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Immobilienfonds bieten attraktive Chancen. Trotz Corona-Schock.

Die Verunsicherung der Märkte aufgrund der Verbreitung des Coronavirus liess auch die Immobilienanlagen nicht verschont. Sie führte zu starken Verwerfungen. Doch mittlerweile haben sich Schweizer Immobilienfonds wieder erholt. Insbesondere im Wohnsegment dürften sie Anlegern auch weiterhin verlässliche Renditen bieten.

Immobilienanlagen brachen wegen COVID-19 ein

Das Corona-Virus hat für Korrekturen an den Finanzmärkten gesorgt, die in puncto Geschwindigkeit und Intensität selbst die globale Finanzkrise von 2008 deutlich übertreffen. Dem konnten sich auch die indirekten Schweizer Immobilienanlagen letztlich nicht entziehen. Trotz diesem Rückschlag bewiesen die Schweizer Immobilienfonds aber ihre defensiven Qualitäten. Der breite Schweizer Aktienindex SPI gab innerhalb eines knappen Monats bis zum 17. März um 24 Prozent nach, während sich Schweizer Immobilienfonds und Schweizer Immobilienaktien mit einem Minus von 19 bzw. 20 Prozent robuster zeigten.

Zudem begann vor allem bei Immobilienfonds die Erholung früher als auf dem Aktienmarkt. Dennoch liegen die Gesamtrenditen der Schweizer Immobilienfonds und Immobilienaktien seit Jahresbeginn im Minus. Allerdings deutlich weniger als die internationalen Immobilieninvestmentmärkte. Die Schweizer Immobilientitel dürften dabei von einem gewissen «Save Haven»-Effekt profitiert haben.

Die Corona-Krise sorgte auch bei Immobilienanlagen für einen Einbruch

Entwicklung der Gesamtrendite von Schweizer Immobilienfonds und -aktien im Vergleich
Historische Wertentwicklungen und Finanzmarktszenarien sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse.

Letzter Datenpunkt: 16.04.2020
Quelle: Datastream, Credit Suisse

Immobilienfonds im Wohnsegment erholen sich rascher

Die kräftige Korrektur im Zuge der Corona-Krise erfasste in einer ersten Phase ein Grossteil der verschiedenen kotierten Schweizer Immobilientitel in ähnlichem Ausmass. So verloren etwa zwischen dem 19. Februar und dem 17. März 2020 Immobilienfonds mit Fokus auf Geschäftsliegenschaften mit –18.8 Prozent ähnlich viel an Wert wie Wohnimmobilienfonds, die um 18.1 Prozent einbrachen. Tiefere Furchen dürfte die Krise aber hauptsächlich in den kommerziellen Immobilienmärkten hinterlassen. Insbesondere im Markt für Detailhandelsflächen und Hotels sind schwere Folgen zu erwarten.

Der Mietwohnungsmarkt dürfte kurzfristig ebenfalls leiden, es ist aber kaum mit Zahlungsausfällen und Vertragskündigungen zu rechnen. Die Sicherheit der Cashflows ist im Segment der Wohnimmobilienfonds daher ausgesprochen hoch. Dies schlägt sich auch in der deutlich besseren Performance dieser Fonds im Vergleich zu Geschäftsimmobilienfonds und Immobilienaktien seit Beginn der COVID-19-Korrektur nieder. So zeigten vorab die Wohnimmobilienfonds ab der zweiten Märzhälfte wieder eine klare Erholungstendenz.

Wohnimmobilienfonds zeigen seit Mitte März eine Aufwärtstendenz

Ausmass der Korrektur in den verschiedenen Immobilien-Anlageklassen
Historische Wertentwicklungen und Finanzmarktszenarien sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse.

Letzter Datenpunkt: 16.04.2020
Quelle: Datastream, Credit Suisse

Schweizer Immobilienfonds sind für Anleger attraktiv

Die ungewohnt hohe Marktvolatilität bei den Schweizer Immobilienanlagen dürfte auch in den nächsten Wochen anhalten. In der längeren Frist spricht jedoch vieles für die Attraktivität der hiesigen Immobilientitel. Das gegenwärtige Umfeld bietet attraktive Kaufgelegenheiten für Anleger mit längerfristigem Anlagehorizont.

Besonders für Schweizer Immobilienfonds dürfte der Ausblick relativ zum globalen Benchmark attraktiv sein. In der kurzen Frist dürfte sich günstig auswirken, dass die angekündigten Neuemissionen für das zweite Quartal 2020 weit unter dem Vorjahreswert liegen. Zudem  sollten die Negativzinsen, der wichtigste Performancetreiber der vergangenen Jahre, noch länger Bestand haben, was auch die Nettoinventarwerte weiterhin stützt. Insgesamt ist zu erwarten, dass vorab defensivere, räumlich gut diversifizierte Immobilienfonds mit Fokus Wohnen vergleichsweise gut performen. Mit Anlagerenditen im Bereich von 5 – 6 Prozent, wie sie in den letzten Jahren die Norm waren, kann aber vorerst nicht gerechnet werden.

Schweizer Immobilienfonds bieten eine stabile Rendite

Anlagerendite der kotierten Schweizer Immobilienfonds; NAV: Nettoinventarwert
Historische Wertentwicklungen und Finanzmarktszenarien sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse.

Letzter Datenpunkt: 31.12.2019.
Quelle: Datastream, Credit Suisse

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