In die Säule 3a einzahlen lohnt sich. Auch bei kleineren Beträgen.
Mit der Säule 3a den gewohnten Lebensstandard auch nach der Pension sichern. Das kann, wer alle Einflussfaktoren beachtet. Entscheidend sind nicht nur Zins- beziehungsweise Renditeniveau, sondern vor allem, wie lange und wie regelmässig eingezahlt wird.
Die Höhe der Zinsen beeinflusst den Vermögenszuwachs entscheidend
Die Zinssätze befinden sich nach wie vor auf tiefem Niveau. In diesem Umfeld verläuft auch der Kapitalaufbau in der Säule 3a deutlich langsamer. Rechnet man zum Beispiel mit einem Zinssatz von 0,1 Prozent über einen Anlagehorizont von 35 Jahren, in denen jährlich CHF 7’056 (Maximalbetrag für 2023) eingezahlt werden, dann resultieren kumulierte Zinserträge von CHF 4’496 und ein Endvermögen von CHF 251’456. Eine längere Tiefzinsphase reduziert den Vermögensaufbau deutlich.
Mit einem wieder steigenden Zinsniveau und einer durchschnittlichen Verzinsung von 1 Prozent würden sich die Zinserträge auf CHF 49’934 erhöhen. Bei 4 Prozent kommt ein mehr als doppelt so hohes Endvermögen zusammen wie bei einer Verzinsung/Rendite von lediglich 0,1 Prozent.
Wertschriftenlösungen generieren erhöhte Renditechancen
Mit Wertschriftenlösungen können die Renditechancen erhöht werden – historisch betrachtet rentierten Wertschriftenlösungen besser als Zinskonten, sind aber mit höheren Risiken und Gebühren verbunden. Angesichts des langen Anlagehorizonts können temporäre Wertschwankungen aber oft in Kauf genommen werden. Für risikofreudigere Vorsorgenehmerinnen und Vorsorgenehmer mit einem langen Anlagehorizont sind Produkte mit einem hohen Aktienanteil prüfenswert, da so potenziell höhere Renditen erreicht werden können. Hier macht es Sinn, sich von einer Fachperson beraten zu lassen.
Einzahlungspausen haben Sparlücken zur Folge
Nicht alle Haushalte zahlen jährlich in die private Altersvorsorge ein. Im Gegensatz zur zweiten Säule können verpasste Einzahlungen in die Säule 3a aber mit aktuellem Gesetzesstand später nicht kompensiert werden. Das folgende Szenario zeigt den Vermögensaufbau bei regelmässiger Einzahlung von CHF 7’056 (Maximalbetrag für 2023) im Vergleich zu einer Person, die sieben Jahre lang auf Einzahlungen verzichtet. Neben den verpassten Einzahlungen in der Höhe von insgesamt CHF 49’392 fallen die Zinserträge geringer aus.
Ausgehend von einem gemischten 3a-Modell mit Zinskonto und Wertschriftenlösung, wird mit einer durchschnittlichen Verzinsung/Rendite von 3 Prozent beziehungsweise 2 Prozent gerechnet. Im Szenario A bei einem Durchschnittszins von 3 Prozent sind die kumulierten Zinserträge bei konstanter Einzahlung (A1) über CHF 54’000 höher als bei 7-jähriger Einzahlungspause (A2). Im Szenario B mit einer jährlichen Rendite von 2 Prozent beträgt der Zinsverlust immer noch über CHF 31’000.
Frühzeitige Investitionen in die Vorsorge zahlen sich aus
Mit zunehmendem Alter zahlen Schweizerinnen und Schweizer häufiger in die Säule 3a ein. Für ihren Vermögensaufbau wäre es aber sinnvoller, in möglichst jungen Jahren mit dem Vorsorgesparen zu beginnen. Denn wer über einen längeren Zeitraum spart, erreicht bei gleichem Zins ein höheres Endvermögen. So entsteht im folgenden Szenario bei jährlicher Einzahlung von rund CHF 5’040 über 35 Jahre ein höheres Endvermögen, als wenn über 25 Jahre jährlich CHF 7’056 (Maximalbetrag für 2023) eingezahlt werden.
Obwohl die Summe der Einzahlungen identisch ist, resultiert für den «Frühstarter» am Ende ein über CHF 26’000 höheres Vermögen als bei einem um zehn Jahre verzögerten Sparbeginn. Es empfiehlt sich also, früh mit dem Alterssparen zu beginnen – auch wenn nicht der maximale Betrag eingezahlt werden kann.