Plateforme La Plaine oder das unbegrenzte Re-Recycling mineralischer Materialien

Es gibt Zusammenschlüsse, die nicht den ökologischen Ausnahmezustand abwarten, bevor sie etwas in der Schweiz bewegen. Die Initiatoren der Plateforme La Plaine haben längst erkannt, dass die Zukunft des Landes in Sachen Wiederverwertung und Aufbereitung mineralischer Materialien in einer gemeinschaftlichen, umweltfreundlichen Vision für eine nachhaltige Wirtschaft liegt.

Raymond Moinat und Blaise Henry, Verwaltungsratsmitglieder von H2M Exploitation, verraten uns, dass sie bei der Entwicklung der Plateforme La Plaine Glück hatten – vom Erwerb des Grundstücks im Jahr 2013 bis zur Aufnahme der Tätigkeiten im Jahr 2020. Durch das Zusammenkommen von Ereignissen, die sich wie Puzzleteile zusammenfügten, nahmen die Dinge ganz natürlich ihren Lauf, eines nach dem anderen. Es war zunächst ein kleines Projekt, das seither dank Partnern, mit denen Lösungen gefunden wurden, die im Interesse aller sind, deutlich gewachsen ist.


«Es ist wichtig, bescheiden zu bleiben, damit wir ein Ohr für andere haben und ihren Meinungen Beachtung schenken. Aus einer Zusammenarbeit gehen die besten Lösungen hervor – das ist meiner Meinung nach der Grundstein für den Erfolg», erklärt uns Raymond Moinat.

Bereichsübergreifende Synergien im Dienste der nachhaltigen Wirtschaft

Die Plateforme La Plaine ist vor allem ein Aufeinandertreffen verschiedener Aktivitäten, eine Synergie zwischen mehreren Akteuren, deren Ziel es ist, alle Zwischentransporte von Abbruchmaterialien zu eliminieren, um den Bauschutt zu rezyklieren, aufzubereiten und zu Beton zu verarbeiten. Die Plateforme La Plaine plant nach einem einzigartigen und bahnbrechenden Konzept in Zusammenarbeit mit vier komplementären Partnerunternehmen auf einem 36 000 m² grossen Gelände in Vufflens-la-Ville 150 000 Tonnen mineralische Baustoffe pro Jahr zu rezyklieren, damit sie nicht auf Deponien entsorgt werden.


Aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage nahe der Zugstrecke Genf–Zürich und den Grossbaustellen von Lausanne ist die Plattform auf Urban Mining ausgerichtet. Die Ressourcen, die früher aus der Natur entnommen wurden, werden künftig aus dem städ- tischen Rückbau gewonnen. Dadurch werden die natürlichen Ressourcen bewahrt.


Die Plateforme La Plaine ist somit auf vier miteinander verbundene Partnergesellschaften aufgeteilt. Die H2M Exploitation SA übernimmt die Wiederverwertung der Abbruchmaterialien, die von der BGO SA für die Betonherstellung verwendet werden. Die Ecosor SA saniert belastetes Material. Und Henry Recycling kümmert sich schliesslich um die Aufbereitung der Bauabfälle.

Unternehmertum im Blut

Für unsere beiden Visionäre muss ein guter Unternehmer Ideen haben und wissen, wie er seine Mannschaft vereint und sie nach oben führt. Ein guter Unternehmer muss nicht nur vorwärts denken, sondern auch zupacken und dabei seine Investitionen, Risikobereitschaft und Anstrengungen genau im Blick behalten – eine Mischung aus Wagemut und Weisheit. Dies ist ihrer Meinung nach ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Plateforme La Plaine.


«Wenn man ein Projekt realisiert, muss man damit rechnen, dass man Fehler machen wird. Aber wenn man mit der Thematik vertraut ist, den Markt kennt und ein gutes Gespür für unsere Umwelt hat, dann wird man nicht allzu sehr vom Kurs abgebracht», erklärt uns Raymond Moinat abschliessend.

H2M Exploitation SA

Anzahl Mitarbeitende: 25
Gründungsjahr: 2020
Firmensitz: Vufflens-la-Ville (Waadt)
Tätigkeitsbereich: Aufbereitungszentrum für mineralische Materialien
plateforme-la-plaine.ch