Investing in February: Global industry on verge of recovery
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Anlegen im Februar: unsere Einschätzungen in Kürze

Die Sicht der Credit Suisse auf die kurz- bis mittelfristige Entwicklung der Wirtschaft und Finanzmärkte sowie die Implikationen für Anleger. Die Industriebranche kann etwas ruhiger in die Zukunft blicken. Und auch Rohstoffanlagen sind derzeit attraktiv.

Aktienportfolio weiterhin zyklisch ausrichten

Wir sehen mit Blick auf Aktien weiterhin attraktives Renditepotenzial. Gewisse Aktienmärkte, insbesondere die USA, könnten aber auf kurze Sicht temporäre Rückschläge erleiden. Vor diesem Hintergrund hat unser Anlagekomitee die Aktiengewichtung auf das strategische Niveau reduziert.

Konkret empfehlen wir, Gewinne auf US-Aktien mitzunehmen und deren Gewichtung im Portfolio zu verringern. Indessen hält das Anlagekomitee an einer zyklischen Ausrichtung der Portfolios fest, indem es Rohstoffe zur Übergewichtung empfiehlt. Letztere dürften von der von uns erwarteten Erholung der Industrieproduktion profitieren.

Konjunktur: Schweizer Wirtschaftswachstum bleibt bescheiden

Das globale Wirtschaftswachstum dürfte auch dieses Jahr verhalten ausfallen. In den grösseren Volkswirtschaften erkennen wir aber weiterhin keine Rezessionsrisiken. Im Gegenteil: Vor dem Hintergrund einer gewissen Entspannung im Handelskonflikt, einer grösseren Klarheit bezüglich des Brexits sowie der expansiveren Politik der Zentral­banken hat sich das Geschäftsklima jüngst stabilisiert. Folglich sollte sich die globale Industrieproduktion nach einer einjährigen Flaute wieder etwas verbessern.

Das Schweizer Wirtschaftswachstum dürfte 2020 mit 1,4 Prozent höher ausfallen als 2019. Allerdings wird die Beschleunigung wegen der Olympischen Sommerspiele und der Fussball-Europameisterschaft um rund 0,3 Prozentpunkte überzeichnet. Denn die Lizenzeinnahmen des IOC und der UEFA werden der hiesigen Wirtschaftsleistung zugerechnet, obwohl die Aktivitäten ausserhalb der Schweiz stattfinden. Immerhin sollte sich aber die Industrieproduktion stabilisieren.

Anlegen die aussichten fuer die schweizer industrie verbessern sich

Die Aussichten für die Schweizer Industrie verbessern sich

Letzter Datenpunkt: 31.12.2019

Quelle: Credit Suisse, procure.ch

Zinsen: SNB-Negativzinsen bleiben noch länger

Die US-Notenbank (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB) haben letztes Jahr ihre Leitzinsen gesenkt und die Geldpolitik gelockert. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat zwar auf Zinssenkungen verzichtet, den Spielraum dafür aber vergrössert. Zudem hat sie bei Bedarf im Devisenmarkt interveniert, um die Überbewertung des Schweizer Frankens zum Euro zu mildern. Dieses Jahr dürften Fed und EZB erst einmal abwarten. Damit ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass auch die SNB ihren Leitzins auf dem heutigen – negativen – Niveau belassen wird.

Finanzmaerkte leitzinsen bleiben auf tiefem niveau stabil

Leitzinsen bleiben auf tiefem Niveau stabil

Letzter Datenpunkt: 12.1.2020

Quelle: Datastream, Credit Suisse

Währungen: Aufwertung des US-Dollars gebremst

Die Stabilisierung der Weltkonjunktur dürfte die zukünftigen Gewinne des US-Dollars begrenzen, nachdem dieser während zweier Jahre gegenüber einem Korb von sechs Währungen (USD-Index) aufgewertet hat. Insbesondere der Euro sollte von einer Erholung der Industrieproduktion und dem daraus resultierenden stärkeren wirt­schaftlichen Umfeld profitieren. Nichtsdestotrotz ist das Argument der positiven Zinsdifferenz für den US-Dollar weiterhin intakt. Deshalb gehen wir von einer Seit­wärtsbewegung zum Euro, aber auch zum Schweizer Franken aus.

Anlegen aufwaertstrend des US Dollar Index ist beendet

US-Dollar-Index verliert an Auftrieb

Letzter Datenpunkt: 10.1.2020

Quelle: Credit Suisse

Aktien: Energiesektor bietet attraktive Chancen

Zyklische Märkte standen lange Zeit nicht in der Gunst der Anleger, was sich mit dem stabileren Wirtschaftsumfeld nun aber ändern könnte. So haben wir in unserer Aktien­allokation Anpassungen vorgenommen und beurteilen die defensiven Märkte Schweiz und USA vorerst zurückhaltender. Potenzial sehen wir neu in britischen und deutschen Aktien oder im Energiesektor. Letzterer ist nicht nur attraktiv bewertet, sondern bietet auch eine Dividendenrendite von rund 4,5 Prozent.

aktien im energiesektor haben aufholpotenzial

Aktien im Energiesektor haben Aufholpotenzial

Letzter Datenpunkt: 9.1.2020

Quelle: Datastream, Credit Suisse

Rohstoffe: Konjunktur sorgt für Aufwind

Rohstoffe haben das Jahr 2019 positiv geschlossen. Die einsetzende Konjunktur­erholung dürfte zumindest kurzfristig immer noch Aufwind geben. Weitere Produk­tionskürzungen seitens der OPEC und deren Verbündeten helfen, die vorherigen Überangebotssorgen am Ölmarkt zu vertreiben. Aufflammende geopolitische Risiken sorgen allerdings für erhöhte Volatilität. Gold bietet nach wie vor Diversifikations­vorteile im anhaltenden Tiefzinsumfeld.

Finanzmaerkte Rohstoffe stehen vor preisanstieg

Rohstoffe stehen vor Preisanstieg

Letzter Datenpunkt: 10.1.2020

Quelle: Bloomberg, Credit Suisse

Immobilien: Hypothekenzinsen sollten 2020 tief bleiben

Die SNB kann ohne Inflationsdruck weiterhin die Entwicklung des Schweizer Frankens in den Vordergrund ihrer Geldpolitik stellen. Wir erwarten in den kommenden zwölf Monaten keine Erhöhung des Leitzinses und somit unverändert tiefe Zinssätze für Libor-Hypotheken. Für die Fix-Hypotheken rechnen wir mit einem leichten Anstieg von 0,1 bis 0,3 Prozentpunkten bei mittleren und langen Laufzeiten. Die Entwicklung dürfte aber wie bisher durch Ausschläge nach oben und unten begleitet werden.

Finanzmaerkte hypothekenzinsen in der Schweiz bleiben tief

Hypothekenzinsen in der Schweiz bleiben tief

Letzter Datenpunkt: 13.1.2020

Quelle: Credit Suisse

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