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Weltwirtschaft wächst ungebremst – was das für Anleger bedeutet

Die Weltwirtschaft dürfte auch 2018 stark wachsen, denn sowohl Industrie- als auch Schwellenländer profitieren von einem synchron verlaufenden Aufschwung. Erfahren Sie das Wichtigste zur Weltwirtschaft in Kürze sowie die Auswirkungen für Sie als Anleger.

Sofern nicht eine erhebliche geopolitische Krise oder «Extremrisiken» eintreten, dürfte das Wirtschaftswachstum auch 2018 sehr robust ausfallen und sogar noch anziehen. Die bestehenden Wachstumsmotoren, insbesondere die positive Dynamik von Beschäftigung, Löhnen und Gehältern in Verbindung mit zusätzlichen Impulsen, dürften bremsende Faktoren wie eine restriktivere Geldpolitik, eine leichte Straffung der Kreditbedingungen und etwas höhere Rohstoffpreise mehr als kompensieren.

Zudem dürfte 2018 die Expansion des Konjunkturzyklus in den Industrie- und Schwellenländern erneut noch mehr im Gleichklang verlaufen. Dies dürfte sich auch in einer weiteren Erholung der internationalen Handelsvolumen niederschlagen.

Welthandel und Investitionen stützen Weltwirtschaft

In den letzten Jahren haben Beschäftigung und Konsum das Wirtschaftswachstum massgeblich beeinflusst, während die tieferen Zinsen in zahlreichen Ländern einen Boom bei Immobilieninvestitionen ausgelöst haben. Die Unternehmen haben allerdings eher zurückhaltend investiert.

Nun verfestigen sich die allgemeinen Wachstumsaussichten, die Stimmung der Unternehmen verbessert sich, die Arbeitskräfte werden knapper, aber die Rentabilität bleibt hoch. Daher dürften Unternehmensinvestitionen zukünftig das Wachstum entscheidend bestimmen. Steuersenkungen und -entlastungen vor allem in den USA und in Deutschland dürften das Wirtschaftswachstum ebenfalls stimulieren. Der Welthandel dürfte zunehmen und protektionistische Tendenzen überwiegen.

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Aufschwung im Welthandel

Indizes zum Handelsvolumen, 3-monatiger gleitender Durchschnitt (Jan. 2000 = 100 )
Quelle: CPB World Trade Monitor, Credit Suisse
Letzter Datenpunkt: Juli 2017

Inflation bleibt niedrig

Weiterhin bestehen strukturelle Kräfte, die eine Disinflation begünstigen – beispielsweise die «Gig-Wirtschaft », ein Arbeitsmarkt, in dem Arbeitnehmer ihre Dienstleistungen flexibel und befristet anbieten. In spezifischen Sektoren wie dem Einzelhandel sorgt das Internet für immer mehr Preistransparenz und setzt damit die Margen unter Druck.

Zudem gehen wir generell von einer niedrigen Inflationsrate aus. Und schliesslich leiden viele Industriezweige weltweit immer noch unter überschüssiger Produktionskapazität. Doch da in einigen Ländern, beispielsweise in den USA, in Deutschland und in Japan, inzwischen eine Verknappung auf dem Arbeitsmarkt einsetzt, könnte ein stärkeres Lohnwachstum auch zu etwas rascher steigenden Preisen führen. Ein weiterer Risikofaktor sind unerwartet stark anziehende Rohstoffpreise.

Zentralbanken werden Liquidität verringern

Die US-Notenbank (Fed) hat im Oktober 2017 mit der Kürzung ihrer Bilanz begonnen. Die Europäische Zentralbank (EZB) und andere werden ab 2018 voraussichtlich ihre Anleihenkäufe drosseln. Ende 2018 werden alle grossen Zentralbanken folglich ihre Bilanzen insgesamt allmählich verkleinern.

Im Laufe des Jahres 2018 dürften mehrere grosse Zentralbanken ausserdem dem Beispiel der Fed folgen und die Leitzinsen erhöhen. In den Schwellenländern nähert sich die Phase der geldpolitischen Lockerung ihrem Ende. Weltweit wird die Geldpolitik daher bald eindeutig weniger expansiv sein.

Investment Outlook

Auf den Spuren der nächsten Generation

Welche Treiber werden 2018 die Finanzmärkte bestimmen? Wie entwickelt sich die Wirtschaft weltweit? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie im Investment Outlook 2018 der Credit Suisse. Der thematische Schwerpunkt liegt dabei auf der Generation der Millennials als künftige treibende Kraft.

Den vollständigen Investment Outlook 2018 finden Sie hier