Generierung von Renditen durch alternative Fixed-Income-Ansätze
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Generierung von Renditen durch alternative Fixed-Income-Ansätze

Im aktuellen Umfeld müssen Anleger über traditionelle Fixed-Income-Instrumente hinausblicken, um ihre Rendite- und Ertragsanforderungen erfüllen zu können. Auf absolute Renditen abzielende Long/Short-Strategien sind hierfür eine Option.

Unausgewogenes Risiko-Ertrags-Verhältnis für CHF-Anleihenanleger

Obwohl ein neues Jahr begonnen hat, hat sich für Fixed-Income-Anleger kaum etwas geändert: Staatspapiere oder Investment-Grade-Unternehmensanleihen aus Industrieländern bieten nach wie vor äusserst magere Renditen. In der Schweiz hat der Markt für CHF-Anleihen eine seit fast 25 Jahren andauernde Rally durchlaufen, in deren Rahmen die Staatsanleihenrenditen von über 6% im Jahr 1992 auf gegenwärtig negative Werte gefallen sind. Gleichzeitig sind die Kreditrisikoprämien wieder zu ihren historischen Durchschnitten zurückgekehrt. Dies bedeutet, dass die Spreads nur über beschränktes Potenzial verfügen, um die Auswirkungen niedriger Renditen abzufedern.

Angesichts rückläufiger Zinsen haben sich viele Emittenten mittels längerer Laufzeiten refinanziert. Dies führte zu längeren Durationen von Schweizer Fixed-Income-Benchmarks und folglich zu höheren Portfolioexposures gegenüber den Zinsen und Kreditspreads. Diese im historischen Vergleich hohen Benchmark-Risiken kontrastieren mit Renditen, die nahe null oder sogar im negativen Bereich liegen, sodass das Risiko-Ertrags-Verhältnis mittlerweile völlig unausgewogen ist.

Zu den gängigen Strategien im Umgang mit dem Tiefzinsproblem gehören eine längere Portfolioduration oder eine Erhöhung des Exposure gegenüber tiefer eingestuften Unternehmensanleihen. Beide Ansätze haben höhere Portfoliorisiken zur Folge, wobei ein Ausbau der Engagements in Kreditpapieren schlechterer Qualität potenziell die Korrelation des Fixed-Income-Portfolios mit Aktien erhöht.

Nachlassende Markliquidität dürfte höhere Marktvolatilität bewirken

Im Nachgang zur Finanzkrise führten striktere Regulierungsvorschriften zu deutlich tieferen Wertschriftenbeständen bei Händlern. Dies ging mit einer Zunahme der ausstehenden Schuldtitel und einer nur geringen Zahl an Market Makern für Fixed-Income-Anlagen in CHF einher. In Stressphasen an den Finanzmärkten ist folglich mit schnelleren und umfassenderen Preisbewegungen bei CHF-Anleihen zu rechnen, weil es an Intermediären fehlt, welche die Anlageflüsse absorbieren könnten.

In Phasen hoher Markt- oder anderer spezifischer Turbulenzen verflüchtigt sich die Markttiefe tendenziell schlagartig, und die Geld-Brief-Spannen steigen deutlich. Aufgrund der nachlassenden Risikokapazität der Händler wird sich dieses Muster künftig voraussichtlich weiter akzentuieren. Dies wird attraktive Gelegenheiten zur Monetisierung von in Stressphasen zunehmenden Liquiditätsaufschlägen eröffnen, die sich erschliessen lassen, indem Liquidität bereitgestellt wird.

Negative Renditeerwartungen und eine höhere Marktvolatilität sind die beiden Hauptherausforderungen, mit denen sich CHF-Anleihenanleger konfrontiert sehen. Investoren werden daher über traditionelle Fixed-Income-Anlagen hinausblicken müssen, um ihre Rendite- und Ertragsanforderungen zu erfüllen. Dies trifft insbesondere auf die Anlagen von Schweizer Pensionskassen zu, von denen mehr als ein Drittel von tiefen oder negativen Zinsen betroffen ist. Eine Option wären CHF-Anleihenfonds, die über das traditionelle Universum hinaus investieren und damit Zugang zu alternativen Quellen von Fixed-Income-Renditen eröffnen können.

Zugang zu alternativen Fixed-Income-Renditen

Alternative Fixed-Income-Fonds, denen sämtliche Bereiche des CHF-Anleihenuniversums zugänglich sind (einschliesslich Derivat- und Repomarkt), können von negativen Zinsen profitieren und Bewertungsunterschiede zwischen dem Schweizer Markt und internationalen Märkten nutzen. Zudem dürften die Anlagebedingungen schwierig bleiben, und die hohe Marktvolatilität wird voraussichtlich anhalten. Fonds, die flexibel sowohl Long- als auch Short-Positionen eingehen können, vermögen unter sämtlichen Marktbedingungen nachhaltig positive Renditen zu generieren.

Mit Long/Short-Strategien können Fonds Renditen generieren, indem sie verschiedene Fixed-Income-Instrumente miteinander kombinieren, ohne dabei Risiken hinsichtlich der künftigen Marktrichtung eingehen zu müssen. Die Fähigkeit, gedeckte Short-Positionen nicht nur mittels Derivaten, sondern auch mit Short-Verkäufen von Wertschriften umsetzen zu können, verschafft Anlegern Zugang zu Risikoaufschlägen, die am Schweizer Fixed-Income-Markt bisher nur Investmentbanken vereinnahmen konnten.

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