Die vier Pensionierungsmodelle in der 2. Säule
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Die vier Pensionierungsmodelle in der
2. Säule

Ob Frühpensionierung mit 58 oder aufgeschobene Pensionierung mit 70 Jahren, ob gestaffelt oder beim Erreichen des AHV-Alters: Ein individueller Bezug der beruflichen Vorsorge ist laut Gesetz möglich. Regelungen der eigenen Pensionskasse müssen konsultiert werden. Nachfolgend die vier unterschiedlichen Pensionierungsmodelle in der 2. Säule im Vergleich. 

1. Ordentliche Pensionierung

Frauen gehen derzeit mit 64 Jahren, Männer mit 65 in Pension. Sie können Ihre Altersleistung als Rente, Kapital oder eine Kombination aus beiden beziehen. Zur Anwendung kommt beim Rentenbezug der jeweils gültige Umwandlungssatz.

2. Frühpensionierung

Die Leistungen der 2. Säule können frühestens mit 58 Jahren bezogen werden. Da das Altersguthaben noch nicht vollständig angespart und die Auszahlungsdauer verlängert ist, werden die Leistungen entsprechend reduziert. Wer genügend Erspartes hat, kann die Kürzungen durch freiwillige Einkäufe kompensieren. Wer eine Säule 3a besitzt, kann diese Gelder für Einkäufe in die 2. Säule nutzen. Achtung: Die Beitragspflicht für die AHV besteht weiterhin.

3. Gestaffelte Pensionierung

Teilweise berufstätig, teilweise schon pensioniert: Diesen gleitenden Übergang in den Ruhestand bieten immer mehr Pensionskassen an. Dabei wird das Arbeitspensum in Schritten reduziert. Der geringere Lohn wird kompensiert durch einen teilweisen Bezug der Altersleistung als Rente oder als Kapital. Die gleitende Pensionierung ist, sofern im Reglement vorgesehen, auch nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters möglich.

4. Aufgeschobene Pensionierung

Wer sich entscheidet, länger als gesetzlich vorgeschrieben im Beruf zu bleiben, erhält auf seinem Altersguthaben unter Umständen einen erhöhten Umwandlungssatz. Die 2. Säule wird, sofern im Reglement vorgesehen, mit oder ohne Altersgutschriften weitergeführt. Die berufliche Vorsorge kann laut Gesetzt bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres weitergeführt werden.

Pensionskassenbezug im Alter zwischen 58 und 70

Laut Gesetz über die berufliche Vorsorge BVG müssen Versicherte ihre 2. Säule im Alter von 58 bis 70 Jahren beziehen. Es hängt von der eigenen Pensionskasse und dem entsprechenden Reglement ab, wie flexibel Versicherte diesen Übergang vom Beruf in die Pensionierung ausgestalten können.