Mehrere 3a-Konten
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Ist es sinnvoll, mehrere 3a-Konten zu führen? Wenn ja, wie viele?

Wer seine Vorsorgegelder auf verschiedene 3a-Konten verteilt, kann in vielen Kantonen die Steuerfolgen dieser Bezüge optimieren. Zudem ist es so möglich, den Bezug besser auf seine Bedürfnisse abzustimmen, insbesondere bei einer vorzeitigen Pensionierung. 

Tatsächlich sind Vorsorgebeiträge zwar abzugsfähig, die entsprechenden Leistungen werden aber bei Bezug getrennt vom übrigen Einkommen zu einem reduzierten Satz besteuert. In den meisten Kantonen gestaltet sich die Steuerbelastung progressiv je nach bezogenem Betrag. Je höher die bezogene Leistung ist, desto höher fällt der Steuersatz aus. In den fünf Jahren vor dem gesetzlichen Rentenalter kann die Steuerprogression durch geplante gestaffelte Bezüge aus verschiedenen 3. Säule Vorsorgekonten in den einzelnen Steuerperioden gemindert werden.

Flexibilität bei vorzeitigem Bezug

Ein 3. Säule Vorsorgekonto kann jeweils nur vollständig bezogen werden – es sind keine Teilbezüge möglich. Mehrere Konten bieten daher mehr Flexibilität beim Bezug des Vorsorgeguthabens, sodass das Geld aus den unterschiedlichen Konten zu verschiedenen Zeitpunkten bezogen werden kann.

Kantonale Unterschiede

Obwohl keine Beschränkungen für die zulässige Anzahl an 3a-Konten gelten, sind zwei bis drei Konten pro Person in den meisten Fällen eine gute Lösung. Die Steuerpraxis kann allerdings von Kanton zu Kanton variieren. Es empfiehlt sich, frühzeitig die Steuerpraxis im Wohnkanton und die persönliche Situation eingehend zu prüfen, um mehrere 3a-Konten geschickt darauf auszurichten.