Marktrisiko Coronavirus? Keine Panik. Die Finanzmärkte sind gesund.
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Marktrisiko Coronavirus? Keine Panik.

Das Coronavirus schürt Ängste. Panik ist für Anleger aber die falsche Reaktion, denn das Immunsystem der Finanzmärkte ist intakt. Das zeigt rückblickend auch der Marktverlauf bei früheren Epidemien. Mit intelligenter Diversifikation im Portfolio lässt sich das Marktrisiko minimieren.

Epidemien haben nur geringen Einfluss auf Finanzmärkte

«Auch der stärkste Mann schaut mal unters Bett.» Erich Kästners zeitloser Kommentar scheint die aktuelle Sorge vieler Anleger zu treffen. Dabei ist angstgetriebenes Verhalten individuell betrachtet nicht nur rational nachvollziehbar, sondern es kann sogar überlebenswichtig sein. Doch als kollektives Phänomen folgt die Angst einer ganz anderen Logik. Ihre grösste Gefahr liegt in ihrer Ansteckungskraft. Denn Angst macht Angst.

Das immer weiter um sich greifende Coronavirus lässt ebenfalls Ängste aufkommen. Viele Anleger fragen, ob sich nun «die grosse Baisse» anbahnen würde. Solche Sorgen sind nicht neu. Doch in der Vergangenheit gingen Epidemien vorüber, und die globale Börsenperformance war relativ immun.

finanzmaerkte erholen sich nach globalen epidemien rasch

Finanzmärkte erholen sich nach globalen Epidemien rasch

Quelle: Charles Schwab, Factset-Daten
Letzter Datenpunkt: 21. Januar 2020
Historische Wertentwicklungen und Finanzmarktszenarien sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse.

Unerwartete Marktrisiken werden oft überschätzt

Dennoch gilt es, angesichts der aktuellen Ausbreitung des neuen Erregers aus China drei Punkte im Auge zu behalten:

1. Das Coronarvirus hat die globalen Finanzmärkte wie ein klassischer «schwarzer Schwan» erwischt. Ein potenziell grosses Risiko, das man bis anhin gar nicht auf dem Radar hatte. Die Erfahrung zeigt, dass solche Grossrisiken zu Beginn oft unterschätzt werden; dann eskalieren sie, bis sie sogar überschätzt werden. Doch wenn die Angst der Marktteilnehmer die Oberhand gewinnt, steht meist schon die Erholung kurz bevor. Und sobald die Märkte Gründe für eine Entwarnung sehen, drehen sie kurzfristig sehr stark.

2. Gute Diversifikation oder günstige Hedges sind in solchen Phasen entscheidend. Chinesische Aktien haben seit Ausbruch des Virus an Wert verloren. Ein ausgewogenes Vermögensverwaltungsmandat in Schweizer Franken liegt seit Jahresanfang aber leicht im Plus. Das erinnert daran, dass der beste Schutz vor Risiken eine intelligente Diversifikation ist – über Anlagen, Währungen, Themen, Branchen und Länder.

3. Der Ausbruch des SARS-Virus im Jahr 2003 könnte Lehren für die Finanzmärkte bereithalten. Damals waren – ähnlich wie heute – besonders China und Hongkong vom Ausbruch der Krankheit betroffen. Die Korrektur im Hang Seng Index begann im Januar 2003 mit dem Ausbruch der Epidemie. Der Aktienmarkt erholte sich aber bereits wieder, als die Zahl der Neuerkrankungen Anfang April stabil blieb, um in der Folge neue Höchststände zu erreichen. Ähnliches könnte auch dieses Jahr geschehen.

Die Finanzmärkte Asiens erreichten nach dem SARS-Schock neue Höchststände

Die Finanzmärkte Asiens erreichten nach dem SARS-Schock neue Höchststände

Quelle: Weltgesundheitsorganisation (WHO), Citi Research Letzter Datenpunkt: Juli 2003 Historische Wertentwicklungen und Finanzmarktszenarien sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse.

Das Marktrisiko mit intelligenter Diversifikation reduzieren

Für Anleger ergeben sich aus der aktuellen Situation drei Konsequenzen: Erstens zahlen Finanzmärkte auf Dauer hohe Risikoprämien. Wer mit kühlem Kopf, einem langfristigen Horizont und intelligenter Diversifikation investiert, wird mittelfristig diese Risikoprämien verdienen – und damit sein Vermögen schützen und mehren.

Zweitens zählt an den Märkten nicht nur das, was gerade ist, sondern auch das, was erwartet wird. Wenn sich die aktuelle Epidemie gelegt hat, werden sich auch die asiatischen Märkte erholen, vielleicht sogar überschiessen. In jedem Fall wird ein gut diversifiziertes Mandat auf verschiedene Arten davon profitieren.

Und drittens bietet der Euro – wenn Epidemie und Ängste ihren Zenit überschreiten – viel Potenzial für eine Gegenbewegung nach oben.

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