Jede Pensionskasse legt selber fest, welche Leistungen sie im Konkubinat dem hinterbliebenen Partner nach dem Tod des Partners zukommen lässt.
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Mit welchen Leistungen aus der Pensionskasse des Partners kann man im Konkubinat beim Tod des Partners rechnen?

Jede Pensionskasse legt selber fest, welche Leistungen sie im Konkubinat bei einem Todesfall dem hinterbliebenen Partner auszahlt. Grundsätzlich sieht das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge solche Todesfallleistungen nicht vor.

Derzeit sieht das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge keine Todesfallleistungen für die Konkubinatspartnerin bzw. den Konkubinatspartner der verstorbenen Person vor. Von Gesetzes wegen sind die Vorsorgeeinrichtungen aber ermächtigt, in ihrem Reglement freiwillige Hinterlassenenleistungen für die Person vorzusehen, mit welcher die bzw. der Verstorbene bis unmittelbar vor dem Tod während mindestens fünf Jahren eine ununterbrochene Lebensgemeinschaft gebildet hat. Dies gilt auch für die Person, die für den Lebensunterhalt von mindestens einem gemeinsamen Kind aufkommen muss.

Die Prüfung des Pensionskassenreglements schafft Klarheit

Mit Vorteil prüft man daher das Reglement der eigenen Pensionskasse, um festzustellen, ob der Partner bzw. die Partnerin gegebenenfalls Anspruch auf Todesfallleistungen hat und welche Bedingungen für diesen Anspruch gelten. Wenn ein Anspruch besteht, werden Art und Umfang der Leistungen wie beispielsweise ein Todesfallkapital oder eine Hinterlassenenrente grundsätzlich im Vorsorgeausweis erfasst. Der Vorsorgeausweis (Pensionskassenausweis) wird jeweils jährlich von der Pensionskasse zugestellt. Wichtig ist zudem, dass das Konkubinat bei den meisten Pensionskassen schriftlich angemeldet werden muss, damit sie es akzeptieren.