Haus bauen mit guter Planung. 7 Eckpunkte.
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Haus bauen mit guter Planung. 7 Eckpunkte.

Ein Haus von Grund auf bauen – das ist der Traum vieler Menschen. Dabei gibt es zahlreiche Optionen, vom Fertighaus bis zum massiven Beton-Einfamilienhaus. Erfahren Sie, an welche wichtigen Punkte Sie denken müssen, wenn Sie Ihr individuelles Eigenheim bauen möchten.

1.    Grundstück für das Einfamilienhaus finden

Die grösste Hürde beim Hausbau ist in der Schweiz wohl das Finden des passenden Baulands. Glück hat, wer Baulandreserven innerhalb der Familie besitzt. Vielleicht bietet das Grundstück, auf dem das Elternhaus steht, Platz für ein weiteres Einfamilienhaus.

Unbebaute Flächen gibt es sonst meist nur noch in ländlichen Regionen, abseits von grösseren Zentren und der Agglomeration. An zentraler Lage ist das Land vielfach schon bebaut. Dann ist die einzige Möglichkeit, um doch Bauland zu erstehen, eine Altliegenschaft zu kaufen, diese abzureissen und einen Neubau zu erstellen.

2. Haus mit einem Baukredit bauen

Meist kann ein Hausbau nicht ohne Fremdfinanzierung gestemmt werden. Wer ein Haus bauen will, nimmt aber nicht wie beim Hauskauf eine Hypothek, sondern einen Baukredit auf. Dieser ist flexibler als eine Hypothek. Denn beim Baukredit wird anstatt eines fixen Betrags wie bei einer Hypothek lediglich ein Limit definiert. Bis dieses ausgeschöpft ist, können laufende Rechnungen ganz einfach mit dem Kredit bezahlt werden.

Der Baukredit kann später in eine Hypothek umgewandelt werden. Das ist ab einer Tranche von 100’000 Franken möglich. Die Zinsen für den Baukredit sind etwas höher als bei einer Hypothek, gelten aber nur für den tatsächlich genutzten Betrag und nicht für den ganzen Kreditrahmen.

3.    Grundstück für das Einfamilienhaus erschliessen

Wichtige Voraussetzung, um ein Haus bauen zu dürfen, ist das Erschliessen des Grundstücks. Nur wenn eine ausreichend breite Zufahrt besteht, wird eine Baubewilligung erteilt. Die Zufahrt muss auch für öffentliche Dienste wie Kehrichtabfuhr, Sanität und Feuerwehr gewährleistet sein. Falls die Zufahrt über ein Nachbargrund­stück erfolgt, müssen entsprechende Dienstbarkeiten vereinbart und ins Grundbuch eingetragen werden.

Auch an die Verbindung zur öffentlichen Strasse, die Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Elektrizität muss gedacht werden. Die Erschliessung ausserhalb des Grundstücks liegt für Bauzonen grundsätzlich in der Verantwortung der Gemeinde. Um die innere Erschliessung innerhalb der Parzelle muss sich der Bauherr jedoch selbst kümmern.

4.    Eigenheim bauen: Fertighaus versus Massivhaus

Die Optionen, ein eigenes Einfamilienhaus zu bauen, sind heute deutlich vielfältiger als noch vor einigen Jahren. Das klassische Massivhaus aus Beton behält durchaus seine Berechtigung. Jedoch werden Häuser aus Holz wie auch Fertighäuser immer beliebter.

Ein Fertighaus aus vorgefertigten Modulen ist nicht nur schneller gebaut, es lässt sich auch fast so individuell ausgestalten wie ein Massivhaus. Wer ein Fertighaus bauen möchte, kann in der Schweiz inzwischen aus vielen Angeboten wählen und das Gebäude nach den eigenen Wünschen zum persönlichen Traumhaus ausbauen.

5.    Haus bauen in der Schweiz bedingt eine gute Planung

Egal, ob es ein Fertighaus oder ein Architektenhaus sein soll: Die Planung ist elementar und braucht Zeit. Wichtig ist, die Bauvorschriften zu kennen und einzuhalten: Wie hoch darf das Gebäude in der entsprechenden Bauzone sein? Wie nah darf an das Nachbargrundstück gebaut werden? Gibt es Vorschriften bezüglich Fassade oder Dach?

Sind die Pläne erstellt, muss in der Schweiz ein Baugesuch eingereicht werden. Dabei sind Einsprachen möglich, die den Neubau verzögern können. Je nachdem müssen Änderungen am Einfamilienhaus vorgenommen werden. Erst wenn eine Baubewilligung für den Neubau vorliegt, darf der Spatenstich erfolgen.

6.    Eigenheim mit dem richtigen Versicherungsschutz bauen

Ein Hausbau verläuft nicht immer reibungslos. Beispielsweise kann während des Bauens eine Leiter kippen und die Fensterscheiben zerkratzen oder Baumaterialien können gestohlen werden. Deswegen ist es sinnvoll, sich mit einer Bauwesenversicherung gegen mögliche Baurisiken abzusichern. Obligatorisch ist in den meisten Kantonen die Bauzeitversicherung. Sie versichert Neubauten gegen Feuer- und Elementarschäden, analog der Gebäudeversicherung bei bestehenden Gebäuden.

Weil der Bauherr auch bei Schäden gegenüber Dritten haftet, sollte ebenfalls eine Bauherren-Haftpflichtversicherung mit genügend hoher Deckung abgeschlossen werden. Allenfalls können weitere Versicherungen wie eine Garantieversicherung oder eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll sein.

7.    Haus bauen und einziehen – diese Garantiefristen gelten in der Schweiz

Natürlich braucht es Zeit, ein Einfamilienhaus zu bauen. Je nachdem ob ein Fertighaus oder ein Massivhaus gebaut wird, dauert der eigentliche Hausbau vom Spatenstich bis zur Schlüsselübergabe einige Monate bis zu einem Jahr oder länger.

Ganz abgeschlossen ist der Hausbau mit der Schlüsselübergabe noch nicht. Wichtig ist eine seriöse Bauabnahme, bei der sichtbare Mängel sofort beanstandet werden. Neu entstehende offene Mängel können bis zwei Jahre nach Bauabnahme gerügt werden. Für verdeckte Mängel beträgt die Garantiefrist gemäss Schweizer Obligationenrecht fünf Jahre. Zwingend ist, dass Mängel sofort und schriftlich gemeldet werden.

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