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Im Interview: Alois Zwinggi und Reto Branschi

Das Hotel InterContinental in Davos fällt auf und lässt niemanden kalt. Erste Eindrücke.

Alois Zwinggi

In Davos treffen sich jedes Jahr auf Einladung des World Economic Forum die Spitzen der globalen Wirtschaft und Politik. Der Kongress- und Wintersportort scheint den Verantwortlichen des WEF zu gefallen?

Alois Zwinggi: Ja. Davos ist ein idealer Ort. Es ist abgelegen, hat die nötige Infrastruktur und natürlich als Bonus die Schönheit der Natur.

Die Gäste des WEF erwarten hohe Qualität bei der Unterbringung. Ist das Angebot in Davos in den letzten Jahren an Grenzen gestossen?

Ja, Davos ist an Grenzen gestossen. Doch mit dem Bau des Hilton und des InterContinental hat sich dies sehr verbessert.

Mit dem InterContinental stand 2014 ein neues Hotel mit216 Zimmern und zahlreichen Kongressräumen zur Verfügung – und war gleich komplett ausgebucht. Wie wichtig sind für das WEF solche Häuser im Top-Segment?

Extrem wichtig. Wie Sie selbst sagen, war das InterContinental sofort ausgebucht. Wir brauchen mindestens 2 500 Zimmer in Vier- und Fünf-Stern-Hotels, um unsere Teilnehmer unterzubringen.

Was ist für die WEF-Gäste bei der Hotelwahl entscheidend? Die Sicherheit? Die Qualität der Suiten? Die Gastronomie? Der grosszügige Spa-Bereich? Lage und Aussicht? Oder einfach die Diskretion?

Die Teilnehmer haben unterschiedliche Kriterien. Für einige ist Sicherheit und Qualität der Zimmer entscheidend, für andere die Nähe zum Kongresszentrum.

Was sind Ihre Eindrücke vom neuen Haus?

Das InterContinental ist ein sehr schönes und gut ausgestattetes Hotel. Unsere Teilnehmer waren zufrieden und bei unseren Events hat alles gut geklappt.

Das WEF hat zugesichert, die Jahrestagungen bis 2018 in Davos durchzuführen. Hat Davos dank seinem grossen Einsatz bei Modernisierung und Erweiterung der Hotellerie und der Kongressräumlichkeiten eine gute Chance auch nach 2018 zum Zuge zu kommen?

Davos hat grosse Fortschritte gemacht, und so lange sich unsere Teilnehmer wohl fühlen, sehen wir keinen Grund unser Jahrestreffen anderswo zu organisieren.

Reto Branschi

Herr Branschi, Davos hat seit Ende 2013 mit dem Hotel InterContinental ein neues Haus im Top-Segment. Wie wirkt sich das aus?

Reto Branschi: Im Top-Segment ist es wichtig, ein entsprechendes Top-Angebot zu haben und genau das wurde mit dem InterContinental verwirklicht. Davos hat mit diesem Haus ein neues Aushängeschild und gewinnt an Ausstrahlung. Das freut uns und bietet uns Möglichkeiten, die wir bisher nicht hatten.

Sie haben sich das InterContinental schon genauer angesehen. Was hat Sie am stärksten beeindruckt? 

Alles. Die Architektur, die Inneneinrichtung und die Grösse des Baus haben das Potential zum Wahrzeichen von Davos zu werden. Trotz der Grösse passt das Hotel harmonisch in die Waldlichtung. Fantastisch!

Über welche Angebote des InterContinental freuen Sie sich als Tourismus-Chef der Destination Davos Klosters am meisten?

Über die Hotellerie, die Gastronomie und vor allem auch über das Spa-Angebot – so etwas gab es bisher in Davos nicht. Die Seminarmöglichkeiten sind für das InterContinental selber sehr wichtig. Aufgrund unseres grossen und weltbekannten Kongresszentrums ist dies für die Destination Davos weniger bedeutend.

Architektonisch unterscheidet sich das InterContinental in Form und Farbe markant von landesüblichen Bauten. Deshalb überrascht es nicht, wenn der Volksmund dem Gebäude originelle Namen gibt. Welcher ist Ihr Favorit und weshalb?

Man hat es schon "Golden Eye" oder Luxus-Kreuzfahrtschiff genannt. Letzteres wegen des Kamins auf dem Dach und den Lichtern, die besonders in der Nacht auffallen. Beide Namen passen irgendwie. Mein Favorit ist jedoch "Golden Eye", weil dieser Name neugierig macht und dank James Bond weltbekannt ist.

Wie ist die Destination Davos Klosters derzeit touristisch unterwegs? Können Sie uns ein paar Schlüsselzahlen nennen?

Unsere Destination weist mit rund 40 000 Gästebetten jährlich rund 2,5 Mio. Übernachtungen auf. Zum Vergleich: Zürich kommt auf 2,8 Mio. und Genf auf 2 Mio.

Welches sind die grössten Herausforderungen, welche die Destination Davos Klosters mittelfristig stemmen muss?

Drei Herausforderungen sind mir wichtig: Erstens sich ständig weiterentwickeln, sowohl in der Infrastruktur, als auch bei den Angeboten, Produkten und dem Vertrieb. Zweitens ist die Anzahl der Gäste, die Schneesport betreiben, bekanntlich europaweit rückläufig. Wie schaffen wir es also, ein besonderes Erlebnis zu bieten, damit die Gäste gerade Davos Klosters auswählen und wir unsere Zahlen halten können. Drittens müssen wir die rasante Entwicklung der Technologie und das entsprechende Verhalten der Gäste genau beobachten. Zuwachsraten der Buchungen über Online Travel Agencies von jährlich zehn und mehr Prozent sind im Tourismus normal geworden. Zuerst via PC und nun über die mobilen Applikationen. Zudem sind Bewertungen und Empfehlungen heute zentral. Wie schaffen wir es mit unserer Destination, damit Schritt zu halten.

Alois Zwinggi

Alois Zwinggi

Mitglied Managing Board, World Economic Forum

Reto Branschi

Reto Branschi

Direktor, Destination Davos Klosters

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