Pillar 3a: Start early and consistently make deposits
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Säule 3a: Früh anfangen und konstant einzahlen lohnt sich – auch bei kleineren Beträgen

In ihrer neuen Studie zur Säule 3a zeigen die Ökonomen der Credit Suisse, wie sich das Vermögen in der Säule 3a entwickeln kann. Entscheidend sind nicht nur Zins- bzw. Renditeniveau, sondern vor allem, wie lange und wie regelmässig eingezahlt wird.

Die Zinssätze befinden sich derzeit auf rekordtiefem Niveau. In diesem Umfeld verläuft auch der Kapitalaufbau in der Säule 3a deutlich langsamer. Rechnet man zum Beispiel mit einem derzeit gängigen Zinssatz von 0,2 % über einen Anlagehorizont von 35 Jahren, in denen jeweils der heute zulässige Maximalbetrag eingezahlt wird, dann resultieren kumulierte Zinserträge von CHF 8’724 und ein Endvermögen von CHF 245’604. Eine längere Tiefzinsphase reduziert den Vermögensaufbau deutlich. Mit einem wieder steigenden Zinsniveau und einer durchschnittlichen Verzinsung von 1 % würden sich die Zinserträge auf knapp CHF 48’000 erhöhen. Bei 4 % kommt ein über doppelt so hohes Endvermögen zusammen wie bei einer Verzinsung/Rendite von lediglich 0,2 %.

Das Zinsniveau ist wichtig für den Vermögensaufbau

Zinssatz/Rendite entscheidend für Vermögensaufbau

Vermögensentwicklung bei regelmässiger Einzahlung (jeweils zu Jahresbeginn) des heutigen Maximalbetrags von CHF 6’768 bei unterschiedlichen Annahmen bezüglich Durchschnittszins/Rendite

Quelle: Credit Suisse

Mit Wertschriftenlösungen können die Renditechancen erhöht werden – historisch betrachtet rentierten Wertschriftenlösungen besser als Zinskonten, sind aber mit höheren Risiken und Gebühren verbunden. Angesichts des langen Anlagehorizonts können temporäre Wertschwankungen aber oft in Kauf genommen werden. Für risikofreudigere Vorsorgenehmer mit einem langen Anlagehorizont sind Produkte mit einem hohen Aktienanteil prüfenswert, da so potenziell höhere Renditen erreicht werden können. Hier macht es Sinn, sich von einem Experten beraten zu lassen.

Auf Einzahlungspausen folgen Sparlücken

Nicht alle Haushalte zahlen jährlich in die private Altersvorsorge ein. Im Gegensatz zur zweiten Säule können verpasste Einzahlungen in die Säule 3a aber später nicht kompensiert werden. Das folgende Szenario zeigt den Vermögensaufbau bei regelmässiger Einzahlung des heutigen Maximalbetrags von CHF 6’768 im Vergleich zu einer Person, die sieben Jahre lang auf Einzahlungen verzichtet. Ausgehend von einem gemischten 3a-Modell mit Zinskonto und Wertschriftenlösung, wird mit einer durchschnittlichen Verzinsung/Rendite von 2 % bzw. 3 % gerechnet. Im Szenario A bei 3 % Durchschnittszins sind die kumulierten Zinserträge bei konstanter Einzahlung (A1) fast CHF 52’000 höher als bei 7-jähriger Einzahlungspause (A2). Im Szenario B mit 2 % jährlicher Rendite beträgt der Zinsverlust immer noch gut CHF 30’000.

Einzahlungsunterbrüche verringern Zinseszinseffekt

Einzahlungsunterbrüche verringern Zinseszinseffekt

Vermögensentwicklung bei regelmässiger Einzahlung (jeweils zu Jahresbeginn) des heutigen Maximalbetrags von CHF 6’768 sowie im Fall einer 7-jährigen Einzahlungspause; Durchschnittszins/Rendite von 2 % bzw. 3 % p. a.

Quelle: Credit Suisse

Mit zunehmendem Alter zahlen Schweizerinnen und Schweizer häufiger in die Säule 3a ein. Für ihren Vermögensaufbau wäre es aber sinnvoller, in möglichst jungen Jahren mit dem Vorsorgesparen zu beginnen. Denn wer über einen längeren Zeitraum spart, erreicht bei gleichem Zins ein höheres Endvermögen. So entsteht im folgenden Szenario bei jährlicher Einzahlung von rund CHF 4’800 über 35 Jahre ein höheres Endvermögen, als wenn über 25 Jahre jährlich der Maximalbetrag von CHF 6’768 eingezahlt wird. Obwohl die Summe der Einzahlungen identisch ist, resultiert für den «Frühstarter» am Ende ein über CHF 25’000 höheres Vermögen als bei einem um zehn Jahre verzögerten Sparbeginn. Es empfiehlt sich also, früh mit dem Alterssparen zu beginnen – auch wenn nicht der maximale Betrag eingezahlt werden kann.

Früh anfangen lohnt sich bei der Säule 3a

Früh anfangen lohnt sich – auch bei kleineren Beträgen

Vermögensentwicklung bei regelmässiger Einzahlung (jeweils zu Jahresbeginn) von CHF 4’834 sowie bei Einzahlungen des heutigen Maximalbetrags, aber mit 10-jähriger Verzögerung; Durchschnittszins/Rendite von 2 % p. a.

Quelle: Credit Suisse