Burkhard Varnholt im Interview: Die Inflation erreicht einen neuen Höchststand
Der wirtschaftliche Aufschwung im Anschluss an die Corona-Krise scheint kaum ein Ende zu finden. In Europa und den USA befindet sich die Inflation auf dem höchsten Niveau seit Jahren. «Es ist das Top-Thema, über das Investoren sprechen wollen», sagt Burkard Varnholt im Interview und erklärt, welche Rolle Lieferketten und Strompreise dabei spielen.
Was Lieferketten und Strompreise mit der Inflation zu tun haben
Im Anlagekomitee der Credit Suisse ist aktuell ein Thema besonders relevant: die Inflation. Kein Wunder, ist sie in Europa so hoch wie seit 13 Jahren nicht mehr. Und in den USA hat sie sogar einen Höchststand von 5,5 Prozent erreicht – ein Novum der letzten 30 Jahre.
Vorangetrieben wird dieser Höchststand durch Lieferkettenunterbrüche und die jüngsten Entwicklungen bei den Strompreisen. Doch wie nachhaltig sind diese Treiber der Inflation? Burkhard Varnholt, Deputy Global Chief Investment Officer der Credit Suisse, erläutert seine Einschätzungen dazu im Interview mit Xenia Tao.
Credit Suisse House View November/Dezember 2021
Chief Investment Officer, Swiss Universal Bank, und Deputy Global Chief Investment Officer, Credit Suisse
Inflation führt zu Unsicherheiten – Aktien bleiben dennoch attraktiv
Trotz der aktuellen guten Lage der Wirtschaft relativiert Burkhard Varnholt die Gesamteinschätzung für Renditeperspektiven: «Wir hätten vor einem Jahr nicht prognostiziert, dass dieses Jahr so erfolgreich werden würde, wie es wirklich war – deshalb müssen wir vorsichtig sein.» Nichtsdestotrotz spricht er von soliden Renditen für globale Aktien. Wie es für die anderen Anlageklassen aussieht und wie diese in Relation zu Wertpapieren stehen, verrät er im Interview.