Energieeffizient bauen und sanieren
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Energieeffizient bauen und sanieren

Ein energieautarkes Haus ist wie eine Versicherung gegen steigende Energiepreise. Denn wenn Sie Ihr Haus energieeffizient bauen oder sanieren, können Sie grösstenteils auf natürliche Energiequellen zurückgreifen. Lesen Sie, wie Sie Ihr Haus energiesparend oder energieautark machen und welche Besonderheiten das mitbringt.

Lohnt sich energieeffizientes Bauen?

Die Energiepreise sind gestiegen und dürften auf diesem hohen Niveau verweilen. Indem man sein Eigenheim energieeffizient macht, senkt man seine Verbrauchskosten für Strom und Wärme und macht sich damit ein Stück weit unabhängig von dieser Preissteigerung. Die Investition zahlt sich in der Regel schon nach wenigen Jahren aus. Während die Nebenkosten für das Haus erheblich sinken, sollte jedoch berücksichtigt werden, dass die energiesparenden Anlagen gewisse Wartungskosten verursachen.

Energieeffizientes vs. energieautarkes Bauen. Was ist der Unterschied?

Ein energieeffizientes Haus verbraucht weniger Energie. Dazu gehören Energiesparhäuser mit einem Heizwärmebedarf von 50 kWh/m2 und Passivhäuser mit einem Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/m2.

Ein energieautarkes Haus kommt per Definition ohne eine externe Wärme- und Stromzufuhr aus und ist damit vollkommen unabhängig von den Energiepreisen. Dazu nutzt man Photovoltaikanlagen, also Solarstromanlagen, Dach-Windgeneratoren, Wärmepumpen und Stromspeicher. Auch eine erstklassige Isolation und ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung sind notwendig. Auf diese Weise kann man das Maximum an Energie erzeugen und bis auf Weiteres für den Winter speichern.

Eine hundertprozentige Autarkie ist bislang jedoch eine Ausnahme. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die Grösse der Batterien, die für die Stromspeicherung im Keller angebracht werden müssen, stellt eine Herausforderung dar. Auch eine ausreichend grosse Fläche an Solarmodulen anzubringen, ist vor allem in städtischen Gegenden aus Platzgründen problematisch. Ausserdem wird auch nachts Strom verbraucht, obwohl kein neuer Strom aus Sonnenlicht erzeugt werden kann.

Es ist jedoch realistisch, zu circa 70–80 Prozent energieautark zu werden. Ausserdem bietet ein Anschluss an das Stromnetz auch gewisse Vorteile. Möchte man etwa zum Duschen das Bad in kurzer Zeit aufheizen, erweist sich eine Elektroheizung als sehr nützlich. Und wenn es einmal einen Defekt mit der Photovoltaikanlage gibt, bleibt man so nicht ohne Stromversorgung, bis die Fachperson kommt.

Energiesparend bauen und sanieren. Weitere Vorteile.

  1. Der Umwelt zuliebe: Indem man natürliche Energiequellen nutzt, vermeidet man CO2-Emissionen und schont damit die Umwelt.
  2. Wertsteigerung der Immobilie: Eine energieeffiziente Immobilie, die nach den modernsten Standards gebaut oder saniert wurde, hat einen höheren Marktwert.

Energieeffizient bauen und sanieren. Welche Bereiche im Haus sind betroffen?

Zu Energieverlust führt beispielsweise eine schlechte Isolation. Das betrifft Fenster, Türen, Fassaden, den Keller und den Estrich. Weiterhin lohnt es sich, die Heizung unter die Lupe zu nehmen. Eine Sanierung dieser Elemente kann zu enormen Energieeinsparungen führen.

Auch ein modernes, effizientes Lüftungssystem ermöglicht es, Heizkosten zu sparen. Denn es ersetzt manuelles Lüften weitgehend, wodurch der Wärmeverlust reduziert wird. Zusätzlich lässt sich Schimmelbildung verhindern, weil das Raumklima kontrolliert wird und durchgängig konstant bleibt.

Wie geht man ein energiesparendes Bauvorhaben an?

Um die nötigen Baumassnahmen festzulegen, ist es üblich, sich ein Gutachten für den Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) ausstellen zu lassen. Hierbei wird die Immobilie von A (hocheffizient) bis G (mangelhaft) klassifiziert. Im Gutachten GEAK Plus werden konkrete Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz aufgezeigt. GEAK Plus wird meist von den Kantonen gefördert.

Je nach Technologie und Bauweise können unterschiedlich hohe Energieeinsparungen erzielt werden. Daher lohnt es sich, unterschiedliche Konstruktionen zu vergleichen und einen Experten zurate zu ziehen. Handelt es sich beim Projekt um einen Umbau, können zum Beispiel ein Architekt oder ein Bauingenieur Unterstützung bieten. Geht es um die Erneuerung der Gebäudetechnik, dann ist der Elektroingenieur die richtige Ansprechperson. Einen Experten in Ihrer Region finden Sie hier.

Wichtig zu beachten ist, dass energiesparende Anlagen der Gemeinde gemeldet werden müssen. Ausserdem sind in denkmalgeschützten Häusern nur bestimmte Sanierungsmassnahmen zugelassen.

Wie kann man ein energieeffizientes Bauvorhaben finanzieren?

Es gibt zahlreiche Subventionen vom Staat. Dazu gehören beispielsweise ein Tilgungszuschuss oder Steuerabzüge. Das gilt sowohl für Neubauten als auch für Sanierungsmassnahmen. Auch die Installation von CO2-freien Heizungssystemen wird gefördert. Die konkreten Möglichkeiten und Voraussetzungen variieren jedoch nach Kanton und Gemeinde. Vielerorts wird das Gutachten GEAK Plus verlangt. Weitere Informationen gibt es hier.

Wie auch bei normalen Umbauvorhaben kann man für eine energieeffiziente Sanierung entweder die Hypothek aufstocken oder die Vorsorgegelder aus der Säule 3a beziehen. Auch Pensionskassengelder können für die Sanierung der Liegenschaft bezogen werden. Die Experten der Credit Suisse stehen Ihnen bei der Planung Ihres Energiesparhauses gerne zur Seite.

Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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