Beim Anlegen auf Kurs bleiben. Mit Supertrends.
Was die Gesellschaft beschäftigt, führt langfristig zu Veränderungen. Diesen Ansatz machen sich die sechs Supertrends der Credit Suisse zunutze. Wie aus gesellschaftlichen Trends wirkungsvolles Anlegen entsteht und welcher Fokus den Supertrends im Jahr 2022 zugrunde liegt.
Was sind Supertrends?
Die Credit Suisse führte 2017 sechs Supertrends ein: Infrastruktur, Technologie, Silver Economy, Besorgte Gesellschaften, Werte der Millennials und Klimawandel. Diese Supertrends legen ihren Fokus auf tiefgreifende und lang anhaltende gesellschaftliche Trends, die mit mehrjährigen Geschäfts- und Anlagechancen verbunden sind. Dabei vereinfacht der ausgeprägte Diversifikationsansatz über sechs Supertrends und 23 Subthemen hinweg die Navigation durch unstete Märkte.
Credit Suisse Supertrends
Die sechs Supertrends und 23 Subthemen
Infrastruktur |
Technologie |
Besorgte Gesellschaften |
Transport Energie und Wasser Smart City Telekom-Infrastruktur |
Digitalisierung Virtual Reality Industrie 4.0 Gesundheitstechnologie |
Erschwinglichkeit Arbeitsplatzsicherheit Persönliche Sicherheit |
Silver Economy |
Werte der Millennials |
Klimawandel |
Therapeutik und Geräte Pflege und Einrichtungen Kranken- und Lebensversicherung Konsum der Seniorinnen und Senioren |
Digital Natives Spass, Gesundheit und Freizeit Grünes Bewusstsein |
Effiziente Stromerzeugung Grüne Energiewende Nachhaltiger Verkehr Landwirtschaft und Nahrung |
Quelle: Credit Suisse Supertrends Mai Refresh 2022
Die sechs Supertrends und ihr Fokus im Jahr 2022
1. Infrastruktur
Das Jahr 2022 dürfte den Beginn eines mehrjährigen Infrastruktur-Booms markieren, da in den USA und in Europa neue Infrastrukturprogramme von Regierungsseite lanciert werden. Der Grossteil der Ausgaben wird sehr wahrscheinlich in den Transport, die Energiewende und die Kommunikationsinfrastruktur fliessen.
2. Technologie
Der Supertrend «Technologie im Dienste der Menschheit» erhält neue Impulse durch die Entstehung einer neuen digitalen Welt: des Metaversums. Letzteres schafft neue Geschäftschancen. Auch der Datenschutz verzeichnet ein starkes Wachstum, da die Konsumentinnen und Konsumenten sich seiner Bedeutung immer mehr bewusst werden.
3. Besorgte Gesellschaften
COVID-19 gibt zwar vielen Menschen weiterhin Anlass zur Sorge, rangiert aber bereits hinter Bedenken wie Armut, soziale Ungleichheit und Arbeitslosigkeit. Das Thema «Erschwinglichkeit» hat mit dem jüngsten Inflationsschub an Dringlichkeit gewonnen, insbesondere wenn es um Wohnraum und Lebensmittel geht.
4. Silver Economy
Die Anzahl der Seniorinnen und Senioren dürfte sich weltweit bis 2050 auf mehr als zwei Milliarden verdoppeln. Dies wird für Nachfrage sorgen, aber auch Herausforderungen mit sich bringen, die innovative Lösungen im Gesundheitswesen, bei Versicherungen sowie an den Konsum- und Immobilienmärkten erfordern.
5. Werte der Millennials
Die Lieferketten und das Konsumentenverhalten haben sich nach der COVID-19-Krise noch nicht wieder normalisiert, wodurch der Konsum kurzfristig schwanken kann. Die langfristigen Trends sind jedoch fest verankert: So dauert die Digitalisierung an und die junge Generation dürfte das Metaversum in ihren Alltag integrieren. Auch die Gesundheitsvorsorge sowie die Umwelt liegen den Millennials am Herzen, wie eine aktuelle Umfrage des Credit Suisse Research Institute zeigt.
6. Klimawandel
Der jüngste Anstieg der Energiepreise dürfte als Impuls wirken, die globale Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen für die Stromerzeugung und den Verkehr zu verringern. Auch die Lebensmittelindustrie, die für weit über 20 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, hat die Reduktion ihres CO2-Fussabdrucks in Angriff genommen und bietet langfristig interessante Chancen in einer Vielzahl von vor- und nachgelagerten Branchen.