schwellenlaenderaktien-bieten-attraktive-analgemoeglichkeiten
Artikel

Anlegen in Schwellenländern. 5 gute Gründe.

Schwellenmarktanlagen weisen derzeit ansprechende, von den Fundamentaldaten losgelöste Bewertungen auf. Dies und die geringere Marktpositionierung machen sie zu einer attraktiven Anlagegelegenheit. Fünf Gründe für Schwellenländeraktien.

Schwellenmärkte bleiben trotz schlechterer Performance robust

Die Schwellenländer haben in diesem Jahr immer wieder deutliche Rückschläge erlitten. Dies trotz stabiler Konjunkturbedingungen und einer deutlich geringeren Anfälligkeit für externe Faktoren. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass diese Märkte heute gegenüber früheren Stressphasen fundamental besser dastehen. So ist das Wirtschaftswachstum weit robuster geblieben, als es die diesjährige Schwellenländerperformance vielleicht vermuten lässt.

Anleger in Schwellenländern hatten in diesem Jahr gleich mit mehreren ungünstigen Faktoren zu kämpfen. So erschwerte sich beispielsweise das externe Umfeld aufgrund der Dollarstärke und der gestiegenen US-Zinsen. Hinzu kommen die zunehmenden Handelsspannungen mit China, das als Wachstumsmotor der Welt besonders im Fokus steht und von den Handelsunstimmigkeiten potenziell am stärksten betroffen ist. Und nicht zu vergessen sind einzelne Länder wie die Türkei und Argentinien, denen zurzeit neben externen Anfälligkeiten auch noch innere Probleme zu schaffen machen.

Schwellenmärkte sind auf Erholungskurs

Diese Faktoren haben bei Anlagen in Schwellenländern zu einem erheblichen Verkaufsdruck geführt und einen simultanen, sehr markanten Rückgang der Wechselkurse ausgelöst. Wenn wir die Schwellenmärkte jetzt betrachten, dann sehen wir das Abbild eines krisenähnlichen Szenarios, das aus nicht gerechtfertigt scheint. Vielmehr ist bei den Vermögenswerten dieser Länder mit einer Erholung zu rechnen, und zwar aus den folgenden fünf Gründen:

1. Wirtschaftswachstum der Schwellenmärkte hält an

Für die globalen Schwellenländer ist 2019 ein solides Wirtschaftswachstum mit einem realen Wachstum des Bruttoninlandprodukts von 4,5 Prozent zu erwarten. Als Zugpferd dürfte sich dabei vor allem China erweisen, aber auch Lateinamerika, wo nach einem bisher schwierigen Jahr 2018 erste Besserungen zu erkennen sind.

2. Schwellenländeraktien werden aufgewertet

Es ist mit Bewertungen der Schwellenländeraktien zu rechnen. die von langfristigen wirtschaftlichen Fundamentalfaktoren losgelöst sind. Dieses Argument ist besonders wichtig, wenn es darum geht, die Anlegerstimmung nach Stressphasen am Markt wieder zu heben.

3. Mehr Sicherheit beim Anlegen in Schwellenländer

Externe Ungleichgewichte, die sich auf die Schwellenländer auswirken, haben sich deutlich reduziert. Vereinzelt besteht weiterhin eine gewisse Restanfälligkeit gegenüber aussenwirtschaftlichen Entwicklungen. Der Grossteil der Schwellenländer verfügt jedoch mittlerweile über solide Aussen- und Binnenbilanzen.

4. Politische Einflüsse auf Schwellenmärkte verringern sich

Der politische Kalender für 2019 ist weit überschaubarerer. 2018 war ein Jahr mit ungewöhnlich vielen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen. In einigen bedeutenden Schwellenländern wie Mexiko, Kolumbien, der Türkei, Russland, Malaysia und Brasilien führte dies zu einer erhöhten politischen Unsicherheit.

5. US-Straffungszyklus fördert Schwellenmärkte

Schwellenländer entwickeln sich tendenziell besser, wenn der geldpolitische Straffungszyklus in den USA schon weiter fortgeschritten ist. Es wird erwartet, dass die US-Notenbank ihre Zinsen noch drei weitere Male um jeweils 25 Basispunkte erhöhen wird – zunächst im Dezember und dann jeweils in den beiden darauffolgenden Quartalen.