Renovationen tragen zur Werterhaltung des Eigenheims bei.
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Wie Hauseigentümer die Werterhaltung des Eigenheims sicherstellen

Eine Immobilie verliert jährlich an Wert. Um dies zu verhindern, müssen sich Hauseigentümer aktiv um das Eigenheim kümmern. Doch was tun? Wie die Werterhaltung klappt und welche Finanzierungsmöglichkeiten sich dafür anbieten.

Renovationen helfen bei der Werterhaltung

Das Eigenheim ist für viele ein Traum. Damit die Immobilie Jahre später, beispielsweise bei einem allfälligen Verkauf, jedoch nicht plötzlich viel weniger Wert hat, müssen Hauseigentümer dem Eigenheim Sorge tragen. Denn verschiedene Geräte und Installationen erleiden jährlich einen Wertverlust von 1 bis 2 Prozent. Mit Renovationen und Umbauarbeiten können Eigentümer der Wertverminderung jedoch entgegenwirken.

Das Eigenheim vor Wertverlust schützen

Die Architektin Daniela Sora Böttiger erklärt, inwiefern Sanierungen zur Werterhaltung der Immobilie beitragen.

Werterhaltende Renovationen verhindern nicht nur, dass das Eigenheim an Wert verliert, sondern sind auch aus steuerlicher Sicht interessant. Denn Aufwände wie die Ersetzung der alten Küche oder die Verlegung eines neuen Bodens dürfen von den Steuern abgezogen werden. So können Eigentümer derzeit mit dem Abzug von Renovationsarbeiten aufgrund der tiefen Hypothekarzinsen besser Steuern sparen als mit dem Abzug von Schuldzinsen.

Das Eigenheim mit zusätzlichen Investitionen aufwerten

Neben den werterhaltenden Aspekten können Sanierungs- und Umbauarbeiten den Wert des Eigenheims unter Umständen sogar steigern. Das ist dann der Fall, wenn etwas Zusätzliches an die Immobilie angefügt wird. Beispiele dafür sind der Bau eines Carports oder die Installation einer Solaranlage.

Solche wertvermehrenden Investitionen können beim späteren Verkauf des Eigenheims eine grosse Rolle spielen. Im Gegensatz zu den werterhaltenden Umbauarbeiten sorgen sie hingegen nicht für eine Entlastung in der Steuerrechnung.

Finanzierungsmöglichkeiten für Hauseigentümer bei Umbauten

Egal ob werterhaltend oder wertvermehrend: Bevor Renovationsarbeiten in Angriff genommen werden, sollte immer eine Grobplanung erstellt werden, welche auch die Finanzierung des Umbaus festlegt. Grundsätzlich bieten sich für Hausbesitzer mehrere Optionen, um einen Umbau zu finanzieren:

1.    Baukredit

Haben Sie beispielsweise eine schon ältere Liegenschaft ohne Hypotheken geerbt und wollen diese nun grosszügig modernisieren, können Sie dafür bei einer Bank einen Baukredit beantragen. Dieser wird meistens über einen Mindestbetrag und eine Mindestlaufzeit festgelegt. Diese Finanzierungsart ist sowohl für werterhaltende wie auch wertvermehrende Renovationsarbeiten geeignet.

2.    Aufstockung der Hypothek

Planen Sie einen Umbau und Ihre Hypothek läuft in den nächsten Monaten aus? In einem solchen Fall lohnt es sich, das Gespräch mit der Bank zu suchen. Denn kann der geplante Umbau nicht vollumfänglich mit eigenen Mitteln gestemmt werden, ist für Hauseigentümer die Aufstockung der Hypothek eine gute Möglichkeit. Diese Finanzierungsmethode eignet sich vor allem für wertvermehrende Renovationsarbeiten.

3.    Förderprogramme

Eine Solaranlage auf dem Dach installieren oder herkömmliche Öl- und Gasheizungen durch Heizsysteme mit erneuerbarer Energie ersetzen sind lohnenswerte Sanierungen. Denn solche energieeffizienten und wertvermehrenden Umbauten werden von Bund, Kantonen und Gemeinden durch verschiedene Förderprogramme finanziell unterstützt. Informieren Sie sich vor dem Umbau darüber, inwiefern Sie von allfälligen Fördergeldern profitieren können.

4.    Vorsorgegelder

Um teure Renovierungen zu finanzieren, bietet sich Hauseigentümern auch die Möglichkeit, auf das Geld aus der Altersvorsorge 3. Säule oder Pensionskasse zurückzugreifen. Mit den Vorsorgegeldern dürfen jedoch fast ausschliesslich werterhaltende Renovationsarbeiten finanziert werden.

Rücklagen für den Umbau des Eigenheims schaffen

Um herauszufinden, welche Finanzierungsart Ihren Bedürfnissen entspricht, sollten Sie ein Beratungsgespräch mit Ihrer Bank vereinbaren. Denn, ob eine Bank Renovationsarbeiten mitfinanziert, hängt immer von der jeweiligen Ausgangssituation ab. Bei werterhaltenden Renovierungen muss der Hausbesitzer überwiegend auf die eigenen finanziellen Mittel zurückgreifen. Auch bei wertvermehrenden Umbauten wird der Aufwand weder bei einem allfälligen Baukredit noch bei einer Aufstockung der Hypothek vollumfänglich durch die Bank gedeckt.

Aus diesem Grund lohnt es sich, bereits beim Kauf der Immobilie ein Konto für Rücklagen einzurichten. Durch regelmässige Einzahlungen legen Sie Geld für die Gebäudeunterhaltung auf die Seite, auf das Sie später bei anstehenden Renovationsarbeiten problemlos zurückgreifen können. Gegenwärtig eignen sich die tiefen Zinsen beispielsweise besonders gut, um Geld auf das Rücklagekonto einzuzahlen.

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