Silver Economy – Supertrend für Unternehmen und Anleger
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Silver Economy – die Chancen nutzen

Der Supertrend «Silver Economy – in den demografischen Wandel investieren» der Credit Suisse gewinnt weiterhin an Bedeutung. Essenz davon ist die globale demografische Entwicklung, insbesondere die Bevölkerungsalterung. Lesen Sie, wie diese sowohl Herausforderungen als auch Chancen für Unternehmen und Anleger schafft.

Die Welt im demografischen Wandel

Am 11. Juli 2018 erinnerte der Weltbevölkerungstag der Vereinten Nationen an die Dringlichkeit der Bevölkerungsproblematik. Eines der drängendsten Themen ist die Bevölkerungsalterung. Es ist davon auszugehen, dass sich die weltweite Senioren­bevölkerung bis 2050 mehr als verdoppelt – von derzeit etwas weniger als einer Milliarde auf über zwei Milliarden Menschen. Diese Entwicklung dürfte einerseits unzählige Herausforderungen mit sich bringen. Andererseits bietet der Trend aber auch viele Möglichkeiten für Unternehmen, die diese Herausforderungen annehmen.

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Ein Ausblick auf das Verhältnis Erwerbsbevölkerung/Rentner

Quelle: Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen (DESA)

Dem Supertrend folgen

Zahlreiche Marktentwicklungen, die seit der ersten Veröffentlichung der langfristigen Anlagethemen – der Supertrends – zu beobachten sind, unterstützen die Anlagethesen der Credit Suisse. So berichten auf medizinischer Seite Unternehmen zum Beispiel über eine anziehende Nachfrage nach Medikamenten gegen altersbedingte Beschwerden. Gleichzeitig ist der Bedarf an seniorengerechtem Wohnraum und Pflegeeinrichtungen ungebremst. Im Versicherungsbereich zeigt sich eine wachsende Nachfrage nach Angeboten rund um Leben und Gesundheit. Und schliesslich belegen die jüngsten Volumentrends im Kreuzfahrtsektor sowie bei Konsumgüterunternehmen, die im Bereich Gesundheit und Schönheit tätig sind, das Subthema «Lebensstil von Senioren» des Supertrends «Silver Economy».
 

Unternehmensinitiativen bestätigen den Supertrend «Silver Economy»

In Bezug auf die Anlageargumente zum Supertrend «Silver Economy» können diverse  Geschäftsentwicklungsaktivitäten von Unternehmen beobachtet werden, die in diesem Bereich aktiv sind. In diesem Zusammenhang sind vor allem zwei Transaktionen zu nennen:

Zum einen hat der private französische Klinikbetreiber Ramsay GDS kürzlich ein unaufgefordertes Übernahmeangebot für den schwedischen Konkurrenten Capio abgegeben. Die Tatsache, dass die Offerte erstens unaufgefordert war und zweitens erheblich zur Erhöhung der geografischen Reichweite von Ramsay beitragen würde, steht als Beleg für die Seltenheit solcher Vermögenswerte. Gleichzeitig zeigt es, wie sehr sich die Unternehmen darum bemühen, den demografischen Trend in geo­grafischer Hinsicht möglichst breit aufzugreifen.

Zum anderen hat der chinesische Versicherungskonzern Ping An laut Bloomberg offenbar Interesse daran, das Asiengeschäft des britischen Rivalen Prudential zu übernehmen. Beim Blick auf die Daten überrascht dieses Interesse kaum. Denn von allen grösseren Weltregionen werden die Länder in Asien wahrscheinlich die dramatischste Schwächung ihres Unterstützungsverhältnisses verzeichnen. Das lässt für die Zukunft eine entsprechend hohe Versicherungsnachfrage in diesen Ländern erwarten.

Die zwei Beispiele sind nur ein kleiner Auszug aus einer Reihe von Geschäftsentwicklungsmassnahmen, die den Supertrend «Silver Economy» der Credit Suisse bestätigen.