Mit diesen sieben Ratschlägen optimieren Sie die Rendite
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Mit diesen sieben Ratschlägen optimieren Sie die Rendite

Anleger sollten bei der zu erwartenden Rendite realistisch bleiben. Denn mehr Rendite ist immer auch mit einem erhöhten Risiko verbunden. Eine seriöse Beratung ist zwingend. Dennoch gibt es Produkte und Strategien, mit denen eine höhere Rendite möglich ist. Sieben Tipps für risikofreudige Anleger.

1. Handeln Sie antizyklisch

Die Rendite lässt sich optimieren, wenn Sie Wertpapiere zum richtigen Zeitpunkt handeln. Nach einem Börsencrash sind Aktien deutlich günstiger als davor. Nutzen Sie die Gelegenheit und steigen Sie dann ein. Wenn Sie zudem Aktien gezielt verkaufen, wenn die Nachfrage hoch ist und die Titel überbewertet sind, können Sie die maximale Rendite erzielen. Noch stärker antizyklisch agieren Hedgefonds. Hierbei stehen den Fondsmanagern auch ungewöhnliche Mittel zur Verfügung wie beispielsweise Leerverkäufe, um gezielt entgegen der Marktrichtung zu handeln. Ein Leerverkauf ist eine Bezeichnung für den Verkauf von Wertpapieren, die sich gar nicht im Eigentum des Verkäufers befinden, sondern nur geliehen sind.

2. Wählen Sie steuer- und gebührengünstige Produkte

Eine simple und risikoarme Strategie, um die Rendite zu optimieren, ist das Auswählen von steuergünstigen Produkten. Denn nicht auf alle Gewinne von Wertpapieren werden Steuern erhoben. Zinsen von Obligationen müssen als Einkommen versteuert werden, ebenso ausbezahlte Dividenden von Aktien. Die Kursgewinne selber sind dagegen steuerfrei. Unterschiedlich versteuert werden müssen Gewinne von Derivaten, je nach Ausgestaltung des Produkts. Sparen und somit indirekt die Rendite maximieren lässt sich auch bei den Gebühren. Mehr über kostengünstiges Anlegen lesen.

3. Setzen Sie auf einen hohen Aktienanteil

Wollen Sie möglichst viel Rendite erzielen, sollten Sie auf einen hohen Aktienanteil im Portfolio achten. Im Vergleich zu anderen Anlagen, wie Zinsprodukten oder Immobilienanlagen, ist bei Aktien mehr Rendite möglich. Sowohl die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens als auch die allgemeine Kapitalmarktstimmung können Kurstreiber sein. Allerdings sind Aktienanlagen mit einem erheblichen Risiko verbunden. Denn die gleichen Kräfte, welche die Kurse nach oben treiben, können auch zu sinkenden Aktienkursen führen, falls sich die Erwartungen der Investoren nicht erfüllen.

4. Kaufen Sie Aktien von Small und Mid Caps

Die Aktien von grossen Unternehmen, sogenannte Large Caps, steigen oft weniger stark als Aktien von Small- und Mid-Cap-Unternehmen. Denn weltbekannte Firmen haben die Zeiten des grossen Wachstums oft hinter sich. Auch die hohe Liquidität an der Börse führt dazu, dass Kursschwankungen begrenzt sind. Kleine und mittlere Unternehmen wachsen dagegen teils noch stark. Entsprechend sind auch höhere Renditen an der Börse möglich. Allerdings ist dies mit Risiken verbunden. Ein Rückschlag ist natürlich auch bei Large Caps möglich, doch kleinere Unternehmen gehen statistisch gesehen öfter Konkurs als grosse mit hohen Geldreserven. Zudem werden Small und Mid Caps an der Börse weniger häufig gehandelt als Large Caps. Entsprechend kommt es schneller zu starken Kursschwankungen, sowohl nach oben als auch nach unten.

5. Investieren Sie in nicht börsenkotierte Unternehmen

Nur ein kleiner Teil der Unternehmen ist an der Börse kotiert. Doch auch in die anderen können Privatanleger via Private-Equity-Fonds investieren. Diese Anlagen sind bezüglich Rendite attraktiv. Oft handelt es sich um junge Unternehmen mit hohem Kapitalbedarf oder solche an einer Entwicklungsschwelle. Private-Equity-Fonds helfen mit Geld aus, nehmen dabei aber auch strategisch Einfluss. Allerdings ist nicht nur das Renditepotenzial bei Private Equity gross, auch die Risiken sind höher. Junge und kleine Unternehmen sind öfter von einer Insolvenz betroffen als etablierte Firmen. Investoren in nicht börsenkotierte Firmen müssen zudem Phasen tiefer Liquidität und eine längere Sperrzeit ihres investierten Kapitals aushalten können.

6. Investieren Sie in Rendite-Optimierungsprodukte

Eine attraktive Rendite lassen Derivate erwarten. Bei Privatanlagern beliebt sind insbesondere Barrier Reverse Convertibles (BRC). Diese versprechen in einem seitwärts tendierenden Markt mehr Rendite in Form von Couponzahlungen. Anleger setzen dabei auf einen oder mehrere Basiswerte, oftmals Aktien. Fällt der Basiswert nicht unter einen vordefinierten Wert, erhält der Anleger am Ende der Laufzeit sein Geld zurück, plus den Coupon. Ansonsten wandert der Basiswert in sein Depot. Jedoch sind Barrier Reverse Convertibles wie alle strukturierten Produkte mit hohen Risiken verbunden. Entwickelt sich der Basiswert anders als erwartet, haben Sie plötzlich eine schlecht bewertete Aktie im Portfolio. Immerhin wird der attraktive Coupon dennoch ausgezahlt. Geht die Bank, die das Produkt auf den Markt gebracht hat aber Konkurs, ist das ganze Geld weg.

7. Bleiben Sie informiert

Wollen Sie mehr Rendite erzielen, indem Sie aktiv Marktchancen nutzen, müssen Sie viel Zeit investieren. Nur wenn Sie über das Marktgeschehen informiert sind und frühzeitig einen Trend erkennen, profitieren Sie wirklich. Wer zu spät auf einen Trend aufspringt, kauft Wertpapiere dagegen überteuert ein und kann die maximale Rendite nicht erzielen. Oft ist es aber nicht einfach, als Privatanleger zu erkennen, welche Trends tatsächlich vielversprechend sind und welche nur heisse Luft. Das Risiko einer Fehleinschätzung ist gross. Auch kann häufiges Kaufen und Verkaufen von Aktien ins Geld gehen, weil jedes Mal Gebühren anfallen.