Vorsorgekonto oder Wertschriftenvorsorge
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Säule 3a: Wertschriften bieten langfristig mehr Renditechancen als ein Vorsorgekonto

Die private Vorsorge (3. Säule) ergänzt die staatliche und die berufliche Vorsorge. Sie ergibt auch aus steuerlicher Sicht Sinn. Als Folge der anhaltend tiefen Zinsen hat das Vorsorgekonto in den letzten Jahren an Attraktivität verloren. Wer frühzeitig mit der Vorsorge beginnt, sichert sich mit einer Wertschriftenlösung die Chance auf eine höhere Rendite.

Die 1. Säule (AHV) und die 2. Säule (BVG) reichen unter Umständen nicht aus, um im Alter den bisherigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Die freiwillige Vorsorge, etwa die Säule 3a, kann diese Lücken schliessen. Das ergibt auch aus steuerlicher Sicht Sinn. Denn die jährlichen Einzahlungen in die Säule 3a dürfen vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.

Eine Säule 3a können Sie sowohl bei einer Bank als auch bei einer Versicherung abschliessen. Wer sich für die Bank entscheidet, kann zwischen einem Vorsorgekonto und der Wertschriftenvorsorge wählen. Beide Varianten bieten interessante Vorteile.

Säule 3a Vorsorgekonto: Vorzugszins.

Zahlen Sie bei einer Bank in die Säule 3a ein, liegt Ihr Geld auf einem Vorsorgekonto mit einem Vorzugszins. Auf dieses Konto können Sie jederzeit, flexibel und ohne Sparzwang einzahlen.

Säule 3a Wertschriftenvorsorge: Chance auf höhere Rendite.

Die Wertschriftenvorsorge bietet Ihnen die Möglichkeit, eine höhere Rendite zu erzielen. Das heisst: Wenn Sie frühzeitig in Wertschriften investieren, steht Ihnen im Alter voraussichtlich mehr Geld zur Verfügung, als wenn Sie Ihr Guthaben auf einem Vorsorgekonto belassen.

Je nachdem, wie viel Risiko Sie eingehen und wie lange Sie Ihr Geld anlegen wollen, stehen Ihnen mehrere Wertschriftenlösungen zur Verfügung. In erster Linie unterscheiden sich diese durch ihren Aktienanteil und ihren Anlagestil. Sie entscheiden, ob Ihre Lösung aktiv oder passiv verwaltet werden soll.

Bei aktiv verwalteten Anlagen versuchen professionelle Portfoliomanager, Ihre Rendite langfristig zu optimieren. Indexierte Anlagegruppen dagegen orientieren sich an einem bestimmten Index und versuchen, diesen so genau wie möglich abzubilden.

Welche Lösung am besten zu Ihnen passt, kommt ganz auf Ihre persönliche Situation an. Das Gespräch mit einem Experten kann Ihnen bei der Entscheidung helfen.

Langfristig bietet die Vorsorge mit Wertschriften die besseren Renditeaussichten als ein Vorsorgekonto.

Rocco Baldinger 

Renditevergleich Wertschriftenvorsorge/Vorsorgekonto

Beide Kunden haben vom 1. Januar 1987 bis zum 31. Dezember 2017 jeweils zu Jahresbeginn den Maximalbetrag einbezahlt. Der Kunde, der sich für eine Vorsorge mit Wertschriften (in diesem Beispiel Anlagegruppe CSA Mixta-BVG) entschieden hat, erzielte gegenüber dem Kunden, der auf das Vorsorgekonto gesetzt hat, eine um CHF 99’558 höhere Rendite.

Säule 3a Versicherung: zusätzlicher Schutz bei Tod und Invalidität.

Eine Säule 3a kann auch bei einer Versicherung abgeschlossen werden. Es gibt fondsgebundene Policen mit und klassische Lösungen ohne Wertschriften. Bei beiden wird ein Teil des einbezahlten Betrags für den Versicherungsschutz verwendet und steht für die Altersvorsorge nicht mehr zur Verfügung. Dementsprechend haben Sie mit einem Vorsorgekonto oder einer Wertschriftenlösung bei der Bank im Alter mehr Geld zur Verfügung als mit einer Lebensversicherung. Bei der Versicherung geht man zudem einen langjährigen Vertrag ein, der bei Änderungen zu Kosten führen kann. Um flexibel zu bleiben, ist es ratsam, bei einer Bank für das Alter zu sparen und für den Schutz bei Tod oder Invalidität allenfalls eine separate Risikopolice bei einer Versicherung abzuschliessen.