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Einfach und leicht handelbar – ETFs immer beliebter

Credit Suisse Asset Management erweitert seine Fondspalette um Exchange Traded Funds. Sie ergänzen die bestehenden Credit Suisse Index Funds und dürften durch die Digitalisierung stark an Bedeutung gewinnen.

Exchange Traded Funds (ETFs) sind gefragt. Kaum ein anderes Anlageprodukt hat in den letzten Jahren bei privaten und institutionellen Investoren so stark an Beliebtheit gewonnen wie ETFs. Ihr Erfolgsrezept: Sie sind einfach, transparent, meistens kostengünstig und können während des Börsenhandels dank eines liquiden Sekundärmarkts jederzeit (intraday) gekauft oder verkauft werden. Ihre hohe Handelsliquidität macht ETFs auch zu den Lieblingen von Fintech-Firmen und Robo-Advisors, die mit ihren Kauf- und Verkaufsaufträgen die Liquidität zusätzlich erhöhen.

Nachdem sich Credit Suisse Asset Management vor einigen Jahren vom ETF-Geschäft verabschiedete, hat nun eine stark beachtete und von vielen Anlegern erwünschte Rückkehr stattgefunden. Die ETFs ergänzen das Sortiment an Indexfonds, das aus über 90 Produkten mit einem Gesamtvermögen von mehr als CHF 132 Mia. besteht (Stand 1.12.2019).

Die Erweiterung unserer Fondspalette ist ein konsequenter Schritt. Mit unserem Kerngeschäft – den Indexfonds – haben wir die kritische Grösse, die Technologie und das Wissen, um unseren Kunden ein erstklassiges Leistungsangebot rund um ETFs anzubieten,

erklärt Dr. Valerio Schmitz-Esser, Leiter Index Solutions Credit Suisse Asset Management.

Der Aufschwung der ETFs darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Indexfonds gemäss Berechnungen von Morningstar nach wie vor mehr als die Hälfte des passiven Anlagevolumens in Europa ausmachen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Indexfonds in den nächsten Jahren stärker wachsen als ETFs, wovon Credit Suisse Asset Management als führender Indexfondsanbieter in der Schweiz und einer der grössten Anbieter in Europa überdurchschnittlich profitieren dürfte.

Parallelen und Unterschiede

ETFs verfolgen wie die ausserbörslich gehandelten Indexfonds, die täglich zum Nettoinventarwert (NAV) gehandelt werden, einen passiven Anlageansatz und bilden einen Referenzindex möglichst exakt und kostengünstig nach. Beide Arten von Fonds entwickeln sich sehr nahe am Index und unterscheiden sich darin von aktiv verwalteten Fonds, die stark vom Index abweichen können. Weil ETF-Anteile während der Börsenzeiten durchgehend gekauft oder verkauft werden können (intraday), eröffnet dies Anlegern zusätzliche Flexibilität. Der Preis eines ETF entspricht dem Geld- oder Briefkurs zuzüglich der Brokerkommission. Die Preisspanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis (Spread) hängt vom Handelsvolumen ab. Aufgrund ihrer hohen Handelsfrequenz können ETFs für taktische Chancen genutzt werden.

Ein Indexfonds wird zum Nettoinventarwert (NAV) gezeichnet und zurückgenommen. Der NAV wird auf der Basis des Schlusskurses berechnet und mit einem geringen Verwässerungszuschlag versehen, um die Transaktionskosten zu decken und die bestehenden Anleger vor einer Verwässerung ihrer Anteile zu schützen. Indexfonds eignen sich etwa für den Aufbau einer strategischen Position in einem ausgewählten Marktsegment.

Vollständige Nachbildung angestrebt

Es gibt grundsätzlich zwei Anlageansätze: die vollständige und die optimierte Nachbildung. Die ETFs auf den Swiss Market Index (SMI) oder den MSCI Europe bilden diese Indizes vollständig nach. Dies bedeutet, dass die Fonds alle im Index enthaltenen Aktien im gleichen Verhältnis halten wie der Index. Die ETFs auf den Swiss Performance Index (SPI) oder den MSCI Emerging Markets halten bis auf einige Nebenwerte auch alle Titel des Index. Die Anleihenfonds hingegen bilden ihre Referenzindizes mit einem Optimierungsverfahren (Optimized Sampling) nach.

Indexfonds und ETFs im Vergleich

Gemeinsamkeiten
Beide Arten von Fonds verfolgen eine passive Anlagestrategie und haben das Ziel, den Referenzindex möglichst präzise und kostengünstig nachzubilden bzw. die Performanceabweichung zum Index zu minimieren. Die Replikation ihrer Referenzindizes erfolgt bei beiden Fonds physisch. Die Mindestanlage beträgt ein Anteil.
Unterschiede
   
  Indexfonds ETFs
Liquidität
Täglich
Intraday
Anlageeignung
Langfristige Strategie
Taktische Allokation
Handelspreis
NAV plus oder minus Verwässerungszuschlag* Geldkurs oder Briefkurs zum Zeitpunkt des Handels zuzüglich der Brokerkommission
Mindestanlage
1 Anteil 1 Anteil
Stempelsteuer

Fonds nach Schweizer Recht: Zeichnungen und Rückgaben von Anteilen sind von Stempelsteuer befreit.

Fonds nach Luxemburger Recht: Stempelsteuer von 0,15 % fällt nur bei Zeichnungen an.

ETF nach irischem Recht: Stempelsteuer von 0,15 % fällt bei allen Transaktionen an.

* Zeichnungs- bzw. Rücknahmespread zur Kompensation der Transaktionskosten im Fonds, die durch die Zeichnungen bzw. Rücknahmen entstehen.

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