Das eigene Unternehmen kapitalschonend an ein Kind übergeben
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Wie übergibt man seine Firma kapitalschonend an ein eigenes Kind?

Wer sein Unternehmen kapitalschonend an ein Kind übergeben will, sollte weder die Unternehmenssubstanz gefährden noch die anderen Kinder erbrechtlich benachteiligen oder seine Altersvorsorge gefährden. Eine reine Schenkung ist deshalb keine geeignete Option.

Es ist verständlich, dass man die Unternehmenssubstanz bei der Unternehmens-übergabe an ein eigenes Kind nicht gefährden möchte. Zudem möchte man dem Kind, welches das Unternehmen übernimmt und zu diesem Zeitpunkt über wenig Mittel verfügt, nicht zu grosse finanzielle Lasten aufbürden. Auch ist es ebenso verständlich, dass die anderen Kinder erbrechtlich gleich behandelt werden müssen. Hinzu kommt, dass meist auch die Altersvorsorge der Eltern im Rahmen der Nachfolgeregelung gesichert werden muss.

Reine Schenkung ist keine geeignete Option

Die reine Schenkung des Unternehmens ist deshalb praktisch nie eine geeignete Option. Oft horten insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen Gewinne, die eigentlich für den Betrieb nicht benötigt werden und trotzdem nicht vorgängig steueroptimiert bezogen wurden – zum Beispiel für Pensionskasseneinkäufe. Auch führen Geschäftsliegenschaften, die besser im Privatvermögen gehalten werden sollten, häufig zu einem unnötig hohen Unternehmenswert. Spätestens fünf Jahre vor der Übergabe sollte deshalb eine Finanz- und Steuerplanung erfolgen.

Kapital lässt sich auf viele Arten schonen

Möglichkeiten, das Unternehmen kapitalschonend zu übergeben, gibt es viele: Bankfinanzierung, Darlehensfinanzierung der Eltern oder steueroptimierter Bezug nicht betriebsnotwendiger Liquidität zwecks Pensionskasseneinkäufen, um nur ein paar zu nennen. Durch die richtige Kombination von verschiedenen Massnahmen kann meist eine nachhaltige Lösung für alle Involvierten gefunden werden.