Frauen fehlt die betriebliche Altersvorsorge während der Elternzeit.
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Vorsorgen trotz Mutterschaftsurlaub und unbezahlter Arbeit?

Frauen in der Mutterschaft, die unbezahlte Pflegezeit leisten, haben es schwer, ihre Vorsorge aufzubauen: Ihnen fehlt die betriebliche Altersvorsorge während der Elternzeit. Dies kann zu Vorsorgelücken führen, die nur schwer aufzufüllen sind.

Jede Art von unbezahlter Arbeit bedeutet für eine Frau ein Vorsorgerisiko. Ihre Beiträge in die 1. Säule AHV sind auf das Minimum beschränkt, in der 2. Säule BVG spart sie gar nichts an. Doch bei einer grossen Mehrheit der Schweizer Bevölkerung sollten diese beiden Säulen rund 60 Prozent der gesamten Vorsorge ausmachen. Hinzu kommen Beiträge aus der privaten Vorsorge der 3. Säule

Wie füllen Frauen Vorsorgelücken aus unbezahlter Familienarbeit? 

Frauen ohne Einkommen können in der 3. Säule vermutlich nichts ansparen. Ihre gesamte Vorsorge wird aus jenen Beiträgen gespiesen, die der arbeitstätige Partner einbezahlt. Aber Vorsicht: Das Geld muss insgesamt für beide reichen. Vorsorgelücken aus unbezahlter Familienarbeit und unbezahlter Pflegezeit lassen sich zwar zum Teil auffüllen, wenn man Einkäufe in die Pensionskasse (BVG, 2. Säule) tätigt. Das kann aber eine Frau nur, wenn sie erwerbstätig ist, Beitragslücken in der Pensionskasse hat und freies Kapital mitbringt.

Gibt es andere Wege für Frauen, um ohne Lohn vorzusorgen?

Jede Frau ohne dauerhaften Lohn gelangt beim Vorsorgen ins Hintertreffen. Obwohl einzelne Versicherungen die finanziellen Folgen teilweise decken und beispielsweise bei Invalidität oder im Todesfall Leistungen ausbezahlen, bleibt eine Vorsorgelücke beste­hen. Insgesamt lassen sich diese am besten mit zusätzlichen Finanzquellen decken: wenn der Partner viel verdient oder die Frau etwas erbt.