Börsenentwicklung: Aktien bleiben attraktiv für Anleger
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Aktien zeigen Potenzial. Vier Gründe für eine gute Börsenentwicklung.

Konjunkturschwankungen bleiben möglich, doch Anleger können mit Aktien auch in der aktuellen Börsenentwicklung profitieren. Denn diese bieten weiterhin Potenzial. Es empfiehlt sich somit eine gut überlegte Anlagestrategie, die sich langfristig bewährt.

Eigene Anlagestrategie regelmässig überprüfen

Um langfristig an den Aktienmärkten profitieren zu können, braucht es eine durchdachte Anlagestrategie. Denn auf Dauer macht diese den Grossteil vom Ergebnis eines Anlageportfolios aus. Umso wichtiger ist es für Anleger, die eigene Strategie regelmässig zu prüfen. Auf folgende Dinge kommt es an:

  • Erstens gilt es, die langfristigen Kapitalmarktannahmen zu revidieren und zu prüfen, ob die erwarteten Renditen, Risiken und Korrelationen noch realistisch sind. Dies gelingt am besten mit der Unterstützung der persönlichen Bank, die zur Kalibrierung zahlreiche Experten hinzuzieht.
  • Das Hinterfragen der persönlichen Rendite- und Risikoziele ist das zweite Standbein jeder Strategieüberprüfung. Denn individuelle Präferenzen können sich ändern – auch schleichend.
  • Aus dieser regelmässigen Standortbestimmung ergeben sich neue Alternativen den Anlagemix und die Umsetzung anzupassen. Ziel ist es, eine jederzeit passende Anlagestrategie zu finden. Das ist anspruchsvoll, insbesondere auch in der jetzigen Zeit angesichts von global veränderten Rahmenbedingungen bei Zinsen und Börsen.
anlagestrategie ist der wichtigste faktor fuer die performance

Anlagestrategie ist der wichtigste Faktor für Performance

Quelle: Feri Trust 2002, Financial Analysts Journal, Ausgabe Mai/Juni 1991: Gary Brinson, Brian Singer und Gilbert Beebower, Determinants of Portfolio Performance II: An Update; Credit Suisse

Langfristig bleiben Aktien attraktiv für Anleger

Ein flüchtiger Vergleich der Erholung des S&P 500 in diesem Jahr mit jener nach der grossen Depression von 1933 bis 1936 könnte den Eindruck erwecken, dass das Beste an der Börse schon vorbei ist. Doch man sollte nicht vergessen: Ende 1936 notierte der S&P 500 bei 17 Punkten. Bis heute sind daraus 3500 Punkte geworden. Und auch Schweizer Aktien rentierten laut dem Credit Suisse Global Investment Returns Yearbook 2020 in den letzten hundert Jahren nominal bei knapp sieben Prozent jährlich. Das sind gute Zeichen. Und vieles spricht auch heute weiterhin für Aktien.

boersenentwicklung zeigt erholung des s&p 500

Die Börsenentwicklung des S&P 500 zeigt eine schnelle Erholung

Letzter Datenpunkt: Juli 2020
Quelle: Standard & Poor’s, Yardeni Research
Historische Wertentwicklungen und Finanzmarktszenarien sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse.

Vier Gründe für eine positive Börsenentwicklung

1. Das grösste «Wirtschaftsdoping» der Geschichte

Vier grosse Stimuli stützen derzeit die US-Wirtschaft. Gemeint sind: Fiskal-, Geld-, Währungs- und Kreditimpulse. Die Summe der diesjährigen Stimulierungsmassnahmen übersteigt jene der grossen Finanzkrise 2008 etwa um das Doppelte. Kein Wunder, dass diese Massnahmen auf die Börsen wie Aufputschmittel wirken.

Davon dürfte es kein Zurück geben. Der Erfolg der staatlichen Wiederbelebung grosser Wirtschaftsbereiche hat einen Machbarkeitsglauben geweckt. Ein baldiger Schuldenabbau ist daher eine Illusion und es liegt nahe, dass bei zukünftigen Krisen dieselben Stimulusregister erneut gezogen werden. Das funktioniert auch – jedenfalls so lange, wie dem Staat Kapital gratis und unlimitiert zur Verfügung steht.

stimuli beeinflussen boersenentwicklung

Wirtschaftsspritze sorgt für eine aussichtsreiche Börsenentwicklung

Kombinierter US-Policy Score (Fiskal-, Geldpolitik, Wechselkurs, Kreditvergabe), standardisiert
Letzter Datenpunkt: 3.Q 2019, Prognosen bis 3.Q 2020
Quelle: Refinitiv, Credit Suisse

2. Vorsorgewerke benötigen höhere Aktienquoten

Pensionskassen auf der ganzen Welt haben im Nachgang der Finanzkrise im Jahr 2008 durchschnittlich 11 Prozent ihrer Anlagen von Aktien in Anleihen und Immobilien umgeschichtet. Diese Veränderung ist bis heute nicht revidiert worden. Doch nun planen viele Vorsorgewerke, die Aktienquoten wieder zu erhöhen.

Global verfügen sie über Anlagen im Wert von umgerechnet circa 100 Billionen Schweizer Franken. Das zeigt: Die Reserven an den Börsen sind noch lange nicht aufgebraucht.

3. Günstige Risikobewertung

Die Bewertung von Aktien deutet auf weiteres Aufwärtspotenzial hin. Die Risikoprämien von Aktien dürften je nach Markt für die nächsten 12 Monate noch ein Gewinnpotenzial zwischen 10 und 30 Prozent nahelegen.

4. Schutz vor Inflationsrisiken

Viele Anleger fürchten sich vor einer schleichenden Inflation. Dass Staaten heute die grössten Schuldner sind, verstärkt diese Furcht. Was Investoren aber bedenken sollten: Moderate Preissteigerungen bedeuten meist auch moderate Gewinnsteigerungen («Pull-Effekt»). Ausserdem senken sie den Wert von Anleihen, was Umschichtungen in Aktien auslöst («Push-Effekt»). Erst ab Raten von 3 bis 4 Prozent untergräbt Inflation den Wert von Aktien.

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