammen mit allenfalls weiteren Dokumenten, akkreditivkonform einreicht.

Revolvierend

Lässt sich der Käufer in gewissen Zeitabschnitten bestimmte Teilmengen der bestellten Ware liefern (Sukzessivlieferungsvertrag), kann die Zahlungsabwicklung unter einem revolvierenden Akkreditiv erfolgen, das jeweils den Wert der Teillieferungen deckt. Die Bank verpflichtet sich normalerweise für den Gesamtwert aller vorgesehenen Teillieferungen.
Der zweite Teilbetrag tritt jedoch erst nach erfolgter Benutzung des ersten Teilbetrags in Kraft und so weiter.

Red Clause

Beim "Red Clause" Akkreditiv (Akkreditiv mit Vorschuss) kann der Verkäufer von der Korrespondenzbank einen Vorschuss in vereinbarter Höhe (in den Akkreditivbedingungen bezeichnet) verlangen. Dieser ist grundsätzlich dazu bestimmt, die Herstellung oder den Kauf der unter dem Akkreditiv zu liefernden Ware zu finanzieren. Der Vorschuss wird normalerweise ausbezahlt gegen Quittung und schriftliche Verpflichtung des Verkäufers, die Versanddokumente fristgerecht nachzuliefern. 

Green Clause

Im Gegensatz zum "Red Clause" Akkreditiv wird beim "Green Clause" Akkreditiv der Vorschuss normalerweise nicht nur gegen Quittung und eine schriftliche Verpflichtung des Verkäufers, die Versanddokumente fristgerecht nachzuliefern, ausbezahlt, sondern zusätzlich ist immer ein Dokument einzureichen, welches die Einlagerung der zur Verschiffung zu gelangenden Ware nachweist.

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