Das Kompetenzzentrum für gemeinnützige Stiftungen Wie aktives Engagement zum Schutz der Weltmeere beiträgt

Wie aktives Engagement zum Schutz der Weltmeere beiträgt

Unsere Weltmeere sind der grösste natürliche Kohlenstoffspeicher der Erde und sichern Milliarden von Personen den Lebensunterhalt. Durch Eingriffe des Menschen werden sie jedoch zunehmend zerstört. Um einen Richtungswechsel einzuläuten und die Weltmeere zu schützen, müssen Wirtschaftsakteure ihren Umgang mit dieser wertvollen Ressource hinterfragen. Nachhaltige Anlagen wie der Credit Suisse Rockefeller Ocean Engagement Fund setzen auf aktives Engagement für Veränderungen und leisten so einen Beitrag zur Wiederherstellung der Gesundheit der Weltmeere.

Weltmeere schützen: Wirtschaftsakteure müssen dazu beitragen

Mit einem ökonomischen Wert von über 24 Billionen US-Dollar bilden die Weltmeere die siebtgrösste Volkswirtschaft der Welt. Doch Eingriffe des Menschen, unter anderem Abfallentsorgung und Energieproduktion, gefährden die Gesundheit der Meere: Die Fischbestände nehmen ab, die Korallenriffe bleichen zunehmend aus, der Meeresspiegel steigt an und die Übersäuerung der Weltmeere sowie die Plastikverschmutzung werden immer grössere Probleme. Dadurch sind bereits mehr als 500 tote Zonen entstanden, in denen die Tier- und Pflanzenwelt der Meere nicht überleben kann.

Eine Besserung der Lage ist nur möglich, wenn wir gemeinsam mit globalen Wirtschaftsakteuren Wege entwickeln, ihren Umgang mit den Ozeanen dieser Welt zu ändern.

Nachhaltige Anlagen durch Aktionärsengagement

Nachhaltige Anlagen bieten Investoren die Möglichkeit, sich finanziell in Unternehmen einzubringen, welche sich zum Beispiel für die Umwelt einsetzen. Dabei können Aktionäre eines Unternehmens – beispielsweise Fondsverwalter, Stiftungen und Pensionskassen – ihre Macht als Eigentümer einsetzen, um Verbesserungen der Nachhaltigkeitsleistung in ihren Beteiligungsunternehmen einzufordern. Neben der Vergabe von Fördermitteln können Wohltätigkeitsorganisationen und Stiftungen das Aktionärsengagement in ihre Anlagestrategie aufnehmen.

War es bisher Usus, Abstimmungen den Fondsmanagern zu überlassen, begreifen Aktionäre ihre Mitwirkungsrechte zunehmend als ihre Pflicht in ihrer Rolle als Eigentümer.

Weltmeere schützen: Aktionärsengagement trägt dazu bei

Für den Schutz der Weltmeere birgt das Aktionärsengagement grosses Potenzial. «Viele Probleme der Weltmeere stehen in Zusammenhang mit den Lieferketten börsenkotierter Unternehmen. Ein Beispiel dafür sind Einzelhändler, die Fische aus nicht nachhaltiger Fischerei liefern», so James Gifford, Leiter Impact Advisory bei der Credit Suisse. Indem Aktionäre ihre Mitwirkungs-, Informations- und Schutzrechte ausübten, sei es ihnen möglich, aktiv Einfluss auf die Entwicklung der Beteiligungsunternehmen zu nehmen und damit die Anforderungen an die Lieferketten positiv zu beeinflussen.

Gemäss James Gifford wurde das Gros der Schäden an den Weltmeeren von Unternehmen verursacht – entweder direkt durch Überfischung mit High-Tech-Fischereiflotten und durch unmittelbare Verschmutzung oder indirekt, zum Beispiel durch die Produktion von Plastikverpackungen. Die Forschung zeige jedoch, dass sich die Fischbestände erholen, wenn sie nicht überfischt werden, und dass die Gesundheit der Meere in nur 30 Jahren wiederhergestellt werden könnte. «Es ist deshalb ganz klar von Nutzen, für die Gesundung der Meere mit Unternehmen zusammenzuarbeiten», so James Gifford.

Ocean Engagement Fund setzt sich für die Weltmeere ein

Im Jahr 2020 hat die Credit Suisse in Zusammenarbeit mit dem Rockefeller Asset Management (RAM) den ersten Fonds aufgelegt, der auf das Engagement der Aktionäre in Sachen Weltmeere und Nachhaltigkeit setzt: den Ocean Engagement Fund (OEF). Dabei bedeutet Engagement die aktive Vertretung der Aktionärsrechte im Namen der Inhaber des Fonds mit dem Ziel, die Gesundheit der Weltmeere zu schützen. Der OEF weist einen klaren Bezug auf zu SDG 14 «Leben unter Wasser» und damit zu einem der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung, in das am wenigsten investiert wird.

Der neue Fonds bietet Anlegern die Möglichkeit, sich finanziell und anderweitig in Unternehmen einzubringen, die proaktiv zur Gesundheit der Weltmeere beitragen und den Fokus dabei auf folgende Themen legen:

  • Reduktion von Abfall und Verhinderung von Plastikverschmutzung
  • Förderung der CO2-Kompensation und -Reduktion 
  • Förderung von nachhaltigen Fischereipraktiken

Der Ocean Engagement Fund umfasst ein High-Conviction-Portfolio mit 30 bis 50 Mid- und Small-Cap-Aktien. Seine Strategie konzentriert sich auf Unternehmensengagement zur Verbesserung des Zustands der Weltmeere und zur Generierung von positivem Alpha, also darauf, mehr Rendite zu erzielen als aufgrund der allgemeinen Marktentwicklung erwartet.

Ocean Engagement Fund: der Engagement-Prozess

Der OEF der Credit Suisse verfolgt einen aktiven Engagement-Prozess mit klaren Zielen: Bevor eine Investition erfolgt, wird die Bereitschaft zum Engagement in Bezug auf die potenziellen Beteiligungen bewertet. Geprüft wird beispielsweise die Bereitschaft zur Kommunikation mit den Fondsmanagements sowie die Flexibilität des Zielunternehmens, Geschäftsaspekte zu überdenken, die den Meeren schaden und mit langfristigen Risiken verbunden sind.

Die Handlungen im Rahmen des Engagements und die Ergebnisse werden nachverfolgt und den Anlegern jährlich gemeldet. Hat ein Unternehmen nach zwei Jahren keine Fortschritte erzielt, wird die Beteiligung veräussert.

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