Immobilienmarkt 2020: mehr Pendler durch hohe Immobilienpreise
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Schweizer Immobilienmarkt 2020: mehr Pendler durch hohe Immobilienpreise

Wer Wohneigentum sucht, weicht aufgrund hoher Immobilienpreise in den Zentren und deren Agglomerationen oft auf ländliche Gemeinden aus. Das zeigt die Immobilienstudie 2020 der Credit Suisse. Finden Sie mit unserer interaktiven Karte heraus, welche Wohnorte für Sie in einer sinnvollen Pendelzeit erreichbar sind und wie das Angebot auf dem Immobilienmarkt aussieht.

Knappes Angebot lässt Immobilienpreise steigen

Die Nachfrage nach den eigenen vier Wänden ist dank tiefer Hypothekenzinsen noch immer ungebremst. Doch der ausgeprägte Fokus vieler Investoren auf den Mietwohnungsbau schmälert das Angebot an Wohneigentum. Das zeigt die Immobilienstudie 2020 der Credit Suisse. Eigentumsprojekte werden seltener realisiert und aus den zentralen Lagen in ländliche Gemeinden verdrängt. Die Verknappung spiegelt sich in den Eigentumspreisen wider: Auch 2020 dürften sie ansteigen, mit rund 2 Prozent jedoch weniger als in den Jahren zuvor.

Für Neuerwerber stellen die finanziellen Anforderungen eine hohe Hürde dar. Laut dem Housing Affordability Index sind ohne Hypothek 5,6 Jahreseinkommen für den Erwerb einer Eigentumswohnung nötig. Für ein Einfamilienhaus sind es sogar 7,6 Jahresgehälter – ein neuer Höchststand. Da erstaunt es nicht, dass immer mehr Haushalte bei der Wohnortwahl in gut erschlossene Regionen ausserhalb der Zentren ausweichen. Denn dort locken niedrigere Preise und eine hohe Wohnqualität. Die Folge: Wohn- und Arbeitsort entfernen sich zunehmend voneinander.

Immobilienstudie zeigt: Immer mehr Eigentümer pendeln 

Wer hohe Eigentumspreise in den Zentren und Agglomerationen vermeiden will, muss häufig länger zum Arbeitsort pendeln. Entsprechend nimmt der Pendlerstrom zu: Gegenwärtig verlassen über 2,6 Millionen Erwerbstätige auf dem Weg zur Arbeit ihre Wohngemeinde, jeder fünfte Pendler überschreitet die Kantonsgrenze. Dass lange Arbeitswege auf die individuelle Zufriedenheit und Gesundheit schlagen können, belegen etliche Studien. Zuverlässige und schnelle Verkehrsverbindungen – ob mit dem Auto oder dem öffentlichen Verkehr – sind daher ein wichtiges Kriterium bei der Wohnortsuche. Mit unserer interaktiven Karte können Sie anhand tatsächlicher Pendlerdaten und der Angabe Ihrer maximal gewünschten Fahrzeit Ihre Wohnortwahl optimieren.

  

Interaktive Pendler-Karte
Welche Pendelzeit ist für Sie akzeptabel? Geben Sie Ihren Arbeitsort und die maximale gewünschte Fahrzeit an, und wählen Sie, ob Sie mit dem ÖV oder dem Auto zur Arbeit fahren möchten. Die Karte zeigt für den gewünschten Arbeitsort, in welchen Gemeinden Pendler wohnen, in welcher Zeit Sie diese Wohnorte erreichen und was das Angebot auf dem Immobilienmarkt dort hergibt. Gemeinden ohne Pendler in die gewünschte Zielgemeinde werden nicht dargestellt.
Klicken Sie auf die Gemeinden und Sie erhalten Details zum potenziellen Wohnort: Bevölkerungs- und Pendleranzahl, Fahrzeiten zum gewählten Arbeitsort und die Anzahl inserierter Eigentumswohnungen und -häuser.

Immobilienpreise fallen mit zunehmendem Abstand zu Zentren

Je weiter die Distanz zur Stadt, desto niedriger sind typischerweise die Wohneigentumspreise, wie das Beispiel von Zürich zeigt. Der Preis für eine mittlere Neubau-Eigentumswohnung mit 110 Quadratmetern Wohnfläche liegt in Zürich heute bei 1,73 Millionen Schweizer Franken. Nimmt man eine 30-minütige Fahrt mit dem öffentlichen Verkehr in Kauf, bezahlt man beispielsweise in den Gemeinden Mettmenstetten oder Wangen (SZ) nur rund 950’000 Schweizer Franken. Bei einer einstündigen Pendelzeit verringert sich der Durchschnittspreis für eine Neubau-Eigentumswohnung sogar auf 700’000 Schweizer Franken.

Immobilienpreise werden durch Pendelzeit beeinflusst

Einfluss der Pendelzeit auf die Immobilienpreise

Preis für eine Neubau-Eigentumswohnung (EWG) mit 4,5 Zimmern in CHF sowie Fahrzeit ab Hauptbahnhof (HB) Zürich.

Quelle: Wüest Partner, Credit Suisse

Letzter Datenpunkt: Q3/ 2019

Pendler verändern den Immobilienmarkt

Nicht nur niedrigere Preise ermutigen Hauseigentümer dazu, längere Arbeitswege in Kauf zu nehmen. Auch Veränderungen in der Arbeitswelt, flexible Karrierewege und eine bewusstere Work-Life-Balance tragen dazu bei. So sind zwecks Erhalt des sozialen Umfelds weniger Erwerbstätige bereit, häufig umzuziehen. Sie akzeptieren stattdessen längere Arbeitswege. Die Schweiz hat sich zu einem Volk von Pendlern entwickelt – ein Trend, der sich langfristig auf das regionale Angebot auf dem Immobilienmarkt auswirken wird.

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