Hauskauf: wann der Zeitpunkt für den Kauf der Immobilie günstig ist
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Der richtige Zeitpunkt für den Hauskauf

Immobilienpreise bewegen sich in Abhängigkeit von Marktsituation, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oder Lage der Liegenschaft in unterschiedliche Richtungen. Die Finanzierungshürden für den Erwerb von Wohneigentum sind immer wieder ein Thema. Wie lässt sich da ein guter Zeitpunkt für den Hauskauf finden?

Soll ich jetzt eine Immobilie kaufen oder noch zuwarten? Mal scheint der Hauskauf zu teuer, mal passt er nicht zur aktuellen Lebenssituation. Die Folge: Man fühlt sich verunsichert. Der richtige Zeitpunkt für den Kauf einer Immobilie will gut überlegt sein.

Zu den entscheidenden Faktoren gehören die persönliche Ausganslage, die Konditionen der Hypothek – insbesondere die Zinsen – und die Situation auf dem Immobilienmarkt. Dieser unterliegt periodischen Schwankungen von Angebot und Nachfrage, die den Immobilienpreis stark beeinflussen.

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Moderates Preiswachstum

Jahreswachstumsraten, mittleres Preissegment

Quelle: Wüest Partner, Credit Suisse

Die vier Phasen des Marktzyklus: Zeitpunkt für den Hauskauf

Abschwung und Erholung des Immobilienmarkts

Der Immobilienmarkt durchlebt einen sich wiederholenden Zyklus aus vier Phasen:
Abschwung, Erholung, Expansion und Beruhigung. So kann beispielsweise eine Rezession aufgrund steigender Arbeitslosigkeit, geringerer Kaufkraft und Investitionsbereitschaft von Haushalten und Unternehmen eine sinkende Nachfrage nach Immobilien auslösen. Damit übersteigt das Angebot die Nachfrage. Die Immobilienpreise sinken.

Schwächt sich der Preisverfall ab und erreichen die Preise ihren Tiefpunkt, beginnt der Markt sich zu stabilisieren. Aufgrund der geringen Nachfrage fehlen Investitionen in Wohnraum. Nachfrage und Angebot gleichen sich an. Immobilien sind durch die tiefen Preise attraktiv.

Expansion und Beruhigung des Immobilienmarkts

In der Phase der Expansion beginnt die Nachfrage wieder zu wachsen. Das eher kleine Angebot an Wohneigentum kann den Bedarf ab einem gewissen Punkt nicht mehr decken. Die Immobilienpreise steigen an. Anleger beginnen, in den Wohnungsbau zu investieren, Neubauten werden errichtet.

Es folgt die Beruhigung. Die Nachfrage plafoniert an einem Punkt und bleibt konstant. Der Wohnraum nimmt aber weiterhin zu. Es entsteht ein Überangebot an Wohnfläche. Infolgedessen fallen die Immobilienpreise wieder.

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Der Immobilienmarkt durchlebt vier Phasen

Die vier Phasen veranschaulicht am Beispiel kommerzieller Immobilien

Quelle: Swiss Real Estate Economics, Credit Suisse

Aufschwung und Abschwung des Immobilienmarkts

Die vier Phasen sind weder regelmässig noch immer gleich ausgestaltet. Der Immobilienmarktzyklus kann parallel zum Wirtschaftszyklus verlaufen, muss es aber nicht. Es kann sein, dass die Preise steigen, obwohl sich die Wirtschaft in einer Rezession befindet.

Grob kann der Zyklus in den Aufschwung und in den Abschwung des Immobilienmarkts unterteilt werden. Die Aufschwungperiode dauert in der Regel länger als die Phase des Abschwungs. Mit Sicht auf die Immobilienpreise ist der günstigste Zeitpunkt für einen Hauskauf während der Erholung des Immobilienmarkts – wenn die Preise nicht mehr sinken, aber noch nicht wieder steigen.

Konditionen bei der Finanzierung: Hypothekarzinsen können variieren

Für die Finanzierung einer Immobilie ist die Wahl der richtigen Hypothek von Bedeutung. Die Hypothekarzinsen spielen dabei eine wichtige Rolle. Diese variieren je nach allgemeiner Zinssituation, Hypothekarmodell, Laufzeit und Bonität des Kreditnehmers.

Der Zinssatz richtet sich nach den Verhältnissen am Geld- und Kapitalmarkt. Auch die Risikoeinschätzung durch die Bank und die Laufzeit der Hypothek wirken sich auf den Zinssatz aus. Den grössten Einfluss auf die Hypothekarzinsen hat die Zinssituation am Markt. Wichtig ist also für die Finanzierung des Wunschobjekts, die wirtschaftliche Entwicklung genau zu beobachten.
Erfahren Sie mehr zu den Hypothekarzinsen und den tagesaktuellen Zinsen.

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Zinsen variieren je nach Hypothek, Laufzeit und allgemeiner Zinssituation am Markt

Hypothekarzinsen bei Neuabschluss, in %

Quelle: Credit Suisse

Keine Eile beim Hauskauf: eigene Ziele sind zentral

Neben äusseren Einflüssen wie den Immobilienpreisen und den Konditionen der Hypothek spielen vor allem personenbezogene Aspekte eine grosse Rolle. Dazu gehört die finanzielle Ausganslage: Ist genügend Kapital vorhanden, ein Eigenheim zu kaufen und für die nächsten Jahre zu unterhalten? Ist Familie in Planung? Denn dann würde sich der Kauf einer kleinen Wohnung, ausgerichtet auf ein bis zwei Personen, nicht lohnen.

Auch berufliche Ziele, Reisepläne oder Träume von grösseren Anschaffungen sollten vor dem Hauskauf bedacht werden. Möchten Sie in naher Zukunft für längere Zeit ins Ausland? Steht eine Umschulung oder Weiterbildung an, während der mit Lohneinbussen zu rechnen ist? Möglicherweise ist es in dem Fall besser, mit dem Hauskauf zu warten.

Der günstigste Zeitpunkt für den Hauskauf

Es besteht kein Grund, sich von Preisen und Zinsen verunsichern zu lassen. Wichtig ist es, die eigene Ausgangslage abzuklären und sich über den Immobilienmarktzyklus und die Wirtschaft zu informieren. Banken erstellen laufend Prognosen zur Zinsentwicklung und zur Entwicklung des Immobilienmarkts. Fest steht: Noch vor diesen Faktoren beeinflussen die persönliche Situation und die eigenen Bedürfnisse den günstigsten Zeitpunkt für einen Hauskauf entscheidend.

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