Private Equity bietet attraktive Chancen für Privatanleger
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Private Equity: attraktive Chancen für Privatanleger fernab der Börse

Private-Equity-Fonds bieten eine gute Möglichkeit, mit wenig Kapital in attraktive Unternehmen fernab der Börse zu investieren. Eine wichtige Rolle spielen solche alternative Anlagen bei der Stabilisierung und Diversifizierung der Portfolios erst recht im Umfeld mit niedrigen Zinsen und tiefen Renditen. Wie funktioniert Private Equity und wie können Privatanleger darin investieren?

In Private Equity zu investieren, kann sich lohnen

Apple, Google, Facebook, Microsoft oder Amazon – die weltweit grössten Unternehmen haben eines gemeinsam: Sie wagten den Börsengang. Der Grossteil der Wirtschaft besteht jedoch aus kleinen und mittelgrossen Unternehmen, die nicht an der Börse notiert sind. Mittels Private Equity können sich diese Unternehmen Kapital beschaffen.

Entsprechend ist Private Equity in der Schweiz und global gesehen ein riesiger Markt, der auch für Privatanleger ein grosses Potenzial bietet. Der Blick in die USA zeigt, dass Private Equity eine lohnende Diversifikation im Portfolio sein kann. Universitätsstiftungen wie jene von Stanford und Yale weisen mit einem starken Engagement in Private Equity langfristige Durchschnittsrenditen zwischen 10 und 11 Prozent pro Jahr aus.

Private Equity in der Schweiz nimmt zu

Börsennotierte Unternehmen stellen in der Schweiz nur einen kleinen Teil der gesamten Volkswirtschaft dar. Erstaunlicherweise sind viele Anleger, insbesondere auch institutionelle, nicht in Privatmarktanlagen investiert. Doch die Anzahl der Schweizer Private-Equity-Gesellschaften wird immer grösser. Gemäss dem Research-Unternehmen Preqin haben sich die verwalteten Vermögen von in der Schweiz domizilierten Private-Equity-Managers seit 2008 mehr als versechsfacht.

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Investitionen in Private Equity nehmen zu

Die Entwicklung von Private Equity der letzten neun Jahre
Quelle: Preqin

So können Privatanleger in Private Equity investieren

Lange Zeit war Private Equity aufgrund der Einstiegsschwelle von mehreren Millionen Franken grossen institutionellen Anlegern vorbehalten. Inzwischen gibt es aber auch Private-Equity-Fonds, die das Kapital von Anlegern in einem Pool sammeln und so in ein einzelnes Unternehmen oder ein Portfolio mehrerer Unternehmen investieren.

Eine weitere Möglichkeit ist der Kauf von Private-Equity-Dachfonds oder von Aktien der Private-Equity-Gesellschaften, die ihrerseits an der Börse notiert sind. Privatanleger können mit Investitionen in Private Equity ihr Portfolio diversifizieren und so das Risiko/Rendite-Verhältnis verbessern.

Mehrwerte von Private-Equity-Fonds

Ein Blick auf die wichtigsten Eigenschaften von Private Equity verdeutlicht, in welchen Punkten sich diese Anlageklasse von börsenkotierten Aktienanlagen unterscheidet und worin ihr Mehrwert in Bezug auf die Portfoliodiversifikation und das Risiko/Rendite-Verhältnis liegt:

  • Potenzielle langfristige Mehrrendite: Die langfristige Rendite von Private Equity ist oftmals höher als jene von börsennotierten Wertpapieren. In den letzten zehn Jahren lag die Mehrrendite in US-Dollar zwischen 4 und 7 Prozent jährlich.
  • Aktive Einflussnahme: Private-Equity-Managers können aktiv auf die Portfoliogesellschaften Einfluss nehmen und ihre Fachexpertise sowie ihr Netzwerk einbringen.
  • Illiquiditätsprämie: Private-Equity-Managers sind über mehrere Jahre in ihren Portfoliogesellschaften investiert und helfen diesen bei der Umsetzung von strategischen Initiativen.
  • Weniger Schwankungen: Die Bewertung eines Private-Equity-Engagements hängt nicht von kurzfristigen Schwankungen an den Börsen ab, sondern wird durch operationelle Fortschritte der Portfoliogesellschaften getrieben.
  • Erweitertes Anlageuniversum: Ein Grossteil aller Unternehmen ist nicht börsenkotiert. Insbesondere innovative Unternehmen, die disruptive Technologien entwickeln, sind häufig in privater Hand.

Risiken beim Investieren in Private-Equity-Fonds

Ein Private-Equity-Portfolio birgt für einen Investor auch Herausforderungen und Risiken:

  • Finanzielle Risiken: Kapitalanlagen in Private-Equity-Fonds sind in der Regel mit einem erheblichen finanziellen und/oder geschäftlichen Risiko verbunden. Unternehmen oder Fonds können in hohem Mass fremdfinanziert sein und daher empfindlicher auf finanzielle Entwicklungen oder wirtschaftliche Faktoren reagieren.
  • Illiquidität: Ein Investor muss liquide sein, da es keinen etablierten Sekundärmarkt gibt. Anleger müssen sich darauf einstellen, die Anlage bis zur Fälligkeit und zur Abwicklung des zugrunde liegenden Private-Equity-Fonds zu halten. Die Anlagen sind normalerweise nicht handelbar oder zwischen Anlegern nur beschränkt übertragbar.
  • Langfristiger Anlagehorizont: Der Zeithorizont für Private-Equity-Anlagen kann zehn und mehr Jahre betragen. Es kann lange dauern, bis sich ein Privatunternehmen etabliert hat. Daher benötigen Private-Equity-Anlagen meist auch längere Zeit, bis Gewinne realisiert werden können.

Auch Unternehmen profitieren von Private Equity

Obwohl der Zeithorizont zehn oder mehr Jahre betragen kann, erfolgen erste Ausschüttungen an die Anleger aus den realisierten Gewinnen in der Regel schon nach einigen Jahren. So können auch private Anleger von Private Equity profitieren.
Häufig erreicht das finanzielle Engagement von Private-Equity-Gesellschaften die Schwelle einer Mehrheitsbeteiligung.

Dadurch können die Geldgeber die Unternehmensstrategie beeinflussen – bis hin zur vollständigen Übernahme des Unternehmens. In vielen Fällen finden Unternehmen unter der Führung von Private-Equity-Gesellschaften zurück auf den Wachstumspfad und/oder können ihre Marktposition verbessern.

Als Risikokapital, sogenanntes Venture Capital, kann Private Equity auch zur Finanzierung neu gegründeter Start-ups dienen.

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