Private Equity: Portfolio mit privatem Beteiligungskapital aufwerten
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Mit Private Equity das Risiko-Rendite-Verhältnis optimieren.

Private Equity ist für Privatanleger zur attraktiven Anlageklasse geworden. Private-Equity-Fonds bieten die Möglichkeit, mit wenig Kapital in attraktive Unternehmen fernab der Börse zu investieren. Wie Anlagen in privates Beteiligungskapital das Portfolio aufwerten, und was es für Anleger zu beachten gibt.

Der Markt für Private Equity wächst

Der Gang an die Börse gilt gemeinhin als Krönung für Unternehmer und Aktionäre zugleich zu sein. Dennoch entscheiden sich immer mehr Firmen gegen einen Börsengang oder sogar für einen Rückzug, eine sogenannte Dekotierung. Insgesamt stellen an der Börse kotierte Unternehmen nur einen kleinen Teil der gesamten Schweizer Volkswirtschaft dar. Umso erstaunlicher ist der Umstand, dass viele Anleger, nicht in Privatmarktanlagen investiert sind.

Doch die Investitionen in diese Anlageklasse nehmen nun auch in der Schweiz zu. Gemäss dem Research-Unternehmen Preqin haben Private-Equity-Gesellschaften im Jahr 2017 in der Schweiz 14,4 Milliarden US-Dollar eingesammelt, knapp doppelt so viel wie noch 2008. Der Blick über den grossen Teich zeigt eindrücklich, dass Private Equity eine lohnende Diversifikation im Portfolio sein kann. Universitätsstiftungen wie jene von Harvard, Stanford und Yale weisen mit einem starken Engagement in Private Equity  langfristige Durchschnittsrenditen zwischen 10 und 13 Prozent pro Jahr aus.

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Quelle: Preqin

Anlagen in Private Equity bieten Anlegern einen Mehrwert

Anlagen in privates Beteiligungskapital sind dabei nicht nur für institutionelle Investoren, sondern auch für Privatanleger attraktiv. Denn mit einer Anlage in Private Equity lässt sich das Portfolio diversifizieren und so das Risiko-Rendite-Verhältnis verbessern. Ein Blick auf die wichtigsten Eigenschaften von Private Equity verdeutlicht, in welchen Punkten sich diese Anlageklasse von börsenkotierten Aktienanlagen unterscheidet und worin ihr Mehrwert in Bezug auf die Portfoliodiversifikation und das Risiko-Rendite-Verhältnis liegt:

  • Potentielle langfristige Mehrrendite: Die langfristige Rendite von Private Equity ist oftmals höher als jene von börsennotierten Wertpapieren. Die Mehrrendite lag in den letzten zehn Jahren  zwischen 4 und 7 Prozent jährlich in US-Dollar.
  • Aktive Einflussnahme: Private-Equity-Manager können aktiv auf die Portfoliogesellschaften Einfluss nehmen und ihre Fachexpertise sowie ihr Netzwerk einbringen.
  • Illiquiditätsprämie: Private-Equity-Manager sind über mehrere Jahre in ihren Portfoliogesellschaften investiert und helfen diesen bei der Umsetzung von strategischen Initiativen.
  • Weniger Schwankungen: Die Bewertung eines Private- Equity-Engagements hängt nicht von kurzfristigen Schwankungen an den Börsen ab, sondern wird durch operationelle Fortschritte der Portfoliogesellschaften getrieben.
  • Erweitertes Anlageuniversum: Ein Grossteil aller Unternehmen ist nicht börsenkotiert. Insbesondere innovative Unternehmen, die disruptive Technologien entwickeln, sind häufig in privater Hand.

Privates Beteiligungskapital birgt auch Risiken

Dennoch, Private Equity-Anlagen bergen auch ganz eigene Herausforderungen für Investoren. Anleger sollten sich dieser Risiken bewusst sein, wenn sie in privates Beteiligungskapital investieren wollen:

  • Finanzielle Risiken: Kapitalanlagen in Private-Equity-Fonds sind in der Regel mit einem erheblichen finanziellen und/oder geschäftlichen Risiko verbunden. Unternehmen oder Fonds können in hohem Mass fremdfinanziert sein und daher empfindlicher auf finanzielle Entwicklungen oder wirtschaftliche Faktoren reagieren.
  • Illiquidität: Anleger müssen liquide sein, da es keinen etablierten Sekundärmarkt gibt. Sie müssen sich darauf einstellen, die Anlage bis zur Fälligkeit und zur Abwicklung des zugrundeliegenden Private-Equity-Fonds zu halten. Die Anlagen sind normalerweise nicht handelbar oder zwischen Anlegern nur beschränkt übertragbar
  • Langfristiger Anlagehorizont: Der Zeithorizont für Private-Equity-Anlagen kann zehn und mehr Jahre betragen . Es kann lange dauern, bis sich ein Privatunternehmen etabliert hat. Daher benötigen Private-Equity-Anlagen meist auch längere Zeit, bis Gewinne realisiert werden können. Und die ersten Ausschüttungen an die Anleger erfolgen meist erst nach mehreren Jahren. 

Private-Equity-Fonds heute für Privatanleger attraktiv

Lange Zeit war Private Equity aufgrund der Einstiegsschwelle von mehreren Millionen Franken grossen institutionellen Anlegern vorbehalten. Inzwischen haben sich aber auch Private-Equity-Lösungen etabliert, die das Kapital von Anlegern in einem Pool sammeln und so in einen einzelnen Fonds oder ein Portfolio mehrerer Fonds investieren. Hierbei ist die Mindestinvestition deutlich tiefer. Obwohl der Zeithorizont zehn und mehr Jahre betragen kann, erfolgen erste Ausschüttungen an die Anleger aus den realisierten Gewinnen in der Regel schon nach einigen Jahren. So können auch Privatanleger von Private Equity profitieren. Es empfiehlt sich jedoch, nicht mehr als fünf Prozent des Gesamtportfolios in Private-Equity-Anlagen zu investieren.

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