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Schweizer Tafel: verteilen statt wegwerfen

In der Schweiz landen jedes Jahr zwei Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Das muss nicht sein, wie die Schweizer Tafel beweist. Sie sammelt überschüssiges, einwandfreies Essen und verteilt es gratis an soziale Institutionen. Wie genau funktioniert das? Und wie kann jeder etwas gegen die Lebensmittelverschwendung tun? 

Über 17’000 Kilo Lebensmittel verteilt die Schweizer Tafel täglich

Einwandfreie Lebensmittel sind nie überflüssig. Vielleicht werden sie an einer Stelle nicht mehr gebraucht – andere haben sie dafür bitter nötig. Seit 2001 folgt die Schweizer Tafel genau diesem Prinzip. 

Schweizweit holen die Mitarbeitenden täglich 17’100 Kilo­gramm Lebensmittel bei Grossverteilern, Produzenten und Detaillisten ab. Das Essen geht gratis an soziale Institutionen wie Obdachlosenheime, Gassenküchen, Notunter­künfte und andere Hilfswerke.

Die Schweizer Tafel sammelt Lebensmittel ein, bei denen das Verkaufs-, nicht aber das Verbrauchsdatum abgelaufen ist. Die Lebensmittel sind einwandfrei und können sinnvoll weiterverwendet werden. Finanziert wird die Arbeit durch Spenden- und Stiftungsgelder.

Zu viele Lebensmittel werden weggeworfen

Die Schweizer Tafel kümmert sich vor allem um bedürftige Menschen, leistet aber auch Aufklärung zum Thema Lebensmittelverschwendung. Pro Jahr werden hierzulande etwa zwei Millionen Tonnen Nahrung weggeworfen – das entspricht pro Schweizer und Tag rund einer kompletten Mahlzeit.

Dabei zählen aber nicht nur Privathaushalte als Verursacher. Auch in der Landwirtschaft, in der Verarbeitungsindustrie und im Handel entsteht jede Menge Lebensmittelmüll.

Lebensmittelverschwendung und Verursacher in der Schweiz 

Lebensmittelverschwendung und Verursacher in der Schweiz

Quelle: Eigene Darstellung nach www.schweizertafel.ch 

Fünf Tipps gegen Lebensmittelverschwendung zu Hause

Den grössten Anteil an Lebensmittelmüll verursacht der Endkonsument, also jeder Einzelne von uns. Umso wichtiger ist es, dass jeder weniger Lebens­mittel in die Tonne wandern lässt. Diese fünf Tipps helfen Ihnen bei einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln:

Kaufen Sie nicht mit dem Bauch, sondern mit dem Kopf ein

Wer vor dem Einkaufen das Essen für die gesamte Woche plant und eine Liste macht, kauft bewusster. Ausserdem empfiehlt es sich, frische, schnell verderbliche Produkte lieber in kleinen Mengen und dafür häufiger zu kaufen – bevor diese im Kühlschrank landen und später nicht mehr verwertet werden können. Und: Niemals hungrig einkaufen gehen, das verführt zu sehr.

Bewahren Sie Lebensmittel richtig auf

Trockene Lebensmittel, wie Mehl oder Hülsenfrüchte, sowie Konserven und Öle fühlen sich im Vorratsschrank wohl. Leicht verderbliche Pro­dukte, wie Milch, Fleisch, Eier, kälteunempfindliche Gemüse und Speisereste, gehören in den Kühlschrank. Im Keller und in der Speise­kammer werden kälteempfindliche Gemüse und Kartoffeln aufbewahrt. 

Pro Haushalt landen in der Schweiz jährlich CHF 2’010.27 in der Tonne.

Unterscheiden Sie zwischen «Verfall» und «Mindesthaltbarkeit»

Das Mindesthaltbarkeitsdatum («mindestens haltbar bis») bedeutet, dass Lebensmittel lange haltbar sind und auch nach Ablauf des Datums noch gegessen werden können. Lebensmittel mit einem Verbrauchsdatum («zu verbrauchen bis») darf man nach Ablauf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr essen.

Verwerten Sie Reste

Aus den Resten in Kühlschrank und Speisekammer kann man ganz einfach neue Gerichte kreieren. Auch altes Brot wird gerne noch einmal aufgebacken, und schlappes Gemüse wird im Wasser wieder fit. Sehr reife Bananen eignen sich hervorragend für Shakes oder zum Backen. Unter Restegourmet finden Sie viele tolle Rezepte, mit denen Sie Ihren Kühlschrank garantiert leer schlemmen.

Im Restaurant nicht zu viel bestellen

Auch wenn man sich im Restaurant gerne mal was gönnt: Reste werden hier immer weggeworfen. Damit das nicht passiert, sollte man lieber weniger bestellen. Falls der Appetit doch grösser ist, kann man immer noch etwas nachordern.

Suppentag der Schweizer Tafel am 24. November 

Suppentag der Schweizer Tafel am 24. November

Am 24. November 2016 ist wieder Suppentag in vielen Schweizer Städten. Mit dieser Aktion macht die Schweizer Tafel jedes Jahr auf Armut und Lebensmittelverschwendung aufmerksam. Auch viele prominente Persönlichkeiten servieren dort Suppe für den guten Zweck.

Die Credit Suisse ist in diesem Jahr zum zehnten Mal in Folge dabei und organisiert an elf Standorten sowie in neun Personalrestaurants einen Suppentag-Stand – rund 150 CS-Mitarbeitende sind dann im Einsatz.

An folgenden Credit Suisse Standorten findet der Suppentag statt: Biel, Olten, Liestal, Rheinfelden, Solothurn, St. Gallen, Sursee, Wädenswil, Zofingen, Zug, Zürich Sihlcity.

Neben dem Engagement am Suppentag ist die Credit Suisse seit 2001 Partner der Schweizer Tafel und unterstützt die Organisation mit finanziellen Zuwendungen. Seit 2011 haben CS-Mitarbeitende auch die Möglichkeit, als Mitfahrer auf der Verteiltour der Schweizer Tafel dabei zu sein.

www.credit-suisse.com/verantwortung