Nutzung von Pensionskassengeldern für eine Renovation.
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Ist es klug, mit Pensionskassengeldern das Badezimmer zu renovieren? 

Die Nutzung von Pensionskassenkapital für die Wohneigentumsförderung, zum Beispiel für eine Renovation, ist nur teilweise möglich und verursacht eine Vorsorgelücke, die ausgeglichen werden sollte.

Der Einsatz von Pensionskassenkapital im Rahmen der Wohneigentumsförderung (WEF) kann in der Regel bis maximal drei Jahre vor der Pensionierung erfolgen. Ausserdem dürfen diese Vorsorgegelder nur für den Hauptwohnsitz eingesetzt werden. Es dürfen keine Gelder aus der beruflichen Vorsorge für die Finanzierung des gewöhnlichen Unterhalts von Wohneigentum (zum Beispiel Reparaturen) verwendet werden. Für Renovationen darf das Kapital jedoch eingesetzt werden.

Ganz wichtig: Ein Bezug kann Folgen für die Versicherungsdeckung im Todesfall oder bei Invalidität im Rahmen der 2. Säule haben. Darüber hinaus entsteht eine Vorsorgelücke im Alter. Der vorbezogene Betrag sollte bis zum Alter der Pensionierung zurückgezahlt sein. Oder es sollte eine Vorsorgelösung gefunden werden, welche die Lücke ausgleicht.

Steuern und Rückzahlungen berücksichtigen

Zudem sollte man nicht vergessen, dass die Nutzung von Vorsorgeleistungen steuerliche Folgen nach sich zieht. Diese Steuerlast muss separat und aus dem eigenen Vermögen finanziert werden. Ausserdem kann man erst dann erneut Einkäufe in die 2. Säule vom steuerbaren Einkommen in Abzug bringen, wenn die für Renovationen vorbezogenen Mittel voll und ganz zurückgezahlt worden sind. Es gilt also, viele verschiedene Aspekte und Auflagen zu berücksichtigen. Um die beste Lösung zu ermitteln, sollte man daher für eine Renovation alle Finanzierungsoptionen prüfen.