Fixed Income: Anlagetipps für Zeiten steigender Zinsen
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Aktives Fixed Income Management in einem herausfordernden Umfeld

Das aktuelle Marktumfeld stellt Anlegerinnen und Anleger vor Herausforderungen. Wie soll man auf die hohe Inflation und die steigenden Zinsen reagieren? Die Credit Suisse schätzt die Lage ein und weist auf neue Chancen hin.

Das Halten von Obligationenanleihen erfordert Erfahrung

Herrlich, bei schönem Wetter mit einem Boot oder einem Kanu auf einem Schweizer Gewässer zu rudern oder zu paddeln. Dies gilt auch für internationale Flüsse und Seen, aber dort zieht man gerne einen erfahrenen Skipper oder Kapitän bei, der sich mit den lokalen Herausforderungen auskennt. Auch bei Anlagen in Obligationen ist Erfahrung wichtig. Nach dem während Jahren sinkenden Zinsumfeld zeigen sich dunkle Wolken am Anlagehorizont. Sorgen bereiten hohe Inflation, steigende Zinsen und politische Wirren mit höheren Energiepreisen.

Die nachfolgenden Ideen der Credit Suisse zeigen auf, wie auf diese Einflüsse reagiert werden kann, sodass Anlegerinnen und Anleger zusammen mit einem erfahrenen Kapitän Mehrwert erzielen können.

Aktives Fixed Income Management bei steigenden Zinsen

Motiviert vom tiefen und negativen Zinsumfeld, haben Schuldner in den letzten Jahren langlaufende Obligationen emittiert. Diese gelangen in die Bond-Indizes und erhöhen das Zinsänderungsrisiko. Beispielsweise hat sich die Duration des SBI AAA–BBB über die letzten 15 Jahre von rund 5,5 im Jahr 2007 auf derzeit rund 7,0 erhöht. Bei den Eidgenossen stieg die Duration gemessen am SBI Domestic Government sogar auf rund 11,5. Ähnliche Bewegungen zeigen globale Indizes. So erhöhte sich die Duration der japanischen und der englischen Staatsanleihen seit der Jahrtausendwende um rund 70 Prozent.

Gegen diese systematische Durationsverlängerung hilft ein aktives Management, allenfalls gekoppelt mit einem massgeschneiderten Benchmark mit stabiler und planbarer Duration. Eine weitere Möglichkeit ist die Durationsklasse. Bei aktiven institutionellen Fonds mit globalem Fokus bietet die Credit Suisse nebst der normalen Fondsklasse zusätzlich eine Durationsklasse an, bei der die Zinsrisiken mit Zinsswaps erheblich reduziert werden. Dadurch können Kunden mit der Gewichtung der zwei Klassen ihre individuelle Zielduration umsetzen. Will man später die gewünschte Duration verlängern oder verkürzen, können lediglich die Gewichte pro Klasse geändert werden. Solche Umschichtungen zwischen den Klassen verursachen weder Stempel- noch Geld-Brief-Spreadkosten, da lediglich die Swaps angepasst werden und nicht das Bondportfolio. Grosse Anleger haben zusätzlich die Möglichkeit, mit Zins-Overlays die Duration auf Stufe Gesamtportfolio zu steuern. 

Kreditrisiken erfordern breite Diversifikation

Bei globalen Anleihen verunsichert einerseits die hohe und weiterhin steigende Verschuldung der Staaten. Andererseits bilden Staatsanleihen von Japan und den USA in bekannten Indizes (JPM GBI Global, FTSE WGBI) mit einem Anteil von rund 60 Prozent ein Klumpenrisiko. Als Alternative empfiehlt die Credit Suisse einen massgeschneiderten Benchmark, der die Länder nicht nach der Höhe ihrer Verschuldung (Marktkapitalisierung) gewichtet, sondern breit diversifiziert und die Bonitätsentwicklung antizipiert.

Aus Diversifikations- und Renditeüberlegungen eignet sich die Beimischung von Unternehmensanleihen. Anlegerinnen und Anleger können von der systematischen Kreditrisikoprämie profitieren. Interessant ist auch die Beimischung von Unternehmen aus Schwellenländern, weil diese wegen der tiefen Länderratings oft unterschätzt werden und sich als Renditeperlen erweisen können.

Währungen absichern bei Obligationenanleihen?

Leider wird das Eingehen von Fremdwährungsrisiken nicht mit einer systematischen Risikoprämie entschädigt. Hätte ein Schweizer Anleger vor zehn Jahren einen US-Obligationenfonds gekauft, hätte er den gleichen Kursgewinn und die gleiche Ausschüttung wie ein US-Bürger erhalten, aber er hätte zusätzlich US-Dollar kaufen und später wieder veräussern müssen. Dadurch hätte ein Währungsgewinn oder -verlust entstehen können. Wegen der fehlenden systematischen Risikoprämie auf Fremdwährungen sichern viele Anleger das Währungsrisiko ab. Dabei wird oft übersehen, dass die Absicherung der Währung teuer sein kann.

Die Kosten der Währungsabsicherung, die aus der Zinsdifferenz der involvierten Währungen berechnet wird, beträgt derzeit rund 2,3 Prozent für US-Dollar in Schweizer Franken und lag in den letzten zehn Jahren zeitweise bei fast 4 Prozent. Die Credit Suisse als aktive Managerin berücksichtigt diese Hedge-Kosten bei ihren Anlageentscheidungen und schafft dadurch Mehrwert für ihre Kundinnen und Kunden.

Währungsabsicherungskosten in den letzten zehn Jahren

Entwicklung der Zinsdifferenz von US-Dollar und Schweizer Franken und der Absicherungskosten

Letzter Datenpunkt: 24.6.2022
Quelle: Credit Suisse, Bloomberg

Historische Wertentwicklungen und Finanzmarktszenarien sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse.

Erwartete Inflation in der Zukunft

Das Bundesamt für Statistik vermeldete Anfangs Juni für die Schweiz den Anstieg des Landesindex für Konsumentenpreise auf 2,9 Prozent gegenüber dem Monat Mai im Vorjahr. Dies ist eine Vergangenheitsbetrachtung. Doch welche Inflation wird in Zukunft erwartet? Die Zentralbanken behaupten seit Längerem, dass die Inflation temporär sei und mittelfristig wieder innerhalb der kommunizierten Bandbreiten liegen sollte. Die vom Markt eskomptierten zukünftigen Inflationserwartungen (Break-Even-Inflation als Differenz zwischen nominalen und inflationsgeschützten Anleihen) zeigen ein unterschiedliches Bild. Während über die nächsten zehn Jahre eine durchschnittliche Break-Even-Inflation pro Jahr in den USA von 2,75 Prozent und in Deutschland von 2,35 Prozent erwartet wird, beträgt diese 4,08 Prozent für England (UK). Wer sich gegen einen weiteren vom Markt nicht eingepreisten Anstieg der Inflation absichern möchte, setzt inflationsgeschützte Anleihen ein. Dabei ist zu beachten, dass die Laufzeit der inflationsgeschützten Anleihen nicht zu lange gewählt wird, weil sonst ein möglicher Realzinsanstieg den Gewinn aus dem Inflationsanstieg überkompensieren könnte.

Das aktuelle Marktumfeld bietet viele Opportunitäten und Herausforderungen. Kunden schätzen die professionellen Beurteilungen durch die aktiven und erfahrenen Kapitäne im Portfolio Management der Credit Suisse.

Produktübersicht (Auswahl):

Quelle: Credit Suisse
Letzter Datenpunkt: 01.07.2022
Die angegebene Rendite auf Verfall wurde per 1.07.2022 berechnet. Sie berücksichtigt keine Kosten, Portfolioänderungen, Marktschwankungen und potenziellen Ausfälle. Die Rendite auf Verfall dient nur als Anhaltspunkt und kann sich ändern

Fonds

Rendite*

Duration

Rating**

Bemerkung

CSIMF Bonds CHF Equal Maturity Distribution

1,23 %

4,69

AA–

Der Fonds investiert gleichmässig über zehn Jahre, sodass die Duration sehr stabil bleibt

CS (CH) Global Corporate Bond Fund

– ZB CHF

– ZBH (CHF hedged)

– ZBH DUR (CHF hedged)



4,21 %

2,44 %

1,66 %



6,16

6,16

1,79



BBB+

BBB+

BBB+

Dank der drei Klassen können individuelle Durations- und Hedging-Ziele umgesetzt werden

CSIMF Global Bonds ex Securitized (ex JPY)

– ZBH (CHF hedged)

– ZBH DUR (CHF hedged)




1,50 %

1,15 %




6,14

2,58




A

A

Benchmark:

Bloomberg Global Agg ex JPY ex Securitized respektive Bloomberg Global Agg ex JPY ex Securitized 1-5y

CS (Lux) Global Inflation Linked Bond Fund

– EBH CHF




0,99 %




4,59




AA–

Benchmark:

Bloomberg World Govt Infl.-Linked 1-10Y (TR) (hedged in CHF)

CSIMF Inflation Linked Bonds CHF

– ZBH


 

1,09 %


 

4,79


 

AA

Schutz vor unerwartetem Anstieg der CHF-Inflation (repliziert über EUR- und US-Inflation) 

* Bruttorendite auf Verfall (Yield to Maturity); nach Absicherung in CHF bei Klassen hedged in CHF.
** Durchschnittsrating (linear berechnet)

Wichtige Vorteile und Risiken

Vorteile

Risiken

Breit diversifizierte Portfolios

Fonds bieten keinen Kapitalschutz

Erfahrenes Team mit einer sehr guten Erfolgsbilanz

Anlagen des Fonds unterliegen Marktschwankungen

Aktives Portfoliomanagement

Anleihen sind mit dem Ausfallrisiko der Emittenten verbunden

Rigoroser Anlageprozess und unabhängige Risikoüberwachung (Portfolio, Derivate inklusive Inflation Linked Swaps)

Fonds können in Schwellenländer investieren, die mit grösseren Risiken verbunden sind als vergleichbare Anlagen in Industrieländern

Innovative Anlagephilosophie mit langfristigem Anlagehorizont zur Erkennung von Anleihenrisikoprämien, während gleichzeitig kurzfristige und idiosynkratische Risiken gesteuert werden

Da in der Schweiz keine inflationsgeschützten Anleihen existieren, werden beim CSIMF Inflation Linked Bonds CHF Inflation Linked Swaps zur Replikation und Approximation der Schweizer Inflation eingesetzt

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