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Technologie – Eine Standortbestimmung für Anleger

Die Supertrends der fortschreitenden Technologie verändern den Markt. Die Technologie-Unternehmen treiben die Wirtschaft voran und verstärken das Wachstum des digitalen Handels. Dies führt zu neuen Markttrends – auch für Anleger. Eine Standortbestimmung.

Digitalisierung schreitet voran

  • 2017 war das erste Jahr, in welchem Smartphone-Verkäufe global stagnierten. Auch das Wachstum der Internetnutzer nahm 2017 nur noch um 7 Prozent zu, im Vorjahr waren es noch 12 Prozent. Schliesslich ist heute schon mehr als die Hälfte der Welt online. 
  • Die Menschheit verbringt immer mehr Zeit online. In den USA wendeten Erwachsene 2017 knapp 5.9 Stunden pro Tag für digitale Medien auf, gegenüber 5.6 Stunden im Vorjahr. Etwa 3.3 Stunden davon entfielen auf mobile Endgeräte.
  • Das Prinzip der Beschleunigung hat Bestand. Es dauerte etwa 80 Jahre bis Geschirrspüler alltäglich wurden. Das Internet der Verbraucher wurde in einem Jahrzehnt alltäglich. Millennials können sich ein Leben ohne Smartphone gar nicht mehr vorstellen.

Fortschreitende Technologie prägt neue Trends

  • Trotz iPhone 8 und Samsung Galaxy Notes ist der weltweite durchschnittliche Verkaufspreis von Smartphones weiter rückläufig. Fallende Kosten fördern ihre rasche Verbreitung in weniger entwickelten Märkten.
  • Mobile Zahlungen werden beliebter. China führt mit über 500 Millionen aktiven Nutzern mobiler Zahlungen weiterhin den Rest der Welt an. 
  • Sprachgesteuerte Produkte wie Amazon Echo heben ab. Die installierte Basis von Echo in den USA stieg von 20 Millionen im dritten Quartal 2017 auf mehr als 30 Millionen im vierten Quartal.
30

Millionen Amazon Echo Geräte in den USA

6

5,9 h/Tag verbringen Erwachsene digital

500

500 Millionen Einwohner Chinas zahlen mobil

Digitale Disruption verändert die Märkte

  • Die Gesundheitsmärkte stehen am Anfang der digitalen Disruption. Von Online- Apotheken über Telemedizin bis hin zur Digitalisierung medizinischer Prozesse. Big Data und Big Tech werden diese Märkte ebenso wie die meisten Dienstleistungssektoren in den nächsten Jahren verändern. 
  • Internetführer wie Google, Microsoft, IBM und Amazon werden mehr Plattformen für die künstliche Intelligenz anbieten. Denn der Anteil der Unternehmensausgaben für künstliche Intelligenz wird wachsen.

Technologie-Unternehmen heute

  • Technologie-Unternehmen treiben die Wirtschaft. In den USA und in China machen sie bereits über 25 Prozent der Unternehmensgewinne und der Marktkapitalisierung sowie einen noch grösseren Anteil des Gewinnwachstums und einen wachsenden Anteil von Forschung & Entwicklungs-Investitionen aus. 
  • Technologie-Konzerne sehen sich einem «Datenschutz-Paradoxon» gegenüber. Einerseits erwarten Kunden dank «Big Data» bessere Verbrauchererlebnisse, andererseits wird die Privatsphäre der Verbraucher strenger reguliert.
  • Die Einwanderung bleibt wichtig für Technologie-Unternehmen. Mehr als die Hälfte der am höchsten bewerteten Technologie-Unternehmen in den USA wurden von Einwanderern der ersten oder zweiten Generation gegründet. Uber, Tesla, WeWork und Wish gehen alle auf Gründer der ersten Generation zurück.

Digitalisierung entwickelt sich progressiv

  • Digitaler Handel wächst weiterhin überproportional. In den USA stieg er 2017 um 16 Prozent, gegenüber 14 Prozent im Jahr 2016. Amazon hatte daran den grössten Anteil mit 28 Prozent. Umgekehrt nehmen die physischen Einzelhandelsumsätze weiter ab.
  • Big Tech konkurriert an mehreren Fronten. Google expandiert von einer Anzeigenplattform über Google Home Ordering zu einer Handelsplattform. Amazon hingegen wächst mittlerweile auch in der Werbung.
  • China holt als Hub für die grössten Internetunternehmen der Welt auf. Gegenwärtig sind in der Volksrepublik neun der nach Marktkapitalisierung zwanzig grössten Internetunternehmen der Welt beheimatet, während in den USA elf vertreten sind. Vor fünf Jahren hatte China zwei und die USA neun.