Weltweiter Infrastrukturausbau eröffnet Anlagemöglichkeiten.
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Weltweiter Infrastrukturausbau eröffnet spannende Anlagemöglichkeiten.

Weltweit schnüren Regierungen riesige Konjunkturpakete mit Fokus auf Investitionen in die Infrastruktur, um der Wirtschaft zum Wiederaufschwung zu verhelfen. Diese Dynamik eröffnet spannende Anlagemöglichkeiten, mit denen man langfristig von den für die nächsten Jahrzehnte geplanten Investitionen profitieren kann.

So anfällig ist die Seehandels-Infrastruktur

Zu Beginn der Corona-Pandemie wurde erwartet, dass der Seehandel einschliesslich des Containerhandels einen einschneidenden Rückgang erfahren würde. Doch die Pandemie veränderte das Konsum- und Einkaufsverhalten entscheidend: Die Nachfrage nach gefertigten Konsumgütern stieg entgegen den Erwartungen und traf auf ein ungenügendes Angebot an Schiffskapazitäten und Leercontainern. Dieses Missverhältnis führte zu einer Containerkrise, welche die gesamte maritime Lieferkette verlangsamte und verzögerte. Zusätzlich verlängerte an den Häfen ein Mangel an Arbeitskräften, Kapazitäten, LKWs und anderen Binnentransportsystemen den Prozess der Containerrückführung.

Gerade als sich die Container-Spotfrachtraten von den COVID-19-Allzeithochs zu beruhigen schienen, blieb das voll beladene Containerschiff «Ever Given» mehrere Tage im Suezkanal stecken und löste damit nicht nur einen Rückstau aus, sondern liess die Spotfrachtraten rund um den Globus in die Höhe schnellen.

Anziehende Nachfrage nach Konsumgütern führte zu steigenden Spotfrachtraten

Anziehende Nachfrage nach Konsumgütern führte zu steigenden Spotfrachtraten

Shanghai Containerized Freight Index: Entwicklung der wöchentlichen Spotraten 9. Dezember 2017 bis 9. April 2021
Abkürzungen: FEU: 40-Fuss-äquivalente Einheit (12,2 Meter), TEU: 20-Fuss-äquivalente Einheit (6,1 Meter)
Quellen: United Nations Conference on Trade and Development, UNCTAD, Credit Suisse
 

Angesichts des aktuellen Trends werden mehrere Monate verstreichen, bevor sich die Unterbrechung auf dem Suezkanal sowie deren Folgen auf die gesamte maritime Lieferkette einpendeln werden und das System wieder reibungslos funktioniert. Die Pandemie und der Vorfall auf dem Suezkanal haben aufgezeigt, wie fragil die Lieferketten sind und welche enormen Kosten für die Wirtschaft entstehen können, wenn sie nicht funktionieren.

Vom Schiff auf die Bahn – die europäische Bahn-Infrastruktur befindet sich im Ausbau

Damit die Konsumgüter von den Containerschiffen an ihre Bestimmungsorte gelangen, müssen die Häfen an eine funktionierende Inlandinfrastruktur angeschlossen sein. In Europa schafft der Bau des Rhein-Alpen-Korridors – ein Schienennetz, das bis zu vierspurig befahrbar sein soll – die wichtigste Verbindung für den Güterverkehr vom Mittelmeer zur Nordsee. Dies ermöglicht eine Erhöhung der Kapazitäten und einen reibungslosen Fahrplan am Personenverkehr vorbei, sobald alle beteiligten Länder ihr Schienennetz ausgeweitet haben.

Konjunkturpakete sollen der Wirtschaft zum Wiederaufschwung verhelfen

Als Reaktion auf die Pandemie rüsten viele Länder ihre Konjunkturprogramme mit Fokus auf die Infrastrukturverbesserung auf. Diese sollen den Motor der Wirtschaft nach der coronabedingten Rezession wieder zum Laufen bringen.

Die US-Regierung unter Joe Biden stellte Ende März 2021 ein mehrere Billionen schweres Infrastrukturpaket vor, das auf die Modernisierung und eine nachhaltigere Gestaltung der Infrastruktur abzielt. Das umfassende Konjunkturprogramm soll verteilt über die nächsten acht Jahre mit ursprünglich geplanten Investitionen von rund 2,3 Billionen US-Dollar die Infrastruktur aufwerten und die US-Wirtschaft so auf einen mehrjährigen Wachstumspfad zurückführen. Dazu zählt zum Beispiel der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur wie Strassen, Brücken, Autobahnen, Eisenbahnen oder Häfen. Zudem ist auch die Entwicklung einer landesweiten Elektrofahrzeug-Ladeinfrastruktur vorgesehen.

Und auch in Europa will die EU mit einem 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds nicht nur von der Corona-Rezession angeschlagene Sektoren stützen, sondern auch ihre Volkswirtschaften grüner, digitaler und widerstandsfähiger gestalten.

Neue spannende Anlagemöglichkeiten rund um den Globus

Ähnlich umfangreiche fiskalische Stimuli hat auch China auf den Weg gebracht. Zudem lässt das Versprechen, bis 2060 «klimaneutral» zu werden, auf eine erhebliche Verschiebung bei den Infrastrukturinvestitionen im Rahmen des 14. Fünfjahresplans hoffen, der ab diesem Jahr greift.

Diese Dynamik eröffnet rund um den Globus viele spannende Anlagemöglichkeiten. Der Supertrend «Infrastruktur – Lücken schliessen» ist gut aufgestellt, um vom politischen Fokus auf die Infrastruktur und von den für die nächsten Jahrzehnte geplanten Investitionen zu profitieren.

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