Ashwinkumar

Titel: Vice President
Geschäftsbereich: Global Markets Technology
Standort: Pune
Bei der Credit Suisse seit: 1998

1998 nahm ich meine erste Stelle bei der Credit Suisse in New York an. Ich fing als Entwickler im Handelsraum im Team Money Markets an. Wir haben viele grosse Veränderungen und interessante Ereignisse miterlebt, von der Umstellung auf den Euro bis hin zur Vorbereitung auf das Jahr-2000-Problem. Ich fungierte als Schnittstelle zwischen den Tradern und Entwicklern und unterstützte mit der notwendigen Technologie zur Problemlösung. Schliesslich wurde ich eher zu einer Art Projektleiter. Anschliessend übernahm ich eine Reihe unterschiedlicher Rolle im Unternehmen und half zum Beispiel bei der Einrichtung der Centers of Excellence in Raleigh und Singapur. Ich bin ursprünglich aus Indien und so zog ich 2011 nach Mumbai zurück, um mit dem neuen Global-Arbitrage-Handelsdesk zusammenzuarbeiten.

Ich bin jetzt Leiter Flow and Trade Management in Indien. Wir unterstützen die Technologie-Infrastruktur und -systeme der Trading-Aktivitäten der Bank. Es gibt zum Beispiel viele Prozesse, die zur Durchführung von Transaktionen stattfinden müssen, von der Art und Weise, wie ein Deal oder Check in das Hauptbüro gelangt über Produktkontrollen bis hin zur Abwicklung. Ich leite ein Team mit 275 Mitarbeitenden – es besteht aus Softwareentwicklern, Projektleitern, Business Analysten und allen anderen Personen, die am Softwareentwicklungszyklus beteiligt sind. Für mich ist der bereicherndste Teil meiner Position, dass wir definitiv etwas bewirken: Wir unterstützen die Bank dabei, produktiver zu sein und unsere Kunden besser zu betreuen.

Mir ist es lieber, Beziehungen mit meinem Team auf individueller Basis aufzubauen. Ich möchte, dass die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, den Wert ihrer Arbeit verstehen und wissen, wie ihre Arbeit die Bank unterstützt. Ausserdem möchte ich, dass meine jüngeren Mitarbeitenden verstehen, dass ihnen eine lange und erfolgreiche Karriere offensteht. Wir reden also viel darüber, wie ihre Zukunft aussehen könnte und welche Kompetenzen sie zur Verwirklichung ihrer Ziele entwickeln müssen. Ich sage den Menschen nicht, was sie tun sollten, mein Führungsstil entspricht stattdessen eher dem eines Karriere-Coachs.

Unsere Kultur ist besonders stark auf Zusammenarbeit ausgerichtet. Mein Team kann jederzeit direkt auf mich zukommen. Die meisten unserer Führungsverantwortlichen haben immer ein offenes Ohr für ihre Mitarbeitenden. Ich empfehle neuen Mitarbeitenden, mehr mit ihren Führungsverantwortlichen zu sprechen, ihnen von ihren Ambitionen und dem was sie gerne tun möchten zu berichten. So können wir sie besser unterstützen.

Ich teile meinen Tag in drei Abschnitte. Morgens bespreche ich mich in Einzelgesprächen mit meinen sieben Teamleitern, damit ich immer auf dem Laufenden bin. Beim Mittagessen führe ich lockere Gespräche mit weiteren Teammitgliedern und danach nehme ich mir Zeit zum Beantworten von E-Mails. Die Nachmittage sind für Anrufe und Meetings mit Stakeholdern in New York und London reserviert. Das Ende des Arbeitstages nutze ich ausserdem für die Arbeit an speziell auf Pune ausgerichteten Initiativen.

Ich befinde mich jetzt an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich den Grossteil meiner Freizeit meinen Kindern widme und dementsprechend das tue, was sie tun wollen. Meine Verwandten leben in Mumbai, also besuche ich sie an den Wochenenden. Ich lese sehr viel, normalerweise zwei Bücher gleichzeitig. Ich spiele auch Gitarre.