Wohneigentum bleibt für viele junge Erwachsene ein Traum
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Mehr als drei Viertel aller jungen Erwachsenen träumen von Wohneigentum

Die heutige Jugend hegt sehr ähnliche Ziele und Träume wie die Generationen vor ihr, sieht sich jedoch beim Thema Wohneigentum grossen Herausforderungen ausgesetzt. Warum junge Erwachsene heute später von zu Hause ausziehen und der Wunsch nach Eigentum ausser Reichweite rückt – der neue Immobilienmonitor der Credit Suisse klärt auf.

Junge Erwachsene ziehen immer später aus

Zum Findungs- und Ablösungsprozess, der die Jugendzeit kennzeichnet, gehört neben dem Eintritt ins Erwerbsleben auch die Gründung des ersten eigenen Haushalts – dies geschieht heutzutage jedoch immer später. Woran liegt das?

Wichtigster Grund für den späteren Auszug ist die länger dauernde Ausbildung, da sich Jugendliche vermehrt für höhere Bildungswege entscheiden. Ebenfalls eine Rolle spielen dürften der Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie die höhere Zahl von Universitäts- und Fachhochschulstandorten. Die kürzeren Reisewege und die zusätzlich verbesserten Verkehrsanbindungen ermöglichen es vielen jungen Erwachsenen, auch während der tertiären Ausbildung oder des Berufseinstiegs im elterlichen Heim wohnen zu bleiben. Oft dürften auch finanzielle Faktoren ein Grund hierfür sein.

Immobilientrends: Junge Erwachsene leben durchschnittlich immer länger im Elternhaus

Junge Erwachsene leben durchschnittlich immer länger im Elternhaus

Quellen: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse
Letzter Datenpunkt: 2019
 

Paarwohnung ist die beliebteste Haushaltsform

Werden die Umzugsboxen gepackt, zieht es die jungen Erwachsenen meist in die Stadt. Ob in eine Wohngemeinschaft, einen Einpersonenhaushalt oder zusammen mit dem Partner – oft folgen sich mehrere dieser Haushaltsformen in relativ kurzen Intervallen. Als beliebteste Wohnform gilt der Paarhaushalt, ob mit oder ohne Kinder. Auch Wohngemeinschaften (WG) gewinnen als kostengünstige Lösung immer mehr an Bedeutung. Und das nicht nur während des Studiums: Unter den Mitdreissigern hat das Wohnen in einer WG deutlich zugenommen.

Immobilienmarkt: Wohngemeinschaften im Vormarsch

Wohngemeinschaften sind auf dem Vormarsch

Quellen: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse
Letzter Datenpunkt: 2019

Stellt man die Bedürfnisse der jungen Bevölkerung dem Wohnungsangebot gegenüber, besteht die grösste Lücke wohl bei attraktivem und bezahlbarem Wohnraum für junge Berufstätige, die allein im urbanen Umfeld wohnen möchten.

Mehr als drei Viertel aller jungen Erwachsenen träumen von Wohneigentum

Mehr als drei Viertel aller jungen Erwachsenen träumen davon, später im Eigenheim zu wohnen, oder erachten es gar als Lebensziel. Anfangs ist dies aber noch kein Thema. Erstens möchten junge Erwachsene flexibel bleiben, was mit einer Mietwohnung einfacher geht. Zweitens versperren die hohen Tragbarkeitshürden bei der Finanzierung in Verbindung mit steigenden Preisen den allermeisten jüngeren Haushalten den Zugang zu Wohneigentum. So wird Eigentum in der Schweiz derzeit erst ab einem Alter von 30 Jahren vermehrt zum Thema.

Erst ab 30 wird Wohneigentum vermehrt zum Thema

Erst ab 30 wird Wohneigentum vermehrt zum Thema

Quellen: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse
Letzter Datenpunkt: 2019

Fazit: Der Traum vom Eigenheim rückt für die Generationen Y und Z in weite Ferne

Wohneigentum steht auch bei jungen Erwachsenen hoch im Kurs. Es wird aber immer schwieriger, diesen Wunsch umzusetzen. Die bereits hohen und weiter steigenden Preise rücken den Traum für die meisten ausser Reichweite. Die Entwicklung der Wohneigentumsquote zeigt, dass den 30- bis 50-Jährigen der Erwerb von Wohneigentum immer weniger gelingt. Für die Generationen Y und Z bedeutet dies, dass der Traum vom Eigenheim vielfach ein Wunsch bleiben wird und sich auch in späteren Jahren immer seltener realisieren lässt.

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