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Renovation: das Wichtigste zu Umbauen und Sanieren in Kürze

Eine neue Küche, die Sanierung und Isolation der Aussenhülle oder Solar Panels aufs Dach: Renovieren und Umbauen umfassen viele Facetten. Erfahren Sie, was Sie bei der Planung berücksichtigen müssen und welche Möglichkeiten zur Finanzierung bestehen.

Bauen liegt im Trend. Noch mehr als neu gebaut wird derzeit aber umgebaut. Laut den aktuellsten Zahlen aus der Baustatistik 2015 stiegen die Bauinvestitionen im Hochbau innerhalb eines Jahres um 1,7 Prozent. Die Umbauten legten dabei mit 3,1 Prozent deutlich stärker zu als die Neubauten mit 1,0 Prozent.

Umbau, Werterhalt und Modernisierung

Neben den tiefen Zinsen gibt es weitere gute Gründe, um in eine Renovation zu investieren. Einer der wohl wichtigsten ist die altersbedingte Sanierung. Viele Häuser in der Schweiz sind um die 100 Jahre alt. Hier sind werterhaltende Massnahmen notwendig.

Manchmal soll eine Modernisierung aber auch für mehr Wohnlichkeit sorgen, unabhängig vom Alter der Liegenschaft. So zum Beispiel eine frische Farbe an der Wand, neue Platten im Badezimmer oder gleich eine komplett neue Küche. Einzelne Bestandteile eines Hauses müssen Sie zudem regelmässig ersetzen. Beispielsweise halten Fensterrahmen aus Holz im Schnitt 25 bis 35 Jahre. Ein Umbau kann auch nötig werden, weil die Familie wächst. So kann der Ausbau des Dachstocks oder ein ebenerdiger Anbau zusätzlichen Platz schaffen.

Energieeffizienz verbessern zahlt sich aus

Doch nicht nur die Bausubstanz muss gepflegt werden. Gerade bei älteren Häusern lohnt es sich, energetisch zu sanieren. Dies nicht nur der Umwelt zuliebe, sondern auch zugunsten der eigenen Finanzen. So hilft eine neue Wärmedämmung ganz konkret, Heizenergie zu sparen. Die Heizkosten können Sie ebenfalls senken, wenn Sie die Heizung erneuern, beispielsweise mit einer Holzpellet-Anlage oder einer Wärmepumpe. Warmwasser kann mit Sonnenkollektoren aufbereitet werden. Über die Jahre gerechnet zahlt sich die Investition in mehr Energieeffizienz aus.

Energetische Sanierungen werden ausserdem gefördert. Je nach Wohnkanton gibt es unterschiedliche Förderprogramme und Subventionen zur Steigerung der Energieeffizienz. Es lohnt sich, frühzeitig die Richtlinien für die Förderung zu prüfen und gegebenenfalls in der Planung zu berücksichtigen. Denn hat man mit der Renovation erst begonnen, kann es zu spät sein, um noch Fördergelder zu beantragen.

Kosten und Finanzierung der Renovation

Eine gute Planung ist unabhängig von den Gründen für die Renovation zwingend. Was und wie wollen Sie konkret umbauen? Brauchen Sie einen Spezialisten, der die Arbeiten koordiniert? Ist eine Baubewilligung nötig? Eine Reihe von Faktoren will bei der Planung Ihrer Renovation berücksichtigt werden.

Nach einer Grobplanung gilt es, die Finanzierung zu klären. Spätestens jetzt lohnt es sich, Kontakt mit der Bank aufzunehmen. Diese prüft den Grobkostenvoranschlag und die aktuelle Hypothekensituation des Kunden. Je nach Liegenschaftswert, vorhandener Hypothek und zur Verfügung stehenden Eigenmitteln ergibt sich daraus ein Kostendach für die geplante Renovation.

Schon vor Beginn der Detailplanung empfiehlt es sich, zusammen mit der Bank die konkrete Finanzierungslösung auszuarbeiten. Dabei wird unter anderem der künftige Verkehrswert des Hauses oder der Wohnung berechnet. Gibt es Unstimmigkeiten in der Projektplanung, könnten Sie diese jetzt noch anpassen. Ein nachhaltig tragbares Finanzierungsmodell ist das A und O Ihrer Planung. Denn die Freude über die neue Küche oder die neue Solaranlage auf dem Dach soll lange währen und nicht durch finanzielle Schwierigkeiten getrübt werden.