Diversifikation – warum Sie besser in mehrere Anlagen investieren
Artikel

Diversifikation – warum Sie besser in mehrere Anlagen investieren

Alles auf eine Karte zu setzen, wie beim Pferderennen, ist an den Finanzmärkten ein schlechter Rat. Diversifikation im Portfolio reduziert das Risiko und ist deshalb enorm wichtig. Erfahren Sie, was es dabei zu beachten gilt.

Diversifizieren ist das A und O beim Anlegen. Stellen Sie sich vor, Sie kaufen Aktien nur eines Unternehmens. Geht die Firma Konkurs, ist das ganze Geld weg. Kaufen Sie dagegen Aktien von 20 verschiedenen Konzernen, so geht bei Insolvenz eines einzelnen nur ein Zwanzigstel des Kapitals verloren.

Aktiv die Anlagen zu streuen, heisst aber noch viel mehr, als in verschiedene Unternehmen zu investieren. Ebenso wichtig ist es, sein Geld über Länder, Branchen, Währungen und Anlagekategorien hinweg zu diversifizieren.

In mehrere Länder und Branchen investieren

So ist es für den vorsichtigen Schweizer Anleger nicht sinnvoll, die ganze Investition im Heimatland und in Schweizer Franken zu tätigen. Um das Risiko breiter abzustützen, lohnt es sich, beispielsweise auch in amerikanische Titel Geld anzulegen. Mit dem US-Dollar sind dann bereits zwei Währungen im Portfolio. Zudem ist die amerikanische Wirtschaft teilweise von anderen Faktoren abhängig als die Schweizer oder auch die europäische.

Fast noch wichtiger ist es, in verschiedene Branchen zu investieren. Denn mit der Globalisierung entwickeln sich die Finanzmärkte weltweit immer stärker in die gleiche Richtung. Dabei gelingt die Diversifikation umso besser, wenn in Branchen Geld angelegt wird, die möglichst wenig gemeinsam haben. So entwickelt sich die Pharmabranche zum Beispiel komplett anders als die Erdöl­branche. 

Alle Anlageklassen zur Diversifikation nutzen

Gleiches wie für die Streuung bezüglich Regionen und Branchen gilt im Hinblick auf die Anlageklassen. Aktien sind sehr stark von der allgemeinen Stimmung an den Finanzmärkten abhängig. Sorgen sich Investoren, zeigen Aktienkurse oft weltweit nach unten. Dagegen steigt die Nachfrage nach Obligationen und damit auch deren Wert, wenn die Unsicherheit an den Märkten gross ist.

Immobilien und Rohstoffe unterliegen eigenen Zyklen von Angebot und Nachfrage. Hedgefonds und Derivate wiederum können Strategien einsetzen, die den Märkten entgegenwirken. Diese beiden Produktkategorien können so selbst von sinkenden Preisen profitieren. Ein Mix aus verschiedenen Anlagen hilft, das Risiko einer Produktklasse abzufedern.

Je unterschiedlicher, desto besser

Wie hoch der Anteil der jeweiligen Produkte ist, hängt von der gewählten Anlagestrategie ab. Wer auf hohe Renditen setzt, wird einen höheren Anteil an Aktien im Portfolio haben, als ein Anleger mit einer auf Sicherheit fokussierten Strategie. Letzterer setzt stattdessen stärker auf Obligationen.

Eine Diversifikationsstrategie gilt grundsätzlich als besonders gelungen, je weniger die einzelnen Anlagen miteinander korrelieren. Bildlich gesprochen kann gleichzeitig in den Regenschirmhersteller wie auch in den Sonnencremeproduzenten investiert werden. So profitiert man sowohl von längeren Sonnen- als auch von Regenperioden.

Diversifizieren ist einfacher mit Anlagefonds 

Für Privatanleger ist es nicht einfach, das Portfolio genügend breit zu diversifizieren. Gerade wenn die Investitionssumme eher tief ist, ist es fast unmöglich, genügend unterschiedliche Einzeltitel oder Anlagen zu kaufen. Auch kann es mit einem hohen Zeit- und Gebührenaufwand verbunden sein, die Mischung stets an die Marktentwicklung anzupassen.

Hier können Anlagefonds Abhilfe schaffen. Sie bieten innerhalb eines einzelnen Produkts einen Mix aus verschiedenen Anlagen und haben damit eine gute Diversifikation. Je nach Ausrichtung des Fonds investieren Sie in Aktien unterschiedlicher Unternehmen oder gleich in eine Mischung verschiedener Anlageklassen.